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Beigetreten: 12.03.2014
Plotter oder Bauchschreiber?

Hallo zusammen!

Seid Ihr eigentlich Plotter oder Bauchschreiber?

Ich bin eine absolute Plotterin und richte mich beim Aufbau einer Geschichte nach strickten Regeln. Damit fahre ich ganz gut. Ich habe mehrere Schreibkurse gemacht, die mir sehr gefallen haben.

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    Beigetreten: 29.10.2014
    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
    Fr, 20.03.2015 08:36

    Ich bin auch eine Plotterin. Aber beim Ideenfinden und Verwerfen verlass ich mich schon aufs Bauchgefühl.

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      Beigetreten: 12.03.2014
      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
      Fr, 20.03.2015 15:27

      Ich bin von Natur aus ein Bauchschreiber und ich bin auch überzeugt, dass mir so mit Abstand die besten Ideen kommen. Dennoch lerne ich gerade mehr und mehr zu planen, weil die Kehrseite - das Verzetteln - zuviel Ärger macht. Ich suche noch nach der richtigen Balance. 

      Habe es kürzlich mit dem Fliegen verglichen: wenn ich losschreibe, läuft es wie im Autopilot und die Geschichte fließt einfach aus mir raus. Das ist super, aber ich will lernen, vorher eindeutiger die Koordinaten einzugeben. 

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        Beigetreten: 20.03.2015
        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
        Fr, 20.03.2015 20:35

        Ich tendiere eher zu einem gesunden Mix. Ein gesunder Plan und eine schöne Übersicht sind bei mir absoluter Muss, allein schon um dem Text eine Richtung zu geben. Sobald der grobe Plan steht, wird, mit Hilfe der richtigen Stimmung und ggflls. Musik, dem großen Ganzen das sensible und feine Detail eingehaucht. Ob ich währenddessen meine eigene Vorgabe verändere? - Ab und zu. Ob es hilft den Text zu spüren und sich nicht nur sachlich, sondern auch emotional darauf einzulassen? - Definitiv! 

         

        Den Vergleich mit dem Fliegen von R.F.v. Cube finde ich da auch sehr treffend! Nur, dass meine Koordinaten schon bekannt sind, allerdings die Flugroute turbulent und ungewiss ist.

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          Beigetreten: 22.09.2014
          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
          Sa, 21.03.2015 11:33

          Hi,

          ich bin definitiv ein Bauchschreiber. Bevor es losgeht, notiere ich mir nur einen groben Umriss von der geplanten Handlung, mache ein paar Notizen zu den Hauptfiguren -und dann geht es meist auch schon los. Ich habe nämlich festgestellt, dass, wenn ich vorher bis ins kleinste Detail alles plane, sich irgendwas ganz anders entwickelt und der Rest des Plans dann überflüssig wird.

          Aus dem Bauch heraus zu schreiben bedeutet aber auch, dass die Überarbeitung viel Zeit braucht, damit Anfang, Mitte und Ende logisch zusammenpassen. Doch das ist es mir wert, ich bin nunmal nicht besonders strukturiert. Und das "Drauflosschreiben" ist das, was mir am meisten Spaß macht. Darauf kommt es ja schließlich an. ;-)

          LG

          Julisa

           

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            Beigetreten: 28.02.2015
            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
            Sa, 21.03.2015 17:24

            Bisher war ich großteils Bauchschreiber und mein Bauch hat mich glücklicherweise kaum Stich gelassen.

            Mit der Verwendung von Patchwork hat sich das allerdings - eventuell? - geändert. Durch die Möglichkeit, sämtliche Strukturkomponenten an einem Ort sammeln und speichern zu können, motiviert mich, in Zukunft ebenfalls organisiert an Projekte heranzugehen. In der kommenden Version möchte ich etwas integrieren, dass der Schneeflockenmethode ähnlich ist, von der ich glaube dass sie zum Piloten gut geeignet ist. Solche Unterstützungen oder zum Beispiel ein Figurenblatt machen den anfänglichen Planungsvorgang, den ich bisher gerne übersprungen habe, zu einer doch wahrscheinlich auch interessanten Sache.

            Kann mir vorstellen, dass man mit einer guten Planung weniger Aufwand mit einer Nachbearbeitung hat. Andererseits könnte es sein, dass ich es vermisse, wenn sich eine Geschichte nicht mehr so wie bisher erlebt aus sich heraus vor mir entwickelt. Aber das wird sich dann herausstellen.

            Liebe Grüße
            Martin

            Gelöschter Nutzer
            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
            Mo, 23.03.2015 20:48

            Für meinen Roman habe ich erst mein Exposé erstellt und mich dann daran bei der Kapitelerstellung und -einteilung entlanggehangelt - also bin ich eigentlich eine brave Plotterin. Als es dann aber an die Überarbeitung (eine der vielen ...) des Romans ging, haben sich meine Figuren verselbständigt. Da kam dann wohl doch irgendwo ein Bauchschreiber her. Wie gut diese Kombination ist, wird sich zeigen, wenn das Manuskript an die Verlage geht ...

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              Beigetreten: 24.03.2015
              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
              Di, 24.03.2015 07:41

              Ich habe beides probiert. Mit dem totalen Plotten habe ich die absolute Bauchlandung erlebt. Aus dem Bauch heraus zu schreiben geht mir besser über die Finger. Was nicht heisst, dass ich keine Zeitlinie habe oder keinen Plot. Es gibt bei meinem aktuellen Projekt einen flexiblen Plot, dessen fixe Eckpunkte ich nicht umwerfe. Allerdings lässt mir das genügend Spielraum, Ideen einzubauen oder wenn sie aktuell nicht passen, ihnen ein Plätzchen in einem anderen Band zu suchen.

              Grüssele aus Bochum

              Sabine

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                Beigetreten: 26.08.2014
                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                Di, 24.03.2015 21:46

                Kurze Geschichten: aus dem Bauch.

                Mein erster ernsthafter Roman verlangt aber nach einem Plot, nach strukturierter Personenentwicklung, nach einem Plan. Sonst geht der Rote Faden verloren.

                 

                 

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                  Beigetreten: 30.03.2014
                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                  Mi, 25.03.2015 08:13

                  Eindeutig Bauchschreiber. Ich war selbst von der Entwicklung des Manuskripts überrascht. Nach kürzester Zeit haben die Figuren laufen gelernt, und es kamen neue Charaktere dazu. An eine große Überraschung schlossen sich unzählige weitere an, und es hat bis zum Schluss geklappt. Zwischendurch musst ich die nächste Idee ausjonglieren und etwas Geduld haben bis die Eingebung kam. Alles in allem war es ein tolles Abenteuer. Es ging hauptsächlich darum, die Grenzen im Kopf zu verlieren. Immer nach dem Motto "Nichts ist unmöglich". Hat sich der Plotter irgendwann eingeschlichen? Ich glaube eher, es war reine Kombinationsgabe, wie es weiter ging. Die Charaktere haben ihr Potential ausgespielt.
                   

