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    Beigetreten: 12.04.2015
    Die besten Schreibratgeber

    Hallo zusammen,

    was sind die besten Bücher (oder sonstigen Veröffentlichungen) für Autoren, die ihr kennt? Vielleicht mit ein paar Sätzen dazu?

    Unverzichtbar für jeden, der loslegt: Dorothea Brande: Schriftsteller werden. Klassiker. 1934 veröffentlicht, aber es liest sich so frisch, als wäre es gestern geschrieben worden. Brande verzichtet vollständig auf das Herunterbeten von Erzählmodellen. Sie beschäftigt sich allein mit dem schöpferischen Prozess des Schreibens und dem inneren Weg zur Entwicklung einer Schriftstellerpersönlichkeit. Hilft enorm, sein (ungezügelt vor sich hin fantasierendes) Unterbewusstsein aufs Schriftsteller-Sein auszurichten.

    Für alle, die mit Romanen ein großes Publikum suchen: Donald Maass: The Breakout Novelist. Literaturagent Maass schreibt über Aspekte des Handwerks und der Karriereplanung, und das auf typisch amerikanische Weise: positiv, motivierend, konstruktiv. Mit einigen der besten Schreibübungen, die ich kenne. Ist leider nicht auf Deutsch erschienen.

    Und noch etwas Englisches, diesmal ein Podcast: Writing Excuses. http://www.writingexcuses.com/ Mit Brandon Sanderson, Dan Wells, Mary Robinette Kowal und Howard Taylor, alle selbst Autoren. 15 Minuten lang, kurz und auf den Punkt. Und was ich besonders schätze: Hier gibt es des Öfteren Praxistipps und Theorien zum Handwerk, die ich sonst nirgends gehört habe.

    So, und jetzt bin ich neugierig, woran ihr gewachsen seid ... Fabelhafte Grüße!

    Frank

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    Beigetreten: 12.03.2014
    RE: Die besten Schreibratgeber
    Sa, 02.05.2015 00:47

    Hallo Frank,

    welche Bücher die Besten sind, ist ja eine sehr subjektive Geschichte. Daher stelle ich hier mal eine keine Auswahl aus meinem Bücherregal vor:

    1. Mark Levy: Geniale Momente (Untertitel; Revolutionieren Sie Ihr Denken durch persönliche Aufzeichnungen). Erschienen 2002 im MIDAS Management Verlag Zürich ISBN 3-907100-75-1. Eigentlich ein Buch für Manager, vieles der Methodik lässt sich aber auch auf das Schreiben übertragen. Es geht um das Produzieren genialer Momente, also das Erreichen kreativer Höhepunkte.
    2. Hanns-Josef Ortheil und Klaus Siblewsky: Wie Romane entstehen (Sammlung Luchterhand/Random House 2008, ISBN: 978-3-630-62111-1: Klappentext: Vom Schreiben zwischen Kunst und Handwerk: Auf bisher einzigartige Weise beleuchten die Autoren (Romancier und Lektor) anhand vieler Beispiele und eigener Erfahrungen alle wesentlichen Facetten des geheimnisvollen Prozesses der Romanentstehung: vom ersten poetischen Einfall über die Erfindung von Figuren und das Skizzieren von Roman-Bauplänen bis hin zur Arbeit am Manuskript und seiner Fertigstellung.
    3. Carla Berling: Vom Kämpfen und vom Schreiben /Untertitel; Tagebuch eines Romans) KulturmaschinenVerlag 2011, ISBN: 978-3-940274-40-3: Ein nur teilweise fiktiver Bericht über die Efahrungen einer "Jungautorin". Motivierend, lesenswert.
    4. Lajos Egri: Literarisches Schreiben (Untertitel: Starke Charaktere, Originelle Ideen, Überzeugende Handlung) Autorenhaus Verlag Berlin 2010 ISBN: 978-3-932909-68-9: Ein Standardwerk, welches in den 60er Jahren entstand. (Zitat "Buchkultur": Lajos Egris Standardwerk bietet eine Fülle an Beispielen ... Für Leute die Krimis, gut gebaute Geschichten oder Dramen schreiben wollen, ist Egris Literarisches Schreiben zu empfehlen.)
    5. Fritz Gesing: Kreativ Schreiben (Untertitel: Handwerk und Techniken des Erzählens) Dumont Verlag 2004 ISBN: 978-3-8321-6119-4. Klappentext: 90% Handwerk und 10% Geheimnis - das sind die Zutaten zum erfolgreichen Schreiben. Den handwerkliche Anteil kann man lernen: Fritz Gesings Standardwerk führt ein in die Techniken des Schreibens, vermittelt Regeln und belegt sie mit Beispielen aus der Weltliteratur.
    6. Roy Peter Clark: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben (Handbuch für Autoren, Journalisten & Texter), Autorenhaus Verlag  2009 ISBN: 978-3-86671-031-3: Roy Peter Clark ist Vizepräsident des Poynter Institute, St. Petersburg, Florida - eine der renommiertesten Journalistenschulen der Welt. Er hat 14 Bücher zum Thema Schreiben und Journalismus veröffentlicht.
    7. Karen Christine Angermeyer: Verführung mit Worten (33 Quieckies für erfolgreiche Texte), Kösel Verlag 2011, ISBN: 978-3-466-30897-2: Genial unterhaltsam und lehrreich. Meine Meinung! Hier die einer Bestseller-Autorin: "Dieses Buch ist sexy, macht süchtig und sollte deshalb eigentlich verboten werden (Sabine Asgodom).
    8. Elizabeth George: Wort für Wort (oder die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben. Goldmann Verlag 2004, ISBN: 978-3-442-41664-6 Für mich das beste Buch, dass sie je geschrieben hat. Ich stehe aber auch nicht auf ihre Schreibe. Das Buch war allerdings sehr interessant und hilfreich.
    9. Hans Peter Roentgen: Drei Seiten für ein Exposé, Schreibratgeber, Sieben Verlag 2010 ISBN: 978-3-940235-90-9. Hier wird anhand echter Exposés gearbeitet. 14 Beispielexposés und wie man sie verbessert. 6 erfolgreiche Exposés, die zu einem Verlagsvertrag führten, darunter eins von Titus Müller. 7 namhafte Literaturagenten verraten im Interview, was ihnen wichtig ist.
    10. Titus Müller: Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Textmanufaktur 2010 ISBN: 978-942247-00-9: Auszug aus dem Klappentext: Früher dachte er, für die richtigen Autoren sei das Schreiben nicht anstrengend. Die geschichte fließe nur so aus ihnen heraus, ohne größere Mühe. Doch nach sieben Romanen weiss er es besser: Es ist harte Arbeit, jedes Mal wieder.
    11. Hans Peter Roentgen: Vier Seiten für ein Halleluja (Ein Schreibratgeber der etwas anderen Art) Sieben Verlag 2008 ISBN: 978-3-940235-36-7. Anhand der ersten vier Seiten von Manuskripten werden die häufigsten Fehler thematisiert, wegen derer Lektoren Manuskripte ablehnen. Interessant!
    12. Mara Laue: Von der Idee zum fertigen Text, BOD, ISBN: 978-3839-16947-6: Die bekannte Sci-Fi-Autorin beleuchtet ihre Arbeit und gibt viele gute Ratschläge und Tipps aus der Praxis Interessant vor allem für Anfänger.
    13. Manfred Büttner und Christiane Lehmann: Von Arsen bis Zielfahndung, Das aktuelle Handbuch für KrimiautorInnen und Neugierige.Ariadne [Leit]Faden 2009 ISBN: 978-3-88619-720-0 Insiderwissen, welches bei der Recherche für den Krimi/Thriller Gold wert ist.
    14. Wolfgang Ehrhardt Heinold und Martin Julius Bock sowie Peter Lutz: Traumziel Buch und wie Sie es erreichen, .uschtrin.-Verlag 2012, ISBN: 978-3-932522-15-4. Das ganze Wissen über all das, was für den Autor wichtig ist und NICHT mit dem Schreiben zu tun hat.
    15. James Scott Bell:Super Structure: The Key to Unleashing the Power of Story (English Edition): Genialer Schreibratgeber, leider nicht in Deutsch erhältlich. Für kleines Geld bei Amazon fürs Kindle zu kaufen.

