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Selfpublisher-Umfrage 2024: So arbeiten die Profis

Branchen-News
Sandra Uschtrin
Selfpublisher-Umfrage 2024 - Auswertung wie die Profis arbeiten

Der Selfpublisher-Verband e.V. hat unter Selfpublishern eine Umfrage gemacht. Was unterscheidet die Profis, die monatlich mehr als 2.000 Euro verdienen, von ihren Kolleginnen und Kollegen? Jetzt liegt die Auswertung der Selfpublisher-Umfrage vor.

Der Selfpublisher-Verband hat im Januar 2024 eine Umfrage unter Selfpublishern durchgeführt. Seit Kurzem liegen zwei Auswertungen vor. Die eine bezieht sich auf die Selfpublisher-Community allgemein (wir berichteten). Bei der anderen Auswertung stehen die Profis im Mittelpunkt, also diejenigen, die mit ihren Büchern einen durchschnittlichen monatlichen Umsatz von 2.000 Euro oder mehr erzielen.

An der Umfrage nahmen 1.060 Personen teil, die bereits im Selfpublishing tätig sind. Insgesamt 74 von ihnen gaben an, dass sie einen durchschnittlichen monatlichen Umsatz von 2.000 Euro oder mehr erzielen. Das sind 7 Prozent. 35 dieser Autorinnen und Autoren verdienen durchschnittlich sogar mehr als 5.000 Euro im Monat.

Als Gründe fürs Selfpublishing kreuzten die meisten die Punkte „mehr kreative Freiheit“ und „mehr Verdienstmöglichkeit“ an. Fast die Hälfte von ihnen publiziert außerdem auch bei Verlagen, ist also als Hybrid-Autor:in unterwegs.

Selfpublisher-Umfrage zeigt: Erfolg als Autor*in ist ein Marathon und kein Sprint

Die meisten Profis haben mit mehr als zehn Buch-Titeln außerdem eine große Backlist. Der Selfpublisher-Verband interpretiert das mit den Worten: »Dies kann ein Hinweis darauf sein, dass das geflügelte Wort „Das beste Marketing ist das nächste Buch“ der Wahrheit entspricht. Zumindest verdeutlicht es, dass Erfolg im Selfpublishing oder allgemein Erfolg als Autor*in ein Marathon und kein Sprint ist.«

Zum Thema Genre weiß der Verband zu berichten: »Mit 40 % steht das Genre Liebesromane auf Platz eins bei den Profis, gefolgt von Fantasy (18 %) und Krimi/Thriller (14 %). Dies untermauert die allgemeine Angabe, dass die sogenannte Genre-Literatur gleichzeitig die umsatzstärkste ist. Allerdings ist hier die Konkurrenz auch sehr groß.
Zudem zeigt sich eine deutliche Verschiebung der Hauptgenres im Vergleich zur Auswertung der Gesamtantworten der Umfrage: Fantasy belegte hier Platz 1, gefolgt von Belletristik (allgemein) und erst auf Platz 3 kamen die Liebesromane. Krimi und Thriller landeten in der Allgemein-Auswertung auf dem fünften Platz.«

Bei der Schreibzeit pro Woche zeigt sich ebenfalls ein deutlicher Unterschied zu der allgemeinen Auswertung der Selfpublisher-Umfrage. Fast die Hälfte der Profis widmet dem Schreiben mehr als 20 Stunden pro Woche. Zweithäufigste Antwort waren „18–20 Stunden“.

Auch in das Marketing investieren Profis für gewöhnlich mehr Zeit. Die meisten von ihnen punkten zudem mit eine eigenen Website und einem eigenen Newsletter. Der Selfpublisher-Verband schreibt hierzu: »Wohl wichtigster Wert ist jedoch die Anzahl derer, die die Antwort „Nichts von allem“ [bei den Marketing-Maßnahmen] angegeben haben: Die lag bei Null. Erfolg (scheint) vorauszusetzen, dass Marketing-Maßnahmen unternommen werden.«

Die gesamte Auswertung der Selfpublisher-Umfrage gibt es im Blog des Selfpublisher-Verbands.

Der Selfpublisher-Verband e. V.

Der Selfpublisher-Verband e.V. ist der Zusammenschluss der verlagsunabhängigen Autorinnen und Autoren im deutschsprachigen Literaturraum. Er vertritt die Interessen von über 1.600 Mitgliedern in der Öffentlichkeit sowie auf politischer Ebene. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder, die bereits ein Buch im Selfpublishing veröffentlicht haben. Mitglied werden können alle, die beabsichtigen, ein Buch in Eigenregie zu veröffentlichen. Der Selfpublisher-Verband e.V. wurde 2015 gegründet. Er ist Herausgeber der Fachzeitschrift »der selfpublisher«, die viermal im Jahr im Uschtrin Verlag erscheint.

Blogbild: Pixabay