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                    Beigetreten: 24.03.2015
                    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                    Mi, 25.03.2015 14:17

                    Ich habe mit Schema F, das zu erfüllen ist, immer ein Problem für mich persönlich gehabt, und für mich gibt es auch kein "entweder / oder". Gewöhnlich ist bei mir als erstes eine Figur da, die sozusagen will, dass ich über sie schreibe. Wenn sich dann noch ein "plot" oder ein paar Einzelszenen für sie entwickeln, beginne ich mit dem Schreiben, und ab dann versuche ich daraus eine Geschichte zu machen. Sobald eine ungefährte Länge da ist und die Form (Roman, kurze Geschichte, seltener Lyrik) feststeht, beginnt mir die gezielte Planungsphase.

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                      Beigetreten: 14.03.2014
                      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                      Mo, 30.03.2015 08:37

                      Ich bin eher der Nicht-Plotter. Bei kurzen Texten sowieso nicht, bei langen beginne ich oft mit einem Thema und/oder einer Zielvorgabe (was für ein Problem bekommt die Figur?). Einmal habe ich auch einfach mit einer Überschrift angefangen und dann meinem Kopfkino zugeschaut. Ab einer bestimmten Stelle kristalisiert sich natürlich ein konkretes Figurenensemble heraus, eine Art Route zum Ziel hin und das „Thema“ wird zum Prägestempel weiterer Entwicklungen. Dann habe ich im Kopf oder auf Notizzetteln ein paar Marksteine, die ich anvisiere. Oder – bei dem Buch, das noch in der Schublade wartet, z. B. – es hat sich zwar ein wunderschönes komplexes Panorama eröffnet, aber ich merke, dass ein Element in dem Geflecht noch zu schwach auf der Brust ist, und ich skizziere die Stränge, um zu sehen, wo die Lücken genau sind und ob sich aus den anderen Strängen stützende Querfäden spannen lassen.

                      Im Übrigen habe ich festgestellt, dass meine Neugier auf eine Geschichte sich beim "innerlichen Plotten" (also nicht mit Zettel und Datei {mach ich wie gesagt, eigentlich nie} sondern nur im Kopf), schon mal so abkühlen kann, dass ich sie dann doch nicht schreibe. Andererseits sind scheinbar kleine Ideen beim "Abschreiben vom Kopfkino" zu interessanten Storys gereift. 

                      Mein größtes Aha-Erlebnis beim Schreiben war mal (am Anfang des Schreibweges), dass ich genau wusste, dass eine Figur ("der Böse") sterben musste, und ich wie irre an Unfallchancen gebaut habe. Bis mit klar wurde, wem der Tod wirklich nutzt - also hat diese Figur den Bösen dann erschossen. Sowas hätte ich nie geplottet, aber diese Baucherkenntnis hat die Story zu einer der wichtigsten im ganzen Zyklus gemacht. (Auch wenn der Schreib/Erzählstil damals noch stark verbesserungswürdig war.) Seitdem vertraue ich lieber der Geschichte, schaue ihr zu, statt sie von vornherein zu planen.

                       

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                        Beigetreten: 01.04.2015
                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                        Do, 02.04.2015 14:16

                        Hallo zusammen,

                        für meinen ersten Krimi habe ich die Handlung kaum geplant. Zwar schrieb ich einen Handlungsverlauf, aber der entstand eher aus dem Bauch heraus. An den zweiten Krimi gehe ich jetzt systematischer heran, weil das auch meiner sonstigen Arbeitsweise entspricht.

                        Nach der Teilnahme an einem Schreibworkshop habe ich mich zuerst der Figuren angenommen und anhand von Tabellen die Charaktere entworfen: Alter, Beruf, Wohnort, charakteristische Wesenszüge, Ansehen im Ort und vieles mehr. Aus diesen sehr detaillierten Beschreibungen heraus entsteht gerade der Plot - und ich bin überrascht, wie jetzt schon die Figuren eine Eigendynamik entwickeln und die Handlung vorantreiben, deren Richtung ich allerdings vorgebe. Das ist für mich eine gelungene Mischung (stimme Marc und Birgit zu): Ich behalte den Handlungsverlauf in der Hand und doch haben die Figuren so viel "Freiheit" sich zu entfalten.

                        VG, Petra 

                        Gelöschter Nutzer
                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                        Do, 02.04.2015 17:09

                        Das was du gerade beschreibst, Petra, das finde ich so schön beim Plotten. Dass man über die Figurenentwicklung überhaupt erst das Thema und damit den Plot entdeckt. Seit ich diese Erfahrung gemacht habe, befasse ich mich mit Vorliebe und mit viel Zeit mit meinen Figuren. Und irgendwann kommt dann eine aus der Deckung, die die wahre Geschichte erzählen will. 

                         

                        VG, Dorit 

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                          Beigetreten: 17.03.2014
                          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                          Sa, 04.04.2015 13:54

                          Es kommt drauf an ...
                          Bei meinen Sachbüchern plotte ich.
                          Romane schreibe ich lieber aus dem Bauch heraus, nur um dann wenig später festzustellen, dass ich mich verzettelt habe. Dann fange ich an zu plotten. Bei meinem momentanen Projekt bin ich noch ziemlich unorganisiert und muss meinen Weg finden. Ich glaube aber, dass mich Plotten tatsächlich weiterbringen wird.

                          lg
                          Elli
                           

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                            Beigetreten: 04.10.2014
                            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                            Fr, 03.04.2015 19:52

                            Ich bin vom Bauchschreiber zum Plotter geworden, weil (da nehme ich gerne das Beispiel von Robert Friedrich von Cube) ich mich ganz oft verflogen habe. Der größte Fehler der mir dabei entstand, hießt "Unstimmigkeit". Dinge oder Personen, die aus dem Nichts auftauchten weil ich gerade nicht weiter kam u.ä. Seit ich meine Plots plane, haben meine Geschichte nachvollziehbare Wendungen und Ereignisse.

                            Ich könnte gar nicht mehr ohne Plan. Sicherlich gibt es dennoch ab und an  Korrekturen aber die halten sich im Rahmen.