    Hier noch eine sehr gute Webseite: www.schriftzeit.de Den Inhalt dieser kleinen Schreibratgeber von Stephan Waldscheidt gibts bei Amazon auch gebündelt als Kindle-E-Book für kleines Geld. Sehr unterhaltsam!

    Auch nett ist www.schriftsteller-werden.de, eher an Newbies gerichtet, aber man findet zahlreiche auch gute Tipps.

    So, ich denke das reicht für´s Erste.

    Liebe Grüße,
    Dirk

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      Beigetreten: 27.11.2014
      RE: Die besten Schreibratgeber
      Sa, 02.05.2015 01:44

      Ursula K. Le Guin: Kleiner Autorenworkshop

      Ray Bradbury: Zen in der Kunst des Schreibens

      James Wood: Die Kunst des Erzählens (kenne ich aus Gilmore Girls :D )

      Meine Favoriten =)

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      Beigetreten: 12.03.2014
      RE: Die besten Schreibratgeber
      Sa, 02.05.2015 07:58

      Hallo, Ihr Lieben!

      Einige der Bücher, die Dirk genannt hat, stehen auch in meinem Regal.

      Unverzichtbar finde ich das Handbuch für Autorinnen und Autoren des Uschtrin-Verlags (http://www.uschtrin.de/produkte/weiteres/handbuch). Da steht echt ALLES drin. Da ich selbst gerne für Kinder schreibe, stehen in meinem Regal auch Kinder- und Jugendbuch schreiben und veröffentlichen von Heidemarie Brosche (http://www.autorenhaus-verlag.de/405.0.0.1.0.0.phtml) sowie das Handbuch für Kinder- und Jugendbuchautoren von Sylvia Englert (http://www.autorenhaus-verlag.de/406.0.0.1.0.0.phtml).

      Sehr ans Herz gewachsen ist mir auch die Reihe Heute schon geschrieben? von Diana Hillebrand (http://www.dotbooks.de/search?searchstring=heute+schon+geschrieben). Da ist übrigens gerade Band 9 erschienen: "Verlage, Verträge, Agenturen". Alle Bücher sind als E-Books erhältlich. Die ersten vier Bücher sind noch als Hardcover bei Weltbild erschienen, aber die mussten das dann aufgeben.

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        Beigetreten: 12.03.2014
        RE: Die besten Schreibratgeber
        Sa, 02.05.2015 10:46

        [email protected] die Reihe Heute schon geschrieben? von Diana Hillebrand ... ich warte sehnsüchtig auf die Printausgabe !!!  Handbuch für Autorinnen und Autoren des Uschtrin-Verlags ... eine Freundin hat es mir gezeigt, es steht schon auf meiner: MUSSICHUNBEDINGTHABENLISTE ***

        Das steht in meinem Regal und wurden natürlich auch gelesen, einige auch mehrmals und nicht zum letzten Mal: 

        Roy Peter Clark: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben 

        Stephen King: Das Leben und das Schreiben: Memoiren (kein Schreibratgeber, aber dennoch lesenswert)

        Hans Peter Roentgen: Spannung - der Unterleib der Literatur: Schreibratgeber

        Christopher Vogler :Die Odyssee des Drehbuchschreibers (nicht mehr im Handel erhältlich)

        Wolf Schneider:Deutsch für Profis: Wege zu gutem Stil (lese ich gerade)

        Linus Oskari: Spannung erzeugen! - Zehn Gebote für spannenden Text 

        Stephan Waldscheidt: Schreibcamp: Emotionen: Die 29-Tage-Fitness für Ihren Roman

        Karen Christine Angermeyer: Verführung mit Worten (33 Quieckies für erfolgreiche Texte), 

        Hans Peter Roentgen: Drei Seiten für ein Exposé 

        Ursula K. Le Guin: Kleiner Autorenworkshop

        Ray Bradbury: Zen in der Kunst des Schreibens

        James Frey: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 1+2

        Sylvia Englert: So lektorieren Sie Ihre Texte. Verbessern durch Überarbeiten: Schritt für Schritt von der Erstfassung zum fertigen Manuskript 

        Louise Doughty : Ein Roman in einem Jahr

         

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        Beigetreten: 12.03.2014
        RE: Die besten Schreibratgeber
        Sa, 02.05.2015 10:53

        Hallo Christa!

        Die ersten vier Bücher von "Heute schon geschrieben?" sind noch als Print erschienen. Frag Diana Hillebrand doch einfach, ob sie davon noch welche hat. Du findest sie auch hier auf. www.autorenwelt.de. Ansonsten bleibt nur zu hoffen, dass ein anderer Verlag mal die Print-Ausgaben fortsetzt.

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          Beigetreten: 12.03.2014
          RE: Die besten Schreibratgeber
          Sa, 02.05.2015 12:02

          Huhu Jasmin, 

          das wusste ich nicht. Danke !!! 

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            Beigetreten: 14.03.2014
            RE: Die besten Schreibratgeber
            Mo, 04.05.2015 08:20

            … also vom Frey (zumindest Teil 1; Teil 2 hab ich mir nicht mehr angetan ) würde ich dringend abraten. Die Auslassungen zu den Figuren mögen ja noch angehen, aber spätestens bei dem Blödsinn über "spannende Dialoge" erzeugen die "Tipps" mehr Schaden, als dass sie helfen.

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            Beigetreten: 12.03.2014
            RE: Die besten Schreibratgeber
            Mo, 04.05.2015 10:38

            Zitat:… also vom Frey (zumindest Teil 1; Teil 2 hab ich mir nicht mehr angetan ) würde ich dringend abraten. Die Auslassungen zu den Figuren mögen ja noch angehen, aber spätestens bei dem Blödsinn über "spannende Dialoge" erzeugen die "Tipps" mehr Schaden, als dass sie helfen.

            Ich persönlich schnappe mir aus den Ratgebern immer nur das, was für mich "passt". Das schöne mit dem "Ratgeben" ist ja, dass man nicht zwingend alles umsetzen muss, sondern den Rat abwägt und sich dannn entscheidet, ob man ihn annehmen möchte oder nicht. Einen kompletten Ratgeber deswegen ablehnen, halte ich nicht für sinnvoll. Speziell zu Frey kann ich inhaltlich keine Meinung haben, da ich ihn nicht gelesen habe. Aber da ich jon´s Meinung zu diesem Autor nun kenne, werde ich mir die Ratgeber dieses Herrn, sollte ich sie mal zwischen die Finger bekommen, kritischer anschauen.

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              Beigetreten: 14.03.2014
              RE: Die besten Schreibratgeber
              Mo, 04.05.2015 11:22

              Im Prinzip mache ich es auch so: Ich suche mir aus Tipp-Seiten raus, was mir hilft. Ratgeber-Bücher lese ich praktisch nie, ich bin eher ein Learning-by-doing-Typ, der Tipps häppchenweise und Beispiel-konkret konsumiert.

