
Federwelt
- Maren Graf: Signierstunden als Event
- Vom E-Book ins Taschenbuchprogramm
- KI: Was bringt die Zukunft | Floskelkunde
- Bücher über Sterben, Tod und Trauer
Artikel und Interviews
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Signierstunden als Event
Maren Graf erläutert in diesem Beitrag, welche Chancen in Signierstunden liegen, wie man sie plant und eine Veranstaltung mit Mehrwert schafft. -
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Eigeninitiative und Verkaufserfolg ...
... als Weg ins Hauptprogramm eines Publikumsverlags? Einblick in die Marketingmaßnahmen einer Digitalverlagsautorin und in die Verlagsperspektive. Von Bettina Lausen -
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Wer kauft Bücher über Sterben, Tod und Trauer?
Leser*innen mit Tabuthemen erreichen. Von Shirley Michaela Seul -
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Der besondere Verlagsvertrag
Wie ein Buch über Sternenkinder trotz Zeitmangel entstehen konnte und wie der stationäre Buchhandel reagierte. Von Dorothée Kerstiens -
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Über äußere Ruhe und innere Dramen
Was Fiktion und Leben gemeinsam haben. Von Ennha Weber -
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Wird die KI mich als Autor*in ersetzen?
Dr. Ole Wintermann und Matthias Horx, beide Zukunftsforscher, im Gespräch mit Oliver Wenzlaff -
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Niemand ist eine Insel
Vom ersten Text bis zur Veröffentlichung: durch Feedback schriftstellerisch wachsen. Von Iris Antonia Kogler -
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Floskelkunde
Der Spitzenreiter unter den Stempelwörtern und wie man Floskeln sinnvoll einsetzt und wann besser nicht. Von Fritz J. Schaarschuh und Anke Gasch
Kolumnen
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Pinnwand
Termine und mehr -
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Rezension
Matthias Bickenbach: Bildschirm und Buch – Versuch über die Zukunft des Lesens. Von Arne Kroon -
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Unabhängige Verlage und die Menschen dahinter
#9: Der Brunnen Verlag Gießen, Carolin Kotthaus, Lektorin für Romane, und Luise Winter, Marketingleiterin. Von Anke Gasch -
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Wie finde ich passende Erzählstimmen für meine Romane und werde als Autor*in unverwechselbar?
#2: Die Harmonie der Vielstimmigkeit – wie wir glaubwürdig schreiben. Von Stefanie Hohn -
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Bessere Texte – Satz für Satz
Stillektorate und Tipps zur Dramaturgie. #8: Mit Daniela Jarzynka, freie Lektorin mit langjähriger Verlagserfahrung und Übersetzerin -
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Federwelt-Schreibschulung: Schwere und einfache Wörter erkennen
#3: Kurze Wörter - Von Sabine Kruber -
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Kurzmeldungen
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Ausblick + Impressum
Editorial
Hä?
Als Kind war das »Hä?« mein treuer Begleiter. Oft habe ich die Erwachsenen nicht verstanden: Warum rauchen die, wenn es der Gesundheit schadet? Warum sagen die, man soll nicht lügen, und tun es dann doch, ja erwarten es sogar? Manche Ungereimtheiten habe ich irgendwann einfach akzeptiert. In der letzten Zeit aber ist das »Hä?« in mir aktiver denn je. Ich schaue auf die USA, auf verbannte Bücher und verbannte Themen. Ich beobachte die Entwicklungen im eigenen Land, den Kanzler, der mehr Leistung fordert, während sich immer mehr Menschen erschöpft fühlen. Mein Kopf neigt bei all dem zum Dauerschütteln, und doch schätze ich das »Hä?« – bei mir und bei anderen. Oft führt es über die erste Irritation zu wortreicheren Fragen, denen man gespannt nachgehen kann. Etwa zu der Frage, warum wir aus Signierstunden nicht mehr machen. (Seite 6) Oder zu der, was sich tun lässt, um von der Digitalsparte ins Printprogramm eines Verlags zu kommen. (Seite 14)
Womöglich entfleucht Ihnen ein »Hä?«, wenn Sie das Interview lesen, das Oliver Wenzlaff mit zwei Zukunftsforschern geführt hat. (Seite 34) Warum erscheint das erst jetzt? Die Antwort ist: Weil es am besten zum Mix in diesem Heft passte. Weil ich neugierig war, wie weit wir in einem Jahr dem Vorausgesagten in Sachen KI schon nähergekommen sind, und weil ich dachte: Eben das könnte Sie auch interessieren.
Ein »Hä?« löst bei mir übrigens zuverlässig der Umstand aus, dass der Tod sich im Sachbuch schlecht verkaufen lässt. Denn – hallo?! – die Zielgruppe ist riesig! Wir alle verlieren im Laufe unseres Lebens liebe Menschen, begegnen Trauernden und müssen diese Welt irgendwann selbst verlassen. Wollen wir das denn nicht thematisieren, um gut für uns und andere sorgen zu können? Um eine Sprache für das »Unvorstellbare« zu haben? – Von Bleiben war nie die Rede ging zum Glück dennoch in die fünfte Auflage. Was seinen Verkaufserfolg gefördert hat, lesen Sie ab Seite 18. Und von Verlegerin Dorothée Kerstiens erfahren Sie, wie erst ein besonderer Verlagsvertrag ein Buch über Sternenkinder möglich machte und auf welche Vorbehalte es im stationären Buchhandel traf. (Seite 22)
Das »Hä?« liegt sprachlich nah am »Ha!«, immer wieder erstaunlich, was so zwei Umlautpunkte und ein Satzeichen für einen Unterschied machen, oder? Darüber mache ich mir tatsächlich lieber Gedanken als über die aktuelle Weltlage. *Hüstel* – In diesem Sinne: Auf ein 2026 mit mehr »Ha!« als »Hä?«!
Anke Gasch, Chefredakteurin
([email protected])