                             

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                              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                              Di, 07.04.2015 19:54

                              Erst Bauchschreiberin, dann Plotter-Probiererin, mittlerweile ein Mix aus Beidem. Ich weiß mittlerweile, wenn mir die Story vertraut ist und die Figuren samt dramaturgischer Höhen und Tiefen bekannt sind, kann ich sie laufen lassen. Da kann eine Szene dazukommen, dort etwas eine leicht andere Richtung nehmen.

                              Meine Erklärung dafür ist - die Geschichte und ihre Figuren werden erst mit dem tatsächlichen Schreiben am Buchtext lebendig.

                               

                              LG

                              Anni

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                                Beigetreten: 14.03.2014
                                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                Do, 09.04.2015 15:17

                                "Meine Erklärung dafür ist - die Geschichte und ihre Figuren werden erst mit dem tatsächlichen Schreiben am Buchtext lebendig."

                                … geht mir ähnlich. Es ist, als ob sich die Geschichte von selbst entwickelt und ich sie nur noch aus meinem Kopfkino abschreiben muss. Zumindest bei meinen besten Texten klappte das so – alles, woran ich echt bauen musste, wurde merkbar schwächer.

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                                  Beigetreten: 12.03.2014
                                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                  Fr, 10.04.2015 11:55

                                  Ich entwickele zu allererst das Ende der Geschichte, damit ich weiß, wo die Reise hingeht. Das bedeutet natürlich nicht, dass sich im Verlauf der Arbeit nicht auch noch Etwas daran  ändert, aber man kann zielstrebiger arbeiten. Dann entwickele ich erstmal gaaanz lange die Charaktere. Verpasse jeder Figur einen kompletten Lebenslauf, schreibe deren Geschichte und Umfeld komplett auf (was im Roman dann gar nicht auftaucht, die Figur aber komplett und lebendig werden lässt). Wenn ich meine Pappenheimer dann richtig gut kenne, designe ich den Plot nach der Snowflake-Method (was am Ende ein fertiges Exposé und eine ca. 50-seitige Kurzform der Handlung nebst Charakterstudien ergibt. Manche Verlage stehen angeblich auf solche Gimmicks). Dann schreibe ich Szene für Szene (muss nicht in der "richtigen" Reihenfolge passieren, Schlüsselszenen kommen bei mir zuerst). Da die Figuren sowieso irgendwann beim Schreiben ihre Stimme erheben und mir sagen, wo es jetzt aber wirklich lang geht, muss die Planung kontinuierlich überarbeitet werden.

                                  Ohne Plotten verliere ich bei einem Mammutprojekt wie meinem aktuellem (´ne Fantasy-Sci-Fi-Horror-Thriller-Crossover-Ennealogie mit 400-600 (Norm-) Seiten je Band) irgendwann komplett den Überblick, und das merkt der Testleser wahrscheinlich noch vor dem Autor ;-)  

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                                    Beigetreten: 12.03.2014
                                    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                    Fr, 10.04.2015 12:04

                                    Bauchschreiber 1f61c  Im Vorfeld zu plotten funktioniert bei mir nur bedingt. Zu vieles verändert sich währen des Schreibens und am Ende steht eine andere Geschichte auf Papier. Ich plote und recherchiere während des Schreibens. Damit bin ich bisher immer gut gefahren. ;-) 

                                     

                                    Liebe Grüße

                                    Christa

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                                      Beigetreten: 12.03.2014
                                      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                      Fr, 10.04.2015 12:34

                                      Liebe Christa, dann bist du ja eine plottende Bauchschreiberin 1f61c

                                      Ich plane ja auch nicht alles fest von Anfang an, das geht auch nicht, aber ich erarbeite eine Art von Entwurf, etwas an dem ich mich grob orientieren kann, eine Art Grundgerüst. Während des Schreibens entwickeln sich die Pro- und Antagonisten natürlich und Änderungen in der Planung sind notwendig. Da ich mit der Software "Snowflake Pro" plotte, ist das recht einfach. Bei Zettelwirtschaft würde ich im Chaos versinken.

                                      Freut mich, eine Fantasyautorin hier an Bord zu wissen 1f 603 , wenngleich wir nicht das gleiche Subgenre teilen. Der Klappentext Deiner "Wölfin des Lichts" liest sich interessant, ist für mich aber eher zu "Mädchen" 1f 604 Da kam mir spontan eine Story über eine gewisse Bella und ihren Edward in den Sinn ...

                                      Bei mir (also in den Texten) gehts da rauer zu (irgendwo entfernt wie ne Mischung aus King´s "Talisman" und Martins "A Song of ice and fire"). Wobei ein bisschen Romantik zu einer guten Story immer dazugehört...

                                      Eine Off-Topic-Frage, falls das OK ist: Auf Deinem Bookhouse-Steckbrief  steht unter Lieblingsbuch: Das Leben und das Schreiben ... meinst Du das von King?

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                                        Beigetreten: 12.03.2014
                                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                        Sa, 11.04.2015 11:24

                                        Hallo Dirk, 

                                        eine plottende Bauchschreiberin zu sein, gefällt mir. 1f60e Die Snowflake Methode ( ich wusste nicht, dass es eine Software gibt) funktioniert bei mir nicht.

                                        Bella und Edward Glizi, NEIN bitte nicht ;-)  "Talisman" habe ich natürlich auch gelesen* und ja " Das Leben und das Schreiben " von King. Ein fantastisches Buch, das ich bereits mehrmals und nicht zum letzten Mal gelesen habe. 

                                         

                                        Liebe Grüße

                                        Christa 

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                                          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                          Sa, 11.04.2015 16:27

                                          Liebe Christa,

                                          bei mir funktioniert die Snowflake-Method auch nicht, wenn ich sie nicht vorher meinen Bedürfnissen anpasse. Aber mein "Rezept" dafür ist individuell und ungefähr so geheim wie die Herstellung der "Chicken McNuggets" (... und nein, meine Stories bestehen nicht aus rosa Schleim. Auf jeden Fall nicht rosa 1f 608

                                          Stephen King ist wirklich ein beeindruckender Autor, leider auch ein literarisch unterschätzter. "Das Leben und das Schreiben" habe ich auch bereits mehrfach gelesen, und obwohl "der Meister" darin selten konkret wird, ist es für andere Autoren durchaus hilfreich, es zu lesen. "Der Talisman" ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher, die Fortsetzung ist auch klasse, kommt aber ncht ganz an den ersten Teil heran. Kann aber auch daran liegen, dass einige Jahre zwischen den Büchern liegen, und ich mich in dieser Zeit natürlich auch verändert habe ...

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                                            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                            Sa, 11.04.2015 18:18

                                            Hallo Dirk,

                                            die Snowflake-Methode funktioniert bei mir im Nachinein ausgezeichnet. Aber dann benötige ich sie ja nicht mehr 1f61c Was ich sehr gerne nutze ist die Heldenreise und das DreiAktModel, obwohl es bei mir nie bei 3 + bleibt ... 

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                                              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                              So, 12.04.2015 13:01

                                              Marc B. Rieger schrieb:

                                              Ich tendiere eher zu einem gesunden Mix. Ein gesunder Plan und eine schöne Übersicht sind bei mir absoluter Muss, allein schon um dem Text eine Richtung zu geben. Sobald der grobe Plan steht, wird, mit Hilfe der richtigen Stimmung und ggflls. Musik, dem großen Ganzen das sensible und feine Detail eingehaucht.

                                               

                                              Dem kann ich nur zustimmen.
                                              Ein Plotplan findet sich bei mir zwar schon, aber der kann auch ganz leicht umgeworfen werden.
                                              Ein Mix aus beidem finde ich ist ganz gut

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                                                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                So, 12.04.2015 13:18

                                                Christa schrieb:

                                                  Was ich sehr gerne nutze ist die Heldenreise und das DreiAktModel, obwohl es bei mir nie bei 3 + bleibt ... 

                                                Liebe Christa, irgendwie ist jeder Roman eine Heldenreise, zumindest im Fantasygenre. Aber ich verstehe was Du meinst. Die Snowflake-Method ist übrigens nichts weiter als eine von mehreren "Bedienungsanleitungen" des DreiAktModells, wobei es bei mir auch mal vier, fünf oder sechs werden können. Ich setze mir beim Planen in der Regel eine 400 Normseiten-Grenze, damit ich tatsächlich bei 600 + Seiten ein Ende finde. Nach dem Kürzen, versteht sich 1f60f

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                                                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                  So, 12.04.2015 18:51

                                                  Dorit, wegen meines Brotjobs komme ich leider nicht so oft dazu, hier reinzuschaeun. Deshalb erst jetzt die Rückfrage: Was meinst du mit

                                                  Emilia schrieb:

                                                  Und irgendwann kommt dann eine aus der Deckung, die die wahre Geschichte erzählen will. 

                                                  VG, Petra

                                                  Gelöschter Nutzer
                                                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                  So, 12.04.2015 20:33

                                                  Damit meine ich, dass es nicht immer die von mir "festgelegte" Hauptfigur sein muss, die die Story erzählt. So war es z.b. bei meinem aktuellen Projekt. Zuerst eine relativ überschaubare Story, eine Liebesgeschichte, ein Paar, knapp um die vierzig. Über die ausgiebige Figurenentwicklung bin ich auch in die Lebensgeschichte der Schwiegermutter meiner Heldin eingestiegen, und siehe da, bei ihr fand ich den Ursprung der Geschichte und vor allem das eigentliche Thema meines Romans. Ich frage mich gern, über welches Thema möchte ich schreiben? Was ist mir wichtig? Was beschäftigt mich? Im aktuellen Manuskript beschäftige ich mich mit der Frage, was passiert, wenn ein Mensch konsequent selbstbestimmt lebt. Einschließlich seines letzten Tages?

                                                  Und so ein Thema, seine Bewältigung, seine Interpretation überlasse ich dann meinen jeweiligen Figuren, denn jeder Mensch wird so eine Aufgabe anders lösen. Und sein jeweiliges Umfeld wird anders damit umgehen. Das alles hat sich aber erst im Laufe der Konzeption entwickelt. Ursprünglich hatte ich "nur" eine Familiensaga im Auge. Die ist immer noch da, aber inzwischen bildet sie eher die Muttererde. :-) 

                                                   

                                                  VG, Dorit

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                                                    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                    Mo, 13.04.2015 22:19

                                                    Ich würde mich als 50 % Plotter und 50 % Bauchschreiber bezeichnen. Der grobe Handlungsrahmen: Welche Figuren sind wichtig, warum handeln sie, welche Wendungen gibt es warum etc. sind vor der ersten Zeile Text fertig. Insbesondere weiß ich, wie die Geschichte endet, und wie es dazu kommt.

                                                    Dann zerlege ich die Idee in einzelen "Szenen". Das sind Spiegelstriche, die mit 1-4 Sätzen erklärt werden. Früher in einer eigenen Datei, heute als Szenen in Papyrus.

                                                    Beim Schreiben stelle ich dann immer wieder fest, dass diese Szene sehr unterschiedlich lang sind. Manchmal ist ein Spiegelstrich ein ganzes Kapitel, manchmal gehen drei oder fünf Szene in ein Kapitel. Außerdem machen sich die Figuren in geringen Umfang selbstständig, sodass ich Szenen einfüge, Reihenfolgen umstelle oder ganze Handlungsstränge noch einbaue. Dass ich aber eine einmal vorgedachte Szene nicht verwende, ist bisher nicht vorgekommen. Dazu sind sie mir zu wichtig. Es kann aber sein, dass eine Szene, die eigentlich weiter hinten oder vorne gedacht war, an eine andere Stelle rutscht.

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                                                      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                      Di, 14.04.2015 14:45

                                                      Ja, Dorit, so ähnlich geht es mir auch und deshalb ist auch für mich das Plotten schon spannend, weil mich die Handlungen der Figuren selbst überraschen. Je mehr ich mich in ihren Charakter, in ihre Verhaltensweisen versetze, desto individueller werden sie.

                                                      VG, Petra

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                                                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                        Di, 14.04.2015 23:34

                                                        Bauchschreiber. Aber um meinen ersten Roman zu vollenden, werde ich plotten MÜSSEN.

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                                                          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                          Mi, 15.04.2015 15:41

                                                          Ich bin eine totale Bauchschreiberin, bis jetzt.

                                                          Nur ein grobzügiger Plot:  So, als würde ich auf eine abenteuerliche Weltreise gehen, bei der ich zwar weiss, wann, wo und wie ich abfahre, welche Länder ich bereisen werde, aber ich weiss nicht im Voraus, welche Orte ich besuchen werde. Und vom Ziel lasse ich mich überraschen. Ein detailliertes Plotten würde mich zu sehr in meiner Phantasie eingrenzen.

                                                          Bei meinem nächsten Projekt aber, einem historisch-fictionalen Roman, da muss ich detaillierter plotten, da sich mehrere Handlungsstränge durch ein Jahrhundert ziehen.

                                                          Bei Kurzgeschichten gibt es nicht einmal einen grobzügigen Plot. Da ist eine Idee, ein Wort und dann lasse ich mich von meinen Figuren überraschen. Ich bin dann nur noch die Füllfeder (Tastatur) meiner Figuren.

                                                           

                                                           

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                                                            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                            Mi, 15.04.2015 20:00

                                                            Ich war bisher immer eine Bauchschreiberin. Jetzt habe ich  mir einen Kurs gegönnt und musste dort meinen Roman plotten. Was soll ich sagen - es ist echt was wert. Bei Kurzgeschichten bleib ich beim Bauchschreiben, aber größere Projekte laufen für mich einfach besser mit Plotten. 

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                                                              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                              Fr, 24.04.2015 14:06

                                                              jon schrieb:

                                                              "Meine Erklärung dafür ist - die Geschichte und ihre Figuren werden erst mit dem tatsächlichen Schreiben am Buchtext lebendig."

                                                              … geht mir ähnlich. Es ist, als ob sich die Geschichte von selbst entwickelt und ich sie nur noch aus meinem Kopfkino abschreiben muss. Zumindest bei meinen besten Texten klappte das so – alles, woran ich echt bauen musste, wurde merkbar schwächer.

                                                              Dazu ist für mich aber Bedingung, dass meine Figuren mir gut bekannt sind, ich sie also gut entwickelt habe, ihre Geheimnisse, Vorlieben und Ziele kenne und auch ihre Konflikte.

                                                              Dann können die "wie von selbst" agieren. Ist ein wenig wie bei vielem im richtigen Leben, wo man nicht mehr drüber nachdenkt, sondern intuitiv entscheidet. Das tun die Figuren dann quasi auch.

                                                              LG

                                                              Anni

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                                                                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                Fr, 24.04.2015 14:21

                                                                Hallo Anni, einen Teil meiner Figuren kenne ich auch vorab (aus anderen Storys oder weil ich ein "reales" Pendant im Kopf habe), bei "Warén" zum Beispiel(!) habe ich die Kara aber tatsächlich erst beim Schreiben kennengelernt.  :) Zumindest fühlte es sich so an, in Wirklichkeit hab ich auch diese Figuren gebaut, klar, aber mit nur unwesentlichen Vorsprung vor dem Aufschreiben. 

                                                                  Status:
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                                                                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                  So, 26.04.2015 11:01

                                                                  Ich sehe mich ebenfalls eher als einen Bauchschreiber als einen Plotter. Es ist etwa so wie mit Strategie und Taktik. Ich bin kein großer Stratege. Ich werfe vorher im Generalszelt einen Blick auf die Karte und merke mir ein paar strategisch bedeutsame Punkte, aber ich weiß irgendwie, dass die Schlacht nicht auf dem Reißbrett, sondern da draußen im Feld stattfindet, und dass man sich von einer Strategie je nach Verlauf der Auseinandersetzung taktisch klug lösen können muss, wenn es die Situation erfordert, wenn man am Ende siegreich (oder wenigstens lebendig) davonkommen will.

                                                                  Ich verlasse mich (vielleicht mitunter zu sehr) auf meine Figuren und darauf, dass sie mich schon dorthin führen werden, wo ich eigentlich hin will (ohne mir dieses Wollen vorher zu klar vor Augen geführt zu haben). Manchmal glaube ich zu wissen, wo ich hin will, aber die Geschichte zeigt mir im Geschriebenwerden dann, dass ich eigentlich ganz woanders hinwollte. Wo es auch schön ist.

                                                                  Ich habe es in der Vergangenheit mal mit Plotten versucht (oder dem, was ich dachte, dass es Plotten ist), aber das Ergebnis war, dass man am Ende das Gerippe unter der zu dünn geratenen Haut erkennen konnte, und das ist kein schönes Ergebnis. Vielleicht habe ich es auch nicht richtig gemacht. Keine Ahnung. Möglicherweise sollte ich mal einen Workshop besuchen, um die Rosinen des Plottens erkennen und herauspicken zu können. Als passionierter Bauchschreiber (vermutlich auch, weil ich davon so viel habe ... ich meine den Bauch) hat ausführliches Plotten für mich etwas Entzauberndes, es erstickt die Überraschungen, es fesselt die Intuition. Man darf ja wohl noch Vorurteile haben! 1f 604

                                                                  Das bedeutet allerdings nicht, dass ich mir vor dem Schreiben keine Gedanken mache, wohin die Reise gehen soll. Ich suche mir (um das Bild eines Routenplaners zu bemühen) zwischen "Heimatort" und "Ziel" vorab einfach einige reizvolle Zwischenziele, über die ich meine Reiseroute führen möchte. Ich behalte mir aber vor, von der da geplanten Route abzufahren, wenn ein Hinweisschild auf ein Hünengrab mitten im Feld oder ein Volksfest mit Live-Musik und Trachten im Nachbarort aufmerksam macht. Das heißt, dass ich in gewisser Weise schon genau weiß, was eigentlich passiert, nur noch nicht, wie die Figuren damit umgehen werden. Und deren Umgang mit dem, was geschieht, verändert dann möglicherweise wiederum, was als nächstes geschehen wird, usw. usf. Das heißt: letztlich entscheiden die Figuren für mich, wo es langgeht, und deren Natur, Wesen, Kompass (und ggf. auch Funktion für die Geschichte) fixiere ich vor dem Beginn des Schreibens schon recht gewissenhaft. Man kann schließlich nicht mit gar nichts loslegen ... 1f 617

                                                                  Letztlich denke ich aber auch, dass es eine Frage der eigenen Natur ist, womit man besser fährt. Wie so oft liegt die "Wahrheit" vermutlich in der Mitte. Aber ich entsinne mich auch noch der von einigen Mitschülern mit leicht panischem Flackern im Blick vorgetragenen Frage im (viel zu lange her seienden) Deutschunterricht, nach welchem Schema, mit welcher Struktur denn in der Klausur der zur Interpretation vorgelegte Text exegiert werden solle? Aufbau, Reihenfolge, Umgfang (am besten noch mit empfohlener Wortzahl) ... Struktur half da einigen zweifellos, die anstehende Aufgabe erfolgreich zu meistern. Ich konnte damit nie etwas anfangen. Ich musste den Text lesen, und der sagte mir dann, was ich zu tun hatte. Was durchaus die Gefahr barg, dass er mir leider gar nichts sagte, wenn es drauf ankam ... manchmal wäre ein wenig Struktur als Fallschirm vielleicht doch gar nicht mal so schlecht gewesen ... 1f 636

                                                                    Status:
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                                                                    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                    Mo, 27.04.2015 07:55

                                                                    Hey...

                                                                    Ich bin inzwischen zu den Plottern gewechselt, nachdem ich mich beim reinen Bauchschreiben völlig verlaufen und kein Ziel mehr hatte.

                                                                    Meine Romane plane ich nach der 7-Point-Structure (einfach mal Dan Wells bei You-Tube suchen) und fahre gut damit. Wenn ich die 7 Punkte zusammen habe, überlege ich mir die Szenen, verpasse ihnen einen kurzen prägnanten Titel und eine 1-Satz-Zusammenfassung, maximal 2 Sätze. Wenn das fertig ist, entwickle ich die Figuren. Zuerst nach Lajos Egri, dann gibts ein Interview mit über 100 Fragen (bisher hat nur ein Charakter das Interview abgebrochen, aber der war auch ein A*** ^^). Damit hab ich erstmal das Gefühl für meine Figuren bekommen. Anschließend überlege ich mir grob für jede wichtige Figur, wie sie die Geschichte erlebt und lasse sie in der Überlegung dann jeweils die Hauptperson sein. Tja, und dann gehts los ^^

                                                                    Ich muss auch chronologisch schreiben. Ich kann nicht irgendeine Szene nehmen, sondern muss mich von vorn bis hinten durcharbeiten. Sonst stimmt für mich das Gefühl nicht. Trotz der doch recht genauen Planung, hat jede Szene die Möglichkeit, sich frei zu entfalten. Ich achte lediglich darauf, dass das vorher festgesetzte Ziel erreicht wird. Die Art und Weise habe ich kaum mehr mitzubestimmen. Das macht die Geschichte, bzw. die Figuren. Dabei lerne ich oft selbst noch etwas über meine Geschichte, was ich vorher nicht wusste ^^

                                                                    Federgruß

                                                                    Nina

                                                                      Status:
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                                                                      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                      Di, 28.04.2015 14:36

                                                                      Zitat:Meine Romane plane ich nach der 7-Point-Structure (einfach mal Dan Wells bei You-Tube suchen) und fahre gut damit.

                                                                       

                                                                      Liebe Nina,

                                                                      die Methode kannte ich (so) noch gar nicht und finde sie sehr interessant! Die Videos sind zudem (zumindest für Autoren) amüsant anzuschauen (meine Frau fragte mich, als ich sie mir vorhin ansah: "Was gucktst du denn da wieder für einen $&!!§&" ?)

                                                                      Ich werde die Methode mal testweise mit meinem aktuellen Projekt durchspielen und gegen die Snowflake-Methode stellen, mit der ich (in einer für mich abgewandelten Form) arbeite.

                                                                      Danke für diese Bereicherung meines "Erfahrungshorizonts"!

                                                                      Liebe Grüße vom Geschichtenerfinder
                                                                      Dirk

                                                                      PS.: Danke liebes Autorenwelt-Team für die (jetzt) gute Zitierfunktion im Forum! Mir ist aufgefallen, dass ich nur auf das Zitieren-Symbol klicken muss, dann den zu zitierenden Text markieren und einfach mit der Maus oder dem Finger (Touchscreen/-pad) zwischen die Klammern ziehen kann. Cool!

                                                                      Vielleicht bin ich aber auch nur der letzte, der es geschnallt hat ;-)

                                                                        Status:
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                                                                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                        Do, 30.04.2015 09:02

                                                                        Plotter.

                                                                        Das geht teilweise schon so weit, dass ich eine sehr genaue Vorlage dessen habe, was ich dann schreiben werde. So genau, dass allein die Vorlage oft schon aus halb so vielen Anschlägen besteht wie der fertige Text zum Schluss. Ich trenne einfach das Plotten und die Handlung und alles, was da dazugehört, ganz gerne vom Sprachlichen. Wenn ich den Text schreibe, möchte ich einfach nicht mehr an die Wand schauen müssen und darüber nachdenken, was dieser und jener Charakter jetzt tun oder sagen würde. Das möchte ich schon wissen, bevor ich den Text schreiben anfange.

                                                                        Änderungen dazu kann es natürlich immer noch geben. Aber ich versuche, genau genug zu planen und mir über möglichst alles Gedanken zu machen, bevor ich noch die erste Zeile tippe.

                                                                        Ich bin aber auch ganz einfach ein sehr strukturierter, zahlenaffiner und tabellarisch denkender Mensch. Liegt also wohl in der Persönlichkeit. ;)

                                                                          Status:
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                                                                          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                          Mo, 04.05.2015 20:43

                                                                          Bei mir macht's auch die Mischung. Wenn ich mich einer Geschichte nähere, plotte ich sehr gerne, das finde ich aufregend und beruhigend gleichermaßen. (Neben meinem Schreibtisch hängt der Spruch: "You can keep calm if you plot the novel first!" Genau!) Ich mache mir vor allem zum Grundthema der Geschichte viele Gedanken, die Figuren selbst erzählen mir dann während des Schreibens immer mehr über sich. Aber ich muss auch vorher gewisse Dramaturgie-Punkte kennen, um loslegen zu können. Zu sehr in die Details gehe ich aber nicht, dazu bin ich dann zu ungeduldig. Spätestens wenn ich den ersten Satz weiß, muss ich anfangen zu schreiben. Aber die fixen Punkte helfen mir, mich nicht im Wald zu verirren. Gerade Anfänger, glaube ich, tun sich leichter, wenn sie sich vorher schon Gedanken über den Ablauf der Geschichte gemacht haben. Es gibt nichts Schöneres, als zu schreiben und die nächste Etappe schon vor sich zu sehen, das Ziel vor Augen zu haben.

                                                                            Status:
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                                                                            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                            Di, 05.05.2015 12:55

                                                                            Ich bin ein  absoluter Bauchschreiber! Mehr als die Ausgangsidee und eine Vorstellung über die erste Szene habe ich selten. Und dann fange ich an zu schreiben. Und während des Schreibens kommen dann die Ideen. Darüber brauche ich auch nicht zu diskutieren, denn so läuft mein Kreativprozess eben ab. Dass ich dann gefühlte 20 000 mal überarbeiten muss, ist mein Problem, das ich niemandem wünsche.
                                                                            Mittlerweile stecke ich viel Denkarbeit in das Setting und in die Figuren. Das hilft. aber fünfmal überarbeiten muss ich immer noch. What shall's

                                                                            Liebe Grüße
                                                                            Wolf

                                                                             

                                                                             

                                                                              Status:
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                                                                              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                              Di, 05.05.2015 13:23

                                                                              Zitat: Darüber brauche ich auch nicht zu diskutieren, denn so läuft mein Kreativprozess eben ab.

                                                                              Dein Statement ist angekommen. Jeder hat seinen eigenen Stil, sowohl was die Arbeitsmethodik angeht als auch den letztendlichen Text betreffend. Und das ist auch gut so, denn wenn wir hier alle gleiche Arbeitsmethoden und Ansichten hätten, gäbe es wohl keine Daseinsberechtigung für ein (Diskussions-) Forum in der Autorenwelt.

                                                                              Zitat: aber fünfmal überarbeiten muss ich immer noch.

                                                                              Nur fünf Mal? Du glücklicher 1f61c

                                                                                Status:
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                                                                                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                Do, 07.05.2015 11:09

                                                                                Juhu!

                                                                                Ich möchte auch in den Club der plottenden Bauchschreiberinnen bzw. bauchschreibenden Plotter :) Wo gibts das Aufnahmeformular?

                                                                                Fahre damit seit Jahren immer wieder gut, egal in welchem Genre oder ob Theater oder Drehbuch. Recherche während des Schreibens erwies sich ebenfalls als das Beste für mich!

                                                                                  Status:
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                                                                                  RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                  Do, 07.05.2015 11:20

                                                                                  Mein Bauch macht Verdauungsgeraeusche. Zu was anderem taugt der seit Eintritt der Wechseljahre nicht mehr.

                                                                                    Status:
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                                                                                    RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                    Do, 07.05.2015 22:48

                                                                                    Zitat: Mein Bauch macht Verdauungsgeraeusche. Zu was anderem taugt der seit Eintritt der Wechseljahre nicht mehr.

                                                                                    Passt wohl eher in die Rubrik "Infodump" und  trägt zum Thema leider nichts kostruktives bei (zumindest nach meiner bescheidenen, persönlichen Meinung).

                                                                                    Vielleicht habe ich Deine Botschaft auch völlig mißverstanden? Da Du hier im Forum zu den Profis gehörst, tippe ich mal auf letzteres ...

                                                                                    Viele Grüße
                                                                                    Dirk
                                                                                     

                                                                                      Status:
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                                                                                      RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                      Fr, 08.05.2015 08:55

                                                                                      Nee, hast Du nicht. Das war ein voellig unnoetiger - und keineswegs bierernst gemeinter - Beitrag.

                                                                                      Ich finde den Begriff "Bauchschreiber" nur so fuerchterlich grauslig, was durchaus daran liegen kann, dass ich zu beschraenkt bin, mir vorzustellen, wie man mit dem Bauch schreibt, denkt, fuehlt (vom oben genannten abgesehen) o.ae. In die gleiche Kategorie gehoert fuer mich "Herzblut" - noch einen Zacken schlimmer. Wenn einer zu mir sagt: "Ach, da hast du wohl dein ganzes Herzblut reingesteckt" oder "Hoer doch mal auf dein Bauchgefuehl", wuensch ich mir immer ein Beissholz. Bei mir herzblutet und bauchfuehlt da nix., ich brauch' zum Schreiben meinen Kopf, und der tut mir dabei ziemlich oft weh. Dass das aber mit groesster Wahrscheinlichkeit ein Defizit von mir ist, bestreite ich gar nicht. Das ist eben so, und jeder Jeck ist anders.

                                                                                      Ohne vorherige Detailplanung einen Roman zu schreiben, kann ich mir auch nicht vorstellen, habe aber immer viele Kollegen gekannt, die es erfolgreich tun.

                                                                                        Status:
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                                                                                        RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                        Fr, 08.05.2015 14:17

                                                                                        Zitat: Nee, hast Du nicht. Das war ein voellig unnoetiger - und keineswegs bierernst gemeinter - Beitrag.

                                                                                        ... das hatte ich mir schon gedacht. Übrigens mit Hilfe meines Hirns, welches bei mir bevorzugt im Dickschädel steckt. Abgesehen von den - ich nenne es mal »interessanten« - Formulierungen Bauchschreiber und Herzblut gibt es hier Autorinnen und Autoren, die ihre Arbeit ernsthaft ihre »Babys« nennen. Kann mit keinem dieser Begriffe allzu viel anfangen. Die Formulierung ist dabei gar nicht soo sehr das, was mich stört. Ich kann mit dem Verfahren des Bauchschreibens nichts anfangen.

                                                                                        Ich muss  jetzt immer grinsen, wenn ich dieses Wort schreibe, weil ich mich frage, wie solche post-klimakterialen Lautäußerungen klingen mögen. Da hast Du was angerichtet! 1f61c

                                                                                        Zurück zum Thema: Ich zweifle daran, ob diejenigen im Forum, die vehement für das »Bauchschreiben« plädieren, damit wirklich ein verlegbares Werk erstellen können (ohne millionenfaches Umschreiben ganzer Passagen und loser Erzählfäden in der Story). Dieses »Aus dem Bauch heraus« steht für mich als Synonym für »unüberlegt, spontan, unorganisiert« und so könnte ich nicht mal eine Kurzgeschichte hinbekommen. Klar, vor zwanzig Jahren habe ich mich hingesetzt und drauflos geschrieben, aber daraus entstand nichts Vorzeigbares. Heute plane ich mir die Hirnwindungen wund und es ist trotzdem harte Arbeit, nichts Spontanes und schon gar nicht »aus dem Bauch heraus«. Das hat (für mich) trotzdem nichts mit Einschränkung von Kreativität zu tun. Eher mit kanalisieren oder fokussieren des kreativen Gedankens.

                                                                                        Wenn Du viele solcher Autoren kennst, die erfolgreich andere Organe als das Gehirn für das Schreiben verwenden, wähne ich mich jetzt auch zu den beschränkten.

                                                                                        Mir fällt auf, dass Du keine Umlaute nutzt, hat das einen Grund? (Wohnsitz im Paradies, anderes Tastaturlayout und oder beides ...)

                                                                                        Huch, jetzt hat mein Bauch ein Geräusch gemacht, da hör ich mal lieber auf zu schreiben, bevor der übernimmt ...

                                                                                        Liebe Grüße
                                                                                        Dirk

                                                                                          Status:
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                                                                                          RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                          Fr, 08.05.2015 15:09

                                                                                          Wohnsitz im Paradies war richtig geraten.

                                                                                          Zumindest in meinem.

                                                                                          Dass man ohne Planung Romane schreiben kann, die erfolgreich verlegt und gelesen werden, ist fuer mich auch ganz schwer vorstellbar. Aber fuer mich ist ja auch schwer vorstellbar, wie einer die Regeln des Cricketspiels begreifen kann. Nicht alles, was ich nicht kann, kann man nicht koennen ... und jeder Jeck ist anders.

                                                                                          Was unorganisiert aussieht, muss es im Uebrigen ja nicht sein. Meine Erfahrung mit Autoren, die ich als Coach oder Lektor begleitet habe, hat mir eher gezeigt, dass Kollegen, die keine bewusste Planungsphase haben, einfach nur anders planen und organisieren als ich. Beispielsweise waehrend der Texterstellung, durch Probieren, Verwerfen, Vergleichen. Das geht auch. Mir wuerde es Angst machen, aber ueber die Qualitaet des Ergebnisses sagt es nicht das Geringste aus. Haette man mich bei manchen Romanen, die ich begleiten durfte, nur nach dem Ergebnis raten lassen: Vorausgeplant oder nicht?, haette ich bei mehreren boese danebengelegen.

                                                                                          Dass Leute ihre Romane mit Kindern vergleichen, ist mir persoenlich auch fremd, ich glaube, das machen auch mehr Kollegen, die keine Kinder haben. Aber auch hier denk ich: Jeder Jeck ist anders. Meine sind nicht meine Kinder, die von anderen sind's, so what? Nur wenn einer zu mir sagt: "Das ist doch dein Baby", dann mach ich freundlich darauf aufmerksam, dass meine babyproduzierende Phase zu meinem Bedauern vorbei ist. Ich krieg jetzt Enkel.

                                                                                          Froehlichen Freitag wuenscht Charlie

                                                                                           

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                                                                                            RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                            Fr, 08.05.2015 17:05

                                                                                            Zitat:Ich zweifle daran, ob diejenigen im Forum, die vehement für das »Bauchschreiben« plädieren, damit wirklich ein verlegbares Werk erstellen können (ohne millionenfaches Umschreiben ganzer Passagen und loser Erzählfäden in der Story).

                                                                                            Also ich konnte. Ich habe damals bei Warén (neben den obligatorsichen Detailausbesserungen) nur den Anfang davorgesetzt, weil meinem Verleger zu viele Namen im damals noch ersten Abschnitt standen, und ich den mir wichtigesten Erzählfaden besser einführen wollte. – Allerdings würde ich niemanden im Sachen "Bauchschreiben" missionieren wollen, ich bin nur etwas gnatzig, wenn immer wieder suggeriert wird, ohne all dieses Plotten und Planen, die Figurenblätter und die Schneeflocken und weiß der Geier was noch könne es nicht gehen. Ich behaupte doch auch nicht, dass das Abtippen einer vorab bis ins Details geplanten Story (die zwar fertig, nur eben noch ausformuliert ist) könne nichts anderes als öde und langweilig sein und würde in der Regel leblose Figuren hervorbringen (weil sie nur am Reißbrett entstanden statt sich im "Leben der Story" profilieren zu können). 

                                                                                            Tatsächlich ist es so, dass all das (Plott & Co) nicht nur in Form von Papier und Computerdateien handhabbar ist, es gibt tatsächlich Leute, die machen das in weiten Teilen auf ihrer organischen Festplatte, in den Arbeitsspeichern des Gehirns. Oft passieren die Vorarbeiten dann sogar im unter- oder unbewussten Teil des Großrechners Hirn, das fühlt sich dann an, als würde – wenn einem dass Ergebnis bewusst wird – einem die Sache "eingegeben". Das nennt man auch Intuition, um mal das kalte Wort für die schöne deutsche Metapher "Bauchgefühl" zu benuten. Ich habe z. B. bis heute keine schriftlichen Personenplanungen, ich notiere mir allerhöchstens bei Nebenfiguren oder wenn ich eine neue Spezies einführe ein paar wichtige Eckdaten. (Ok: Jahreszahlen muss ich mir gegbenfalls notieren, ich habe in meinen Oberstübchen kein Regal für Zahlen.) Ich kenne die wichtigen Leute meiner Geschichten und weiß von den weniger wichtigen zumindest das Wichtige (so wie ich auch echte Leute kenne – manche intim, manche gut, manche eben so lala). Das geht, echt! 

                                                                                             

                                                                                             

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                                                                                              RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                              Fr, 08.05.2015 23:20

                                                                                              Liebe Ulrike,
                                                                                              ich hab ja auch nur meine persönliche Meinung kundgetan. Ich könnte ohne detaillierte Planung nicht arbeiten, ich fühle mich dann einfach nicht wohl. Den Eindruck, Du würdest in Bezug auf das "Bauchschreiben" missionieren, hatte und habe ich nicht. Also Figurenblätter oder irgendwelche Tabellen nutze ich auch nicht, und die Daten, die ich auf meinem Computer speichere, sind ja auch Produkt meiner eigenen Gedanken, nicht irgendwelcher Vorgaben eines findigen Programmierers. Meine Charaktere entstehen in mehreren Schritten. Ich brauche erstmal einen Namen, damit ich den Charakter "ansprechen" kann. Über den Namen entwickelt sich in meinem Hirn dann recht schnell ein optisches Bild, welches ich dann (nur für mich) am Computer mit Photoshop und einem Haufen Filter aus verschiedenen Fotos nachempfinde. So visualisiere ich die Figuren beim Schreiben besser. Die Charakterentwicklung geschieht unter anderem mit einem sehr audführlichen Interview, bei dem man sich manchmal schon ein bisschen Schizo fühlt. Und selbst wenn für jede Szene das Setting, der Cast und die wichtigsten Points und Turns schon festgelegt sind, ist das nicht nur das Ausformulieren. Eine Figur kann dann immer noch plötzlich anders sein als zuvor vermutet, und im worst case wird die Szene noch einmal umgestrickt. Ich denke, Charlotte hat mit ihrem kölschen "Jeder Jeck ist anders" vollkommen recht. Schreiben tun wir alle letztendlich mit Hirn und Hand, der Weg zur Geschichte ist bei jedem anders.
                                                                                              Ich wünsch Dir ein tolles Wochenende,
                                                                                              liebe Grüße
                                                                                              Dirk

                                                                                                Status:
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                                                                                                RE: Plotter oder Bauchschreiber?
                                                                                                Fr, 31.07.2015 16:35

                                                                                                Hi,

                                                                                                von Natur aus bin ich definitiv ein Plotter. Ich finde es macht jedoch einen großen Unterschied, wie lange der Text ist an dem man arbeitet. Ich habe bisher hauptsächlich Kurzgeschichten verfasst. Bei diesen glang es mir ohne Plotten auszukommen. Im Moment arbeite ich an zwei Romanen gleichzeitig und stehe bei beiden vor dem selben Problem. Die ersten Kapitel sind geschrieben (jeweils ca. 30 Seiten). Die Grundhandlung steht soweit aber der Teufel liegt wie so oft im Detail und die Geschichte weiter voran zutreiben kommt mir vor als würde ich ein Haus konstruieren. Vor allem bei mehreren Handlungssträngen und der Entwicklung der Hauptfiguren stößt man da doch sehr schnell an seine Grenzen, wenn man nur aus dem Bauch heraus schreibt. 

                                                                                                Seiten