              Frey hatte ich in die Hand genommen, weil ihn Anfänger öfter mal als Rechtfertigung anführten. Und hier liegt auch mein eigentliches Problem: Autoren – egal, ob sie schon etwas veröffentlicht haben oder nicht – mit etwas Erfahrung und geschulterem Blick würden z. B. sofort merken, dass die Beispiel-Dialoge nicht einmal langweilg und einmal spannend sind, sondern beide mit verschiedenen Figuren hantieren, inhaltlich sogar verschiedene Dialoge sind. Autoren, die ihren Blick nicht an anderen (an guten) Texten trainieren oder durch Austausch/Diskussion mit Kollegen, sondern die denken, Ratgeber böten in der Regel die Schreibweisheiten – vor allem die Ratgeber, die so oft wie der Frey verkauft werden  … (Moment, ich muss mal den Faden des Satzes wiederfinden …) … also solche Autoren tappen schnell in die Falle und wundern sich dann, wenn ihr Text nicht funktioniert. 

              Wegen eines Problems eine ganzes Buch "verdammen"? Wenn es ein so gravierendes ist … Zudem ist in diesem ersten Teil des Frey'schen Ratgebers nicht nur das mit den Dialogen – gelinde gesagt – fragwürdig, sondern etliches mehr. Einiges davon ist nur diffiziler, nicht so klar als Unsinn erkennbar oder nicht zu 100 % Unsinn. Spannend an diesem Buch wäre es, es mal zu zerpflücken und "gerade zu rücken" – dabei würde mehr brauchbares Wissen vermittelt als durch das Buch selbst. Vermute ich zumindest.

               

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                Beigetreten: 01.04.2015
                RE: Die besten Schreibratgeber
                Mo, 04.05.2015 12:35

                Zu James N. Frey: Wie man einen verdammt guten Kriminalroman schreibt: Nach seiner Anleitung zum Plotten entwickele derzeit meinen Plot.

                Was mir gefällt: Das strukturierte Vorgehen, Schritt 1, 2, 3 usw. Das ist für mich als Anfängerin im Plotten und Krimis schreiben sehr hilfreich. Im Gegensatz dazu ist mir "Crime - Kriminalromane und Thriller schreiben" von Larry Beinhart zu unsortiert.

                Was mir nicht gefällt an Frey: Der Plot ist schon sehr, sehr ausführlich. Er schlägt vor, jedes Kapitel zweifach zu plotten, unterteilt in "Was die Leser sehen" und "Was die Leser nicht sehen". Auch wenn mir das Letztere einleuchtet, ich es einmal probiert habe und feststellte, dass ich dadurch bereits die Vorgeschichte für die anderen Kapitel anlege, mir selbst einen roten Faden für den Plot stricke, ist es sehr zeitaufwändig.

                VG, Petra

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                Beigetreten: 12.03.2014
                RE: Die besten Schreibratgeber
                Mo, 04.05.2015 14:16

                Liebe Ulrike,

                Du hast da einen sehr, sehr wichtigen Punkt angesprochen, vielen Dank dafür. Schreibratgeber sind "nur" Bücher von Autoren, die anderen Autoren (bevorzugt unerfahrenen) erklären (wollen), wie man erfolgreiche, gute Bücher (oder Bestseller) schreiben kann/soll/muss. Letztlich handelt es sich dabei in den meisten Fällen um ähnliche, altbekannte Grundsätze und ansonsten aus der subjektiven Perspektive des jeweiligen Autors gegebene Ratschläge. Mich würde mal interessieren, wie viele dieser Autoren selbst mit Bestsellern in den Hitlisten vertreten waren oder sind ... Ich denke, das sind nicht viele.

                Der sehr, sehr wichtige Punkt, den ich am Anfang angesprochen habe, ist dieser:

                Zitat: Autoren, die ihren Blick nicht an anderen (an guten) Texten trainieren oder durch Austausch/Diskussion mit Kollegen tappen schnell in die Falle und wundern sich dann, wenn ihr Text nicht funktioniert. 

                Wer schreibt, sollte viel lesen. Meine persönliche Meinung. Ob die Texte, die ich lese, "gut" sind, ist wieder so eine rein subjektive Kiste, da werden wahrscheinlich die Ansichten auseinandergehen. Ich persöhnlich bewundere ja Kathy Reichs für ihre knappe Schreibe. Ich finde (fast) alle Bücher von ihr spannend, und sie erklärt dem Leser nur wenig, lässt einfach die Handlung laufen. Sie schreibt aus der reinen Ich-Perspektive, was für mich als nicht so wahnsinnig erfahrenen Schreiber wahrscheinlich zu kompliziert wäre. Sie hat den Vorteil, dass sie über das schreibt, was sie auch beruflich macht/gemacht hat (Forensische Anthroplogin). Für mich ist sie sowas wie die "Königin des Weglassens". Mich würde interessieren, ob ihre Rohtexte auch so von Infodumps und unnützen Wörtern und Erklärungen strotzen wie meine. Nach dem fünften bis sechsten Korrigieren halbiert sich meine Wortzahl nicht selten. Bei ihr, so finde ich, sitzen die Erklärungen immer an der richtigen Stelle, und die Handlung (Aktion) bestimmt den ganzen Text. Selbst wenn nicht viel passiert, wie hier:

                Textbeispiel (wahllos aus einem Buch herausgegriffen: Kathy Reichs, Totengeld, Blessing 2013)

                Zitat:
                   Mit brennenden Füßen rammte ich den Schlüssel in die Zündung und bückte mich seitlich, um an meinem Schuh zu zerren. Das Ding klebte so fest, als wäre es mir aufs Fleisch verpflanzt.
                   Ich zerrte noch fester.
                   Mein Fuß explodierte aus seiner Umhüllung. Mit viel Verbiegen und Verdrehen wiederholte ich die Prozedur am linken.
                   Ich drückte mich in die Lehne und betrachtete zwei spektakuläre Blasen. Dann die verhassten Louboutins in meiner Hand.
                   Meine Hand.
                   Mein Handgelenk.
                   Mein nacktes Handgelenk.
                   Katy.
                   Ich spürte einen vertrauten Stich der Angst in meiner Brust.
                   Ich verdrängte ihn.
                   Konzentier dich. Das Armband war im Jurorenzimmer und im Zeugenstand an Ort und Stelle gewesen.
                   Das Klimpern. Anscheinend hatte sich das zarte Silberarmband an irgendetwas verfangen, als ich mich an dem SUV vorbeigedrückt hatte.
                   Fluchend zwängte ich mich wieder hinaus und warf die Autotür zu.
                   Das menschliche Hirn ist eine Schaltstation, die auf zwei Ebenen funktioniert. Während ein Reflexbefehl noch an meine Hand ging, kam es in meinem Kleinhirn bereits zu einer neuralen Verbindung. Bevor die Tür ins Schloss fiel, wusste ich, dass ich in der Patsche saß. Ich riss am Griff, obwohl es nichts brachte, und kontrollierte dann die Stellung aller vier Schließknöpfe.
                   Noch bildhafter fluchend, griff ich nach meiner Handtasche. Die auf dem Beifahrersitz lag.
                   Scheiße.
                   Und der Schlüssel? Steckte in der Zündung.

                 Falls in dem Text Fehler zu finden sind, stammen die von mir, ich habe ihn abgetippt. Copyright ist logischerweise bei Autorin und Verlag, ist ja hier auch hier nur als Beispiel aufgeführt. Ich persönlich hätte zwei Kommata und einen Halbsatz mehr weggelassen, aber das läuft wahrscheinlich unter Geschmackssache.

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                Beigetreten: 12.03.2014
                RE: Die besten Schreibratgeber
                Mo, 04.05.2015 14:20

                Liebe Petra,

                ich fürchte das "Plotten" eines Romans ist nicht ohne erheblichen Zeitaufwand möglich. Aber ich bin mir sicher, dass es der weniger zeitaufwändige Weg zum Roman ist. Der "Bauchschreiber" wird mit der Korrektur noch beschäftigt sein, während Dein "geplotteter" Roman bereits die zweite Auflage erhält ... 1f61c

                Viele Grüße
                Dirk
                 

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                Beigetreten: 12.03.2014
                RE: Die besten Schreibratgeber
                Mo, 04.05.2015 22:32

                Da fällt mir gerade noch etwas ein: Da ich ja mit DramaQueen arbeite, hätte ich auch früher darauf kommen können/müssen *1f60f*.

                Ich empfehle Euch einfach mal, einen Blick auf das "DramaWiki" zu werfen. Ist unabhängig von der Software, kostet nix und gibt massig sinnvolle Infos zum Thema Storytelling. Klar liegt der Fokus mehr auf Drehbuchautoren, aber über den Telerrand schauen lohnt sich wirklich!

                Hier der Link: http://dramaqueen.info/wiki/was-ist-dramawiki/

                 

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                  Beigetreten: 17.03.2014
                  RE: Die besten Schreibratgeber
                  Mo, 04.05.2015 18:15

                  Ich lese gerne "Ratgeber", die mich nicht nur mit Regeln vollstopfen, sondern auch unterhalten und die mich ein wenig in die (Schreib)welt der Autoren mitnehmen. Darum bin auch ein totaler Fan von Stephen Kings "Über das Leben und das Schreiben".
                  Neben vielen der oben genannten Ratgeber stehen bei mir noch ein paar mehr oder weniger ältere, aber immer noch lesenswerte Exemplare im Regal, die ich immer wieder gerne hervorhole:

                  • Sol Stein: "Über das Schreiben" (ISBN 978-3866711266)
                  • Natalie Goldberg "Schreiben in Cafés" (ISBN 978-3866710603)
                  • Anne Lamott: "Bird by Bird. Wort für Wort" (ISBN 978-3932909443, nur noch gebraucht oder im Antiquariat)

                  LG
                  Elli
                   

                    Status:
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                    Beigetreten: 21.01.2015
                    RE: Die besten Schreibratgeber
                    Mo, 04.05.2015 20:25

                    Hallo zusammen, das ist ein wirklich spannendes Thema, den ich fand auch immer, so richtig umsetzen konnte ich Schreibtipps aus Büchern selten. Bei Schreibseminaren motiviert einen dagegen ja oft schon der/die Lehrende, wenn er/sie gut ist und das ist durch wenig zu ersetzen. Ein Buch habe ich jedoch gefunden, das, glaube ich, recht unbekannt ist, das ich aber richtig gut finde: Story Engineering von Larry Brooks, gibt es als Ebook. Der Anfang ist ein bisschen typisch zähes US-Blabla, warum das Buch so toll ist, aber wenn es dann losgeht, dann wird es wirklich hervorragend. Brooks war der erste, der mir so richtig vermitteln konnte, wie man bspw. dreidimensionale Charaktere erschafft. Wie der Titel schon suggeriert, ist das Buch natürlich was für Strukturalisten und Leute, die gerne planen. Er hat aber auch wirklich gute Argumente, warum das sinnvoll ist. Man bekommt "six core competencies" vermittelt - hat man das mal verstanden, kann man wirklich loslegen, einen Roman zu schreiben.

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                    Beigetreten: 12.03.2014
                    RE: Die besten Schreibratgeber
                    Mo, 04.05.2015 22:47

                    Zitat: Ich lese gerne "Ratgeber", die mich nicht nur mit Regeln vollstopfen, sondern auch unterhalten und die mich ein wenig in die (Schreib)welt der Autoren mitnehmen. Darum bin auch ein totaler Fan von Stephen Kings "Über das Leben und das Schreiben".

                    Ich habe dieses Buch gar nicht als Ratgeber empfunden und es daher in meiner Liste "verschwiegen". Ist toll geschrieben und wirklich sehr sehr empfehlenswert. Ich nehme Ratgeber aber auch wirklich nur als solche an, will heißen, ich picke mir das für mich nachvollziehbare heraus, vieles Andere lasse ich links liegen weil ich es für unwichtig oder sogar falsch halte. Bis jetzt gibt es kein allgemeingültiges "Rezept", mit dem jede/r ein erfolgreiches Buch schreiben könnte. Ich denke, es wird auch dabei bleiben. Mit diesen Ratgebern verdienen sich die Autoren ihren Lebensunterhalt. Viele haben aber keine besonders herausragenden Romane vorzuweisen. Der von Bettina Brömme genannte Larry Brooks hat neben den Ratgebern auch eine Reihe erfolgreicher Thriller vorzuweisen, die bei Amazon gut wegkommen.

                    Ich glaube, wie Ulrike Jonack auch, dass die besten Ratgeber die guten Bücher sind. Genauer, die guten Texte. Was ihr für gut haltet und was nicht, das bestimmt ihr aber alle selbst, jeder für sich.

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                      Beigetreten: 21.03.2014
                      RE: Die besten Schreibratgeber
                      Di, 05.05.2015 10:32

                      Die besten Schreibratgeber aufzulisten ist etwas trickreich, weil es davon abhängt, wie weit man selber bereits ist.

                      Sol Stein: "Über das Schreiben" war für mich am Anfang das non plus ultra, weil es mir die Möglichkeit gab, einzelne Aspekte gezielt zu üben und zu verbessern. Wer allerdings einen Roman schreiben möchte und nicht weiß, wie das geht, wie dort nichts erfahren, was ihm weiterhilft.

                      James Wood: "Die Kunst des Erzählens" ist eines der Bücher, die einem weiterhelfen, wenn man glaubt, man wisse schon alles. Es ist aber verflixt schwer zu verstehen.

                      Und für zwischen Anfang und Ende empfehle ich zwei andere Autoren
                      Randy Ingermanson & Peter Economy: "Writing Fiction for Dummies" ist ein wunderschöner pragmatischer Ratgeber und
                      Orson Scott Card erzählt endlich mal das Richtige und Wichtige über Figuren und wie die mit anderen handwerklichen Aspekten wie beispielsweise der Perspektive zusammenhängen.

                      Ach ja, und den Hans Peter Roentgen kann man immer und überall dazwischenschieben, weil er  vieles am Text erklärt.

                      Liebe Grüße
                      Wolf

                       

                       

                       

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                      Beigetreten: 12.03.2014
                      RE: Die besten Schreibratgeber
                      Di, 05.05.2015 11:00

                      Ich hatte ja schon ein paar Ratgeber aus meinem Bücherregal aufgeführt, jetzt gebe ich noch die auf meinem Kindle dazu:

                      1. Stephan Waldscheidt: Schreiben hoch 3
                      2. James Scott Bell: Super Structure (englisch)
                      3. Randy Ingermanson: How to Write a Novel - Using the Snowflake Method (englisch)

                      Alle bei Amazon für ganz kleines Geld erhältlich.

                       

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                        RE: Die besten Schreibratgeber
                        Di, 05.05.2015 12:39

                        Bei der Schneeflockenmethode erlaube ich mir den Hinweis, dass sie wirklich nur für Planschreiber geeignet ist und Bauchschreiber hilflos herumstehen lässt. Klar, mit dem Ansatz "Wie soll ich wissen, was ich schreiben will, wenn ich es noch nicht geschrieben habe?" kommen alle Schneeflockenhinweise viel zu früh. Es muss also jeder ausprobieren, in wie weit es ihm hilft.

                         

                        Liebe Grüße
                        Wolf

                         

                         

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                          RE: Die besten Schreibratgeber
                          Mi, 06.05.2015 09:50

                          Hallo ihr Lieben.

                          Die meisten Bücher, die bei mir im Schrank stehen, wurden auch hier schon genannt.

                          Ich denke auch, man sollte sie nicht gleich verteufeln und Einheitsbrei rufen. Alle Tipps haben ja schließlich auch in der Regel eine Daseinsberechtigung.

                          Zwar kann ich aus guten Büchern lernen (wobei ich hier den Haken sehe, dass "gut" in dem Zusammenhang sehr breit gefächert sein kann), aber wenn mir eine Textstelle total gefällt, möchte ich auch wissen, wie der Autor das gemacht hat, und wie ich das nachmachen kann. Da ist es doch leichter, wenn ich schon Sachen wie "Show, don't tell" und "Die drei Dimensionen eines Charakters" gehört habe, oder? ^^

                          Ich hab zu dem Thema auch gerade einen Blogbeitrag rausgehauen.

                          Das hier findet sich u. a. in meinem Regal:

                          Sol Stein – Über das Schreiben
                          Uschtrin – Handbuch für Autorinnen und Autoren
                          Lajos Egri – Literarisches Schreiben
                          Lajos Egri – Dramatisches Schreiben
                          Stephen King – Das Leben und das Schreiben
                          Annika Kühn – Wie schreibe ich eine Kurzgeschichte
                          Hans Peter Roentgen – Schreiben ist nichts für Feiglinge
                          Hans Peter Roentgen – 3 Seiten für ein Exposé
                          Hans Peter Roentgen – 4 Seiten für ein Halleluja
                          James N. Frey – Wie man einen verdammt guten Roman schreibt
                          James N. Frey – The Key – Die Kraft des Mythos
                          Tom Lazarus – Secrets of Film Writing

                          Federgruß

                          Nina

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                            RE: Die besten Schreibratgeber
                            Mi, 06.05.2015 11:13

                            Kady schrieb:

                            Alle Tipps haben ja schließlich auch in der Regel eine Daseinsberechtigung.

                            Absolut richtig. Wie mehrfach angemerkt wurde, hängt es vom Einzelnen ab, ob er mit einer Methode oder einer Haltung etwas anfangen kann (z. B. weil einer ein Planer und der andere ein Bauchschreiber ist).

                            Es geht aber noch darüber hinaus. Meine Erfahrung ist: Jede Geschichte hat ihre eigenen Entwicklungsbedingungen, unter denen die Arbeit gut läuft oder eben nicht. Daher ist für manche Geschichten ein Rat sehr geeignet, für andere dagegen gar nicht.

                            Kleines Beispiel: Ich habe bei dem Drehbuch für "Das Inferno" die Erfahrung gemacht, die Recherche das A und O war. Nach 4 Tagen intensiver Recherche stand die ganze Geschichte. Das habe ich selten so erlebt. Ich kann diese Erfahrung aber nicht auf jedes Projekt übertragen. Bei meinem Liebesroman war meine Recherche überhaupt nicht zur Konstruktion der Geschichte nützlich - nur beim Schreiben selbst. Und es gab auch Projekte, in denen Recherche sogar kontraproduktiv war, weil sie mich vom Schreiben abhielt. Da wäre es viel besser gewesen, erst nach dem Schreiben die offenen Fragen zu recherchieren (das macht Stephen King).

                            Stephen King schreibt immer wieder nach derselben Methode im selben Genre, er hat meist mit denselben Schwierigkeiten zu kämpfen - und in so einem Fall zieht meist auch derselbe Rat. Aber wer unterschiedliche Dinge schreibt, braucht unterschiedlichen Rat: vor dem Schreiben, während des Schreibens und im Lektorat. Deswegen wäre der beste Ratgeber vermutlich ein Schreibcoach mit sehr viel Menschenkenntnis und den unterschiedlichsten Techniken im Gepäck.

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                              RE: Die besten Schreibratgeber
                              Do, 07.05.2015 09:32

                              Zitat:Ich denke auch, man sollte sie nicht gleich verteufeln und Einheitsbrei rufen.

                              Stimmt. Irgendwo müssen die, die in Diskussionen über Texte Tipps geben, ihr Wissen ja herhaben ;)

                               

                              Zitat:Da ist es doch leichter, wenn ich schon Sachen wie "Show, don't tell" und "Die drei Dimensionen eines Charakters" gehört habe, oder?

                              Diese theoretische Unterfütterung ist meiner Meinung nach extrem wichtig, nicht nur beim Erkennen, wie ein Autor etwas gut gemacht hat oder warum etwas nicht funktioniert, sondern es fließt indealerweise in den eigenen Nährboden ein, den, aus dem man beim Schreiben nicht nur bewusst sondern auch unterbewusst das zieht, was der Text braucht. Ideal ist es, wenn man nicht einfach einen weiteren Abhakpunkt auf die "Checkliste guter Text" setzt, sondern wenn sich die Sicht ändert. Ob man diesen Input aus Büchern, Foren, Schreibgruppen oder während des Austausches bei konkreter Textarbeit bekommt, ist da eher nebensächlich – das hängt von der "Lernmentalität" des einzelnen ab. Wichtig ist, dass man sich damit beschäftigt.

                              Und zwar über das Anlesen von Buch-Stoff (oder Tipps aus dem Netz) hinaus. Mir ist vor geraumer Zeit jemand begegnet, der fürchterlich erbost über "Show, don't tell!" war – weil das Blödsinn sei, dann würden Texte ja wegen der ellenlangen Berschreibungen von allem langatmig werden.  Der Mann hat zwar das Schlagwort gehört, sich aber nicht mit der "Botschaft" beschäftigt. Ich weiß nicht, ob er einfach drei Ratgeber mehr hätte lesen sollen (oder überhaupt erstmal einen), oder er nur sein Gehirn auf "off" geschaltet hatte …

                               

                              Drei Dimensionen? Ich sehe sechs: "Kopf, Herz und Bauch" sowie "angeboren, anerzogen, Erfahrung" :))

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                                RE: Die besten Schreibratgeber
                                Do, 07.05.2015 15:13

                                Für mich ist James N. Freys Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 1 & 2 sozusagen die Bibel des Romanschreibens und Sol Steins Über das Schreiben der Katechismus. Alles andere war bisher irgendetwas zwischen "Hab ich ich den drei obigen Büchern schon gelesen" und ziemlich enttäuschend. Mit Büchern, die mich einfach nur dazu bringen wollen, hefteweise Seiten handschriftlich mir irgendetwas zu füllen, das grad aus meinem Schädel fließt, kann ich echt nichts anfangen (und ja, die gibt es). Oder ein ganzes Buch über eine Technik zu schreiben, die fast exakt dem Brainstorming entspricht, und dieses Buch dann noch als Buch über das Schreiben zu verkaufen? Sorry, nix für mich. :)

                                Ach ja, und bevor ich es vergesse: Der (leider noch nicht in deutscher Sprache erschienene) Planet Construction Kit von Mark Rosenfelder ist für Fantasy- und Science Fiction-Autoren vermutlich die beste Investition überhaupt.

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                                  RE: Die besten Schreibratgeber
                                  Di, 12.05.2015 20:43

                                  Mir ist noch was eingefallen, was viele Drehbuchschreiber empfehlen aber auch Schriftsteller benutzen können:

                                   

                                  Joseph Campbell: Der Heros in tausend Gestalten

                                   

                                  (Wieso der Mensch Helden und Mythen braucht.)

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                                  RE: Die besten Schreibratgeber
                                  Di, 12.05.2015 22:20

                                  Angeregt durch diese Auflistung hier habe ich mir noch zwei Bücher zugelegt;

                                  1. Sol Stein: Über das Schreiben

                                  2. Handbuch für Autorinnen und Autoren (8. Auflage)

                                  Ach ja, mein vor zwei Jahren unterbrochenes Federwelt-Abo habe ich auch wieder aktiviert.

                                  Die Motivation steigt und steigt ...

                                  Liebe Grüße
                                  Dirk

                                  WRITE HERE! WRITE NOW!

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                                    RE: Die besten Schreibratgeber
                                    Do, 14.05.2015 10:49

                                    Ich habe mir ebenfalls zwei Bücher bestellt. Das ist nicht unbedingt vernünftig, denn auf meinem Regal stehen locker zwei Dutzend ungelesener Schreibratgeber. Warum kommen also noch welche hinzu? Zum Teil, weil ich in jeder Quelle wieder kleine Wissenstropfen entdecke, die mir eine ungeahnte Hilfe sind.

                                    Zum anderen Teil auch, weil das Lesen von Ratgebern die Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen füttert, ohne dass man sich für deren Erfüllung mühen müsste. Sie streicheln die Seele. Es ist schön, sie um sich zu haben.

                                    Aber man kann es auch übertreiben. Darum jetzt ein Rat für mich und für jeden, der ihn ebenfalls gebrauchen kann: Du bist kein Ratgeber-Sammler. Schreibe, verdammt noch mal.

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                                      RE: Die besten Schreibratgeber
                                      Do, 14.05.2015 12:08

                                      Zitat:
                                      Zum anderen Teil auch, weil das Lesen von Ratgebern die Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen füttert, ohne dass man sich für deren Erfüllung mühen müsste. Sie streicheln die Seele. Es ist schön, sie um sich zu haben.

                                      Interessanter Gedanke …

                                      • [Moderator]
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                                      RE: Die besten Schreibratgeber
                                      Do, 14.05.2015 12:29

                                       

                                      Lieber Frank,

                                      Zitat:
                                      Zum anderen Teil auch, weil das Lesen von Ratgebern die Träume, Sehnsüchte und Hoffnungen füttert, ohne dass man sich für deren Erfüllung mühen müsste. Sie streicheln die Seele. Es ist schön, sie um sich zu haben.

                                      Da gebe ich Dir recht. Zum Teil 1f61c Ich lese die Dinger tatsächlich, nicht alle komplett am Stück, sondern den Teil, der ein Problem behandelt, an dem ich knabbere. Manchmal hilfts, manchmal denke ich "wtf?" und ärgere mich über das ausgegebene Geld und die Zeit, die ich fürs Lesen verschwendet und nicht zum Schreiben genutzt habe ...

                                      Zitat:
                                      Aber man kann es auch übertreiben. Darum jetzt ein Rat für mich und für jeden, der ihn ebenfalls gebrauchen kann: Du bist kein Ratgeber-Sammler. Schreibe, verdammt noch mal.
                                       

                                      Auch da ist was dran. Aber hey, ich schreibe doch schon, verdammt noch mal 1f60e

                                      Schönen Vatertag und liebe Grüße,
                                      Dirk

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                                        RE: Die besten Schreibratgeber
                                        Do, 14.05.2015 16:42

                                        Dirk schrieb:
                                        Aber hey, ich schreibe doch schon, verdammt noch mal 

                                        Ich wollte nichts anderes behauptet haben ... Coole Sonnenbrille übrigens.

                                        Frohes Tintenklecksen und Weltenbasteln weiterhin!

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                                          RE: Die besten Schreibratgeber
                                          Mo, 18.05.2015 16:20

                                          "A Fool with a Tool is still a Fool". 

                                          Das gilt für Handwerker, IT-Fuzzis, Golfer und wohl auch für Autoren. Wer glaubt, nur mit einem oder dutzenden dieser "Wie ich einen suptertollengeilenbeststellerroman-schreibe" Handbuch auch nur ein vernünftiges Buch zustande zu bekommen, der glaubt auch an das absolut unfehlbare Siebener-Eisen aus Titan (Golfschläger). 

                                          Meine Erfahrung: Sol Stein sollte man gelesen haben und auch parat haben, Roentgen hilft beim eigenen Detail-Lektorat. Seine Textbeispiele sind sehr hilfreich. 

                                          Was aber keiner der Handbücher sagt, ist WIE man auf eine Geschichte kommt, die gelesen werden will. Es wird viel über das "plotten" geschrieben, ich persönlich habe einen anderen Weg genommen: 

                                          1) Die Prämisse: Der Satz, die eine Aussage, die über allem schwebt. Über der Handlung, über den Figuren, der unsichtbare rote Faden. Das, was "eigentlich" erzählt werden soll. Wer kann die zentrale Aussage eines Buches in zwei Sätzen zusammenfassen? Und ich meine die Aussage, nicht die Handlung. Wenn man das mit einem beliebigen Roman oder Krimi versucht, wird man schnell feststellen, was ein gutes Buch ist (bei dem geht das), und was eben nicht. Beispiel (grad eben aus dem Finger gesaugt): "Der Mensch will lieben, egal was egal wie". 

                                          2) Entwickeln von Figuren, die zu dieser Prämisse passen. Also nicht "Ich hab da die Idee von einem halbblinden Wäschereibesitzer, der eine amouröse Beziehung zu seiner ältesten Waschmaschine hat und sich am Ende mit ihr vereint". Sondern: Ich brauche für die Prämisse (siehe 1) eine Figur, die vom sozialen Leben abgeschnitten lebt und sich im Wahn in eine Maschine verliebt. Das kann ein halbblinder Wäschereibesitzer sein, aber auch ein autistischer IT-Hacker. 

                                          3) Aus 1) und 2) entwickeln sich die inneren und äußeren Konflikte. 

                                          4) Entwickeln von Szenen, die die Konflikte darstellen und zu den Figuren passen.

                                          Also der Plot erst, wenn die These, die Figuren und die Konflikte stehen. Also erst das Problem, dann die Lösung. Und nicht gleich mit der Lösung anfangen. Und dann laufen lassen. Die Figuren in den Szenen entwickeln lassen, dann kommen die weiteren Szenen von alleine. Der umgekehrte Weg, erst die Story und dann die Figuren, schränkt meines Erachtens zu sehr ein und wird am Ende flach wirken (z.B. Tom Clancy)

                                          Und DANN erst mit einem oder zwei Ratgebern prüfen, was sich im Detail und in der Schreibe verbessern lässt. 

                                          Wie seht ihr das?

                                           

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                                            RE: Die besten Schreibratgeber
                                            Mo, 18.05.2015 16:47

                                            Wie ich "Prämisse" sehe? Wie ein Stier das rote Tuch! Und wenn Frey Gott persönlich wäre: Eine Prämisse ist eine Voraussetzung. Das, was er meint (und was du hier umschreibst, Leif), ist das Thema, die "Botschaft", die Intension eventuell, die Aussage, der Rote Faden (eben all das, was du dann aufzählst) … 

                                            In meinen Geschichten ist "Warén ist ein Planet" eine Prämisse, "die Menschen können zu fernen Sternen reisen" ist eine Prämisse … und "die Menschen in dieser Zeit sind ihrem Wesen nach noch so wie die Menschen heute" ist eine Prämisse und noch vieles vieles mehr. Es mag sein, dass die Intension mit einer Prämisse zusammefällt (wenn man z. B. zeigen will, das Liebe immer alles schafft, dann besteht eine Prämisse für den Story natürlich darin, dass sie das auch tut), das heißt aber nicht, dass beides identisch ist.

                                            Abgesehen davon: Ich fahre auch am besten, wenn ich mir das Thema sehr zeitig bewusst mache. Auch wenn ich nicht dezitiert plotte oder bewusst die Figuren suche/baue (beides passiert bei mir zu 90 % im Hinterstübchen), ist das eine wichtige Richtschnur. Allerdings keine Garantie - wenn sich kein "Plott einstellt", nützt der schönste Rote Faden nichts. Aber du hast wohl recht: Beides bekommt man nicht aus Ratgebern.

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                                              RE: Die besten Schreibratgeber
                                              Mo, 18.05.2015 18:53

                                              Leif.Tewes schrieb:
                                              "A Fool with a Tool is still a Fool".

                                              Bis zu einem gewissen Grad muss ich dir da schon widersprechen. Genau das, wie man nämlich von einer Idee zu einem Plot kommt, ist sehr wohl Bestandteil einiger Schreibratgeber .

                                              Dass wir nicht über das Entstehen von Ideen sprechen brauchen, ist glaube ich logisch. Ich habe noch keinen Schriftsteller kennengelernt, der zu wenige Ideen gehabt hätte. Meistens ist das Gegenteil der Fall: zu viele Ideen und zu wenig Zeit, alle davon umzusetzen.

                                              Dass man von der Idee aus mit einer "Prämisse" (oder wie man das Ding sonst nennen will) starten sollte - oder alternativ mit den Charakteren - und daraus dann nach und nach eine Geschichte entwickelt (plottet), ist so ziemlich state of the art und liest man auch in den meisten Ratgebern.

                                               

                                              Und genau ab dem Punkt verstehe ich dein Problem nicht mehr ganz. Weil sobald man eine Idee hat und die Geschichte dann plottet - naja, so kommt man eben auf die Geschichte. Die Geschichte entsteht durch das Plotting aus den Charakteren und dem/den zentralen Konflikt(en).

                                              Man könnte auch sagen: Input ist Idee plus Charaktere, dann wird geplottet, und der Output ist die Geschichte, bzw. ein Umriss davon (manche nennen das Stufiendiagramm).

                                               

                                              Der Weg, den du beschrieben hast, ist kein "anderer" Weg, sondern so ziemlich 1:1 der, den James N. Frey empfielt, den ich bei Elizabeth George gelesen habe, der von Lajos Egri propagiert wird und auch sonst der Standard zu sein scheint. Man braucht das Rad ja nicht immer neu erfinden.

                                              Gelöschter Nutzer
                                              RE: Die besten Schreibratgeber
                                              Mo, 18.05.2015 22:44

                                              Als ich aufgehört habe, krampfhaft nach Prämissen zu suchen, konnte ich meine Bücher endlich zu Ende schreiben. 1f60e

                                              Allerdings habe ich auch aufgehört zu schauen, wie andere Autoren arbeiten. Der beste Weg ist immer noch der eigene.

                                               

                                              vG, Dorit

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                                                RE: Die besten Schreibratgeber
                                                Di, 19.05.2015 07:07

                                                Hey...

                                                Ich schließe mich Dorit und Ulrike an. Als ich von Freys Prämissen gelesen habe, habe ich teilweise Tage zugebracht, sie für meine Story zu finden, sie in Worte zu fassen, ohne dabei zu präzise zu werden oder zuviel zu schwafeln. Das hat mich noch mehr in Selbstzweifel getrieben, als ich sie ohnehin schon habe, weil ich die ganze Zeit dachte, ich müsste unbedingt eine Prämisse vorweisen können, und könnte ich die nicht ordentlich darlegen, dann tauge meine Geschichte nichts. Btw. tat ich mich auch sehr schwer damit, sie in anderen Romanen zu finden, bzw. war mir nie sicher, ob das, was ich gefunden hatte, nun wirklich die Prämisse war oder nur eine Interpretation von mir. Nichts hat mich jemals so beim Schreiben gehemmt wie die Suche nach einer Prämisse. Dieser Zwang, etwas ausdrücken zu müssen. Was ich mit ihr ausdrücken wollte, sehe ich meistens, wenn meine Geschichte fertig ist.

                                                Deshalb hab ich mich von der Prämisse verabschiedet 1f 609 Die schönste Prämisse bringt nichts, wenn der Plot oder die Figuren nichts taugen. Ganz davon abgesehen, dass ich auch einen Schreibratgeber lesen muss, wenn ich überhaupt wissen will, was eine Prämisse ist, was sie für eine Story bedeutet und wie ich daraus eine Geschichte mache. Dann muss ich auch lesen, wie ich Figuren realistisch darstelle und wie ich einen Plot aufbaue.

                                                Federgruß

                                                Nina

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                                                  RE: Die besten Schreibratgeber
                                                  Di, 19.05.2015 08:56

                                                  Emilia schrieb:

                                                  Allerdings habe ich auch aufgehört zu schauen, wie andere Autoren arbeiten. Der beste Weg ist immer noch der eigene.

                                                  DAS ist meiner Meinung nach das am kürzesten formulierte Statement mit dem höchsten Informationsgehalt in dieser Debatte. Ich habe auch festgestellt, dass zuviel in Ratgebern stöbern die Gefahr birgt, den eigenen Weg nicht zu verfeinern, sondern zu verlassen. Hätte ich vor meinem ersten Buch alle oder auch nur einige dieser Ratgeber gelesen und vor allem beherzigt, das Buch wäre nicht erschienen. Erst im Nachhinein musste ich feststellen, dass ich rund die Hälfte der Hinweise (z.B. aus Sol Stein) indtuitiv berücksichtigt habe, aber andere Tipps aus Ratgeber für Krimi/Thriller nicht nur nicht befolgt, sondern komplett dagegen verstoßen habe. Hätte ich das vorher gewusst........ wer weiß. 

                                                  Von daher: Ja, der beste Weg ist immer noch der eigene. 

                                                   

                                                  Gelöschter Nutzer
                                                  RE: Die besten Schreibratgeber
                                                  Di, 19.05.2015 09:22

                                                  Mir ist gerade aufgefallen, dass in den Listen am Anfang des Threads noch ein Buch fehlt, dass mir persönlich am meisten bringt und gebracht hat. 

                                                  "Fiktionales Schreiben" von Ron Kellermann, einem Autor und Dramaturgen aus Wiesbaden. Leider gibt es das Buch nur noch vereinzelt gebraucht und dann zu saftigen Preisen. Aber es ist wirklich gut! Inhaltlich in vier große Bereiche aufgeteilt: Idee und Geschichte, Schreiben, Dramaturgie und Von der Idee zum Exposé. Ron erläutert eindrücklich und zugleich so umfassend, welche Basiselemente man für einen Roman braucht. Doch darüber hinaus beschreibt er sehr gut, welche Varianten ein Autor an die Hand bekommt, wenn er diese Basiselemente unterschiedlich kombiniert. So wie einem Maler praktisch unendlich viele Möglichkeiten gegeben sind, allein wenn er die Grundfarben auf seiner Palette mischt. Dazu kommen noch Kapitel über Schreib- und Kreativitätstechniken, Konzepte, Themen und Überarbeitung. 

                                                  Das ganze Buch kommt sehr gut ohne Knalleffekte und reißerische Passagen aus, und macht dennoch unendlich viel Lust auf das Schreiben. 

                                                  VG, Dorit 

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                                                    RE: Die besten Schreibratgeber
                                                    Di, 08.09.2015 14:08

                                                    Hallo zusammen,

                                                    kann mir jemand einen Tipp geben, in welchem Fachbuch etwas über Prologe steht? Wann sie zum Einsatz kommen sollten und wann nicht, wie der Aufbau ist usw. Wäre schön, wenn in diesem Buch auch Literatur-Beispiele genannt werden. Ich sage schon mal vielen Dank im Voraus.

                                                    Viele Grüße
                                                    Petra

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                                                      RE: Die besten Schreibratgeber
                                                      Di, 08.09.2015 15:30

                                                      Federwelt Nr 110 hatte einen aus meiner Sicht erschöpfenden Artikel zum Thema drin. Erschöpfend, weil er das "wann" erklärt und es darüber hinaus meiner Ansicht nach nichts zu beachten gibt, was nicht generell für Text gilt.

                                                      • [Moderator]
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                                                      RE: Die besten Schreibratgeber
                                                      Di, 08.09.2015 15:46

                                                      Liebe Petra,

                                                      Ein Fachbuch habe ich nicht direkt dazu (die raten in der Regel ja auch vom Prolog ab), aber einen Blog-Artikel von Stephan Waldscheidt: 

                                                      http://schriftzeit.de/archives/2520

                                                      Ich hoffe, es hilft weiter.

                                                      Liebe Grüße
                                                      Dirk

                                                       

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                                                        RE: Die besten Schreibratgeber
                                                        Di, 08.09.2015 15:56

                                                        Gute Beiträge hinter dem Link – die sagen alles. Wirklich alles. (Den Link speichre ich mir gleich mal …)

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                                                          RE: Die besten Schreibratgeber
                                                          Sa, 12.09.2015 14:38

                                                          Hallo zusammen,

                                                          danke für die Tipps, sie sind schon mal sehr hilfreich. Ich bin mal gespannt, was die anderen aus meiner Literaturgruppe bezüglich Prologen herausbekommen. Das Thema steht bei uns auf der TO für das nächste Treffen.

                                                          VG
                                                          Petra

                                                            Status:
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                                                            RE: Die besten Schreibratgeber
                                                            So, 29.11.2015 16:35

                                                            Ich gehöre zu denen, die Schreibratgeber lieben. Ich hab auch schon so viele gelesen, dass mir unmöglich alle einfallen, aus denen ich irgendwas Nützliches gezogen habe. Also nenne ich hier einfach mal die, die sich am stärksten eingeprägt haben bzw. die ich zuletzt in den Fingern hatte.

                                                            Robert McKee: Story. Die Prinzipien des Drehbuchschreibens. 978-3-89581-045-9 Warum? Eigentlich schreibe ich Romane und Novellen. Aber Story war der erste Ratgeber, der mich wirklich begeistert und inspiriert hat. Und sehr, sehr vieles kann man auf Prosa übertragen. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass Ratgeber zum Thema Drehbuch viel knackiger auf den Punkt kommen. Deshalb gleich noch ein anderer Tipp:

                                                            Benjamin Benedict: Schreiben für Film und Serie. 978-3-411-75438-0 Warum: Zu Plot, Figurenentwicklung, Heldenreise und Co. finden sich hier kurze, aber lohnende Einführungen und kleine Schreibaufgaben. Ich hab zwar die Aufgaben selbst nicht bearbeitet, aber ich konnte kaum eine Seite lesen, ohne dass das Kreativitätszentrum im Hirn angesprungen ist und wie wild rotiert hat. Generell:

                                                            Die Reihe Schreiben ... im Dudenverlag, herausgegeben von Hanns-Josef Ortheil beinhaltet einige Perlen. Die kleinen Bändchen kosten leider jeweils 14,95, aber die, die ich gelesen habe, waren allesamt inspirierend. Und außerdem gibt es öffentliche Bibliotheken und zur Not die Fernleihe, um den Geldbeutel zu schonen.

                                                            Sybille Knauss: Schule des Erzählens - ein Leitfaden für Roman- und Drehbuchautoren. 978-3-86671-011-5. Warum: Hmmm. Weil er anders ist. Ich vermute mal, das Buch entstand als Nebenprodukt einer Vorlesung oder so an der Filmakademie Baden-Württemberg. Der Tonfall ist mitreißend, der Inhalt humorvoll pointiert, auch wenn sie sich immer mal wiederholt. Ich habs einfach gern gelesen ...

                                                            Liebe Grüße in die Runde der Schreibwütigen

                                                            Mona Jeuk

                                                            Gelöschter Nutzer
                                                            RE: Die besten Schreibratgeber
                                                            Do, 21.04.2016 09:26 / Bearbeitet am: Do, 21.04.2016 09:58

                                                            Im Nachbar-Thread sind wir über verschiedene Autorenratgeber auf das Thema "Dialoge" gekommen. Leider bin ich noch in keinem Schreibratgeber so richtig fündig geworden, was die Aufbereitung speziell dieses Themas angeht. Bzw. war ich unzufrieden mit den Hinweisen, die oft nur an der Oberfläche bleiben. Daher meine Frage: 

                                                            Kennt ihr einen Schreibratgeber, der richtig gute Tipps zum Thema "Dialoge schreiben" beinhaltet?

                                                             

                                                            VG, Dorit 

                                                            • [Moderator]
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                                                            RE: Die besten Schreibratgeber
                                                            Do, 21.04.2016 09:40

                                                            Ich finde, dass Diana Hillebrand das mit "Heute schon geschrieben?" echt gut gemacht hat.

                                                            http://www.diana-hillebrand.de/buecher/sachbuecher/

                                                            • [Moderator]
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                                                            RE: Die besten Schreibratgeber
                                                            Fr, 22.04.2016 14:18

                                                            Ah ja? dann sollte ich mir das wohl auch mal zulegen ...

                                                            ...erledigt (*freu drauf*)

                                                            Liebe Grüße
                                                            Dirk

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                                                              RE: Die besten Schreibratgeber
                                                              Fr, 22.04.2016 18:05
                                                              • [Moderator]
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                                                              RE: Die besten Schreibratgeber
                                                              Fr, 22.04.2016 22:51

                                                              Lieber Andreas,

                                                              deine Vorschläge kenne ich natürlich schon 1f 607 und besitze alle bis auf das Buch von Gabriele L. Rico.
                                                              Wobei mich seltsamerweise das von Elizabeth George am meisten überrascht hat. Reiners ist was für Masochisten, aber sind wir (Autoren) das nicht alle? Frey scheint hier umstritten, wobei er mir durchaus etwas gebracht hat. King hilft einem nicht ratgebermäßig weiter, ist aber seeeehr gut und interessant zu lesen.

                                                              Mir persönlich gefällt noch Roy Peter Clark: Die 50 Werkzeuge für gutes Schreiben, wobai sich das nicht nur an Prosa-Autoren, sondern auch an Journalisten und sonstige "Texter" richtet.

                                                              Liebe Grüße
                                                              Dirk

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                                                                RE: Die besten Schreibratgeber
                                                                Sa, 23.04.2016 07:27

                                                                @Dorit

                                                                Vielleicht wirfst du mal ein Blick in

                                                                "Schau mir in die Augen, Kleines" von Oliver Schütte. Da geht es zwar um die Dialoggestaltung für Drehbuchautoren, aber ich finde, dass man da trotzdem sehr viel bei lernen kann.

                                                                http://www.amazon.de/%C2%BBSchau-mir-Augen-Kleines%C2%AB-Dialoggestaltun...

                                                                Federgruß

                                                                Nina

                                                                Gelöschter Nutzer
                                                                RE: Die besten Schreibratgeber
                                                                Sa, 23.04.2016 12:27

                                                                Danke schön für die weiteren Tipps.

                                                                Den Ratgeber von Elizabeth George hatte ich vor etlichen Jahren mal in der Hand, habe mich aber schwer damit getan. Aber vielleicht entwickelt sich ja was, wenn ich ihr eine zweite Chance gebe. Manche Bücher haben ihre Zeit.

                                                                Gabriele L. Rico habe ich hier im Regal, ebenfalls lange nicht mehr reingeschaut. Zweite Chance.....

                                                                Oliver Schütte: Den Titel hatte ich schon mal irgendwo aufgeschnappt, das Buch selbst kenne ich nicht, kommt auf jeden Fall in die Prüfung. Danke, Nina. :-)

                                                                 

                                                                liebe Grüße, Dorit 

                                                                  Status:
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                                                                  RE: Die besten Schreibratgeber
                                                                  Sa, 23.04.2016 18:16

                                                                  Hallo in die Runde,

                                                                  was mich derzeit am meisten inspiriert: Titus Müller, Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben. Ansonsten: Nicht nur im eigenen Saft schmoren, sondern viel lesen, auch im Blick auf die Methodik erfahrener Kollegen. So entwickelt sich ein persönlicher Stil.

                                                                  Gutes Gelingen
                                                                  wünscht

                                                                  Martin

                                                                  Seiten