Sie sind hier

Name Einsendeschluss Art Genre