
Vom 18.–26. April 2026 findet die Feministische Buchwoche statt. Sie wurde von den BücherFrauen ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, Autorinnen und ihre Werke sichtbarer zu machen. Frauen, die eine Veranstaltung durchführen möchten, können diese bei den BücherFrauen anmelden und auf deren Website ankündigen.
Zum vierten Mal lädt das Netzwerk der BücherFrauen zur Feministischen Buchwoche ein: mit Lesungen, Diskussionsrunden, Führungen, Verlagsvorstellungen, Bookstore-Crawls und anderen Veranstaltungen in Buchhandlungen, Bibliotheken oder Archiven.
Die Veranstaltungen sollen dazu animieren, Bücher von Frauen zu lesen. Denn nach wie vor würdigen zwei Drittel aller Rezensionen die Werke von Autoren, wie die Pilotstudie „Frauen zählen“ gezeigt hat.
Zehn Leitsätze der BücherFrauen
Die Veranstaltungen der Feministischen Buchwoche orientieren sich an diesen 10 Leitsätzen der BücherFrauen und in diesem Fall besonders an Leitsatz Nummer 10:
10 Leitsätze der BücherFrauen
1. BücherFrauen vernetzen Frauen aus allen Bereichen rund um Bücher und angrenzende Medien – regional, national und international.
2. BücherFrauen verbinden Angestellte und Selbstständige, Berufseinsteigerinnen und Führungskräfte.
3. BücherFrauen wurden von Feministinnen gegründet und arbeiten seitdem auf die Gleichstellung aller Geschlechter und Genderidentitäten hin.
4. BücherFrauen engagieren sich ehrenamtlich für das Netzwerk.
5. BücherFrauen unterstützen sich gegenseitig durch beruflichen Informationsaustausch und persönlichen Kontakt in einer mobiler werdenden Arbeitswelt.
6. BücherFrauen bieten Weiterbildung und Qualifizierung.
7. BücherFrauen beziehen Position in frauen- und branchenpolitischen Fragen.
8. Jede BücherFrau versteht sich als Repräsentantin des Netzwerks.
9. BücherFrauen zeigen gesellschaftspolitisches Engagement, um die im Grundgesetz verankerten demokratischen Werte (allen voran die Grundrechte, insbesondere Art. 1 [Menschenwürde und Menschenrechte], Art. 2 [Freie Entfaltung der Persönlichkeit] und Art. 5 [Freie Meinungsäußerung]) zu bewahren, auf deren Basis sie als Kulturschaffende tätig sind.
10. BücherFrauen treten für eine weltoffene und vielseitige Gesellschaft ein und stellen sich gegen jegliche Form von Diskriminierung und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit.
Frauen, die eine Veranstaltung anmelden möchten, müssen erklären, dass sie mit diesen 10 Leitsätzen der BücherFrauen einverstanden sind. Ein Mitglied der BücherFrauen müssen sie nicht sein.
Folgende Angaben sind außerdem zu machen:
- Name der Veranstaltung: z. B. Lesung aus "Mein Buch" mit Autorin Musterfrau
- Veranstalter*in: z. B. Buchhandlung Leselust
- Datum: xx.04.2026
- Uhrzeit: xx Uhr
- Veranstaltungsort: z. B. Malala-Yousafzai-Str. xx
- PLZ, Ort: z. B. 28719 Bremen
- ein kurzer Text (2, maximal 3 Sätze) zur Veranstaltung
- Link zur eigenen Website mit zusätzlichen Informationen, evtl. Telefonnummer oder E-Mail-Adresse zum Anmelden
- und ein passendes Bild, Querformat bevorzugt, min. 72 dpi, 933 x 620 px.
Alle Aktionen – mitmachen erwünscht! – werden auf dieser Website gesammelt:
> https://www.buecherfrauen.de/branchenthemen/feministische-buchwoche
Macht mit und stellt etwas auf die Beine!
Die BücherFrauen laden alle Interessierten dazu ein, sich mit Diskussionen, Lesungen, Verlagsvorstellungen, Veranstaltungen in Buchhandlungen, Bibliotheken und Archiven an der Feministischen Buchwoche 2026 zu beteiligen. Natürlich organisieren auch die Regionalgruppen der BücherFrauen einzelne Veranstaltungen. Aber je mehr Frauen mitmachen und aktiv werden, desto besser. Gefragt sind sowohl Präsenz- als auch digitalen Veranstaltungen. Denkt euch was aus! Macht mit!
Hashtags: #FemBuWo26 oder #FeministischeBuchwoche2026 und #BücherFrauen
Feministische Buchwoche – Auftaktveranstaltung in Kassel
Die Auftaktveranstaltung der 4. Feministischen Buchwoche findet am Samstag, den 18. April 2026, um 15 Uhr, gemeinsam mit dem Archiv der deutschen Frauenbewegung im Kulturhaus Dock 4, Zwischendeck, Karl‐Bernhardi‐Straße in Kassel statt.
Autorin Doris Hermanns liest aus ihrem Buch „Sand im patriarchalen Getriebe. Zur Geschichte der Frauen-Buch-Bewegung“. Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit der Autorin und ehemaligen Aradia-Buchladenfrauen statt, die Einblicke in die lokale Geschichte und Besonderheiten in Kassel geben. Ergänzt wird dies um passende Fundstücke aus dem Bestand des Archivs der deutschen Frauenbewegung. Die Veranstaltung wird gefördert vom Deutschen Digitalen Frauenarchiv.
Über die BücherFrauen
Das Branchen-Netzwerk BücherFrauen e. V. wurde 1990 nach dem Vorbild der englischen Women in Publishing (WiP) in München gegründet. Mittlerweile bündelt der Verein die Interessen von über 800 deutschen Verlagsfrauen, Buchhändlerinnen, Übersetzerinnen und Frauen aus anderen Arbeitsbereichen rund ums Buch.
Zielsetzung der BücherFrauen e. V. ist es, Kontakte herzustellen, Informationen und Erfahrungen auszutauschen, Jobs und Aufträge zu vermitteln und frauenspezifische Interessen in der Buchbranche zu vertreten.
Bundesweit sind die BücherFrauen in Regionalgruppen organisiert, die eigenständig Schwerpunkte bestimmen sowie Veranstaltungen organisieren, etwa Fachvorträge, literarische Ausflüge oder regelmäßige Vernetzungstreffen.
Außerdem bringen Mentoring-Projekte weibliche Nachwuchskräfte mit Führungsfrauen zusammen.
Blogbild: Manuchi (Denis Marchu), Pixabay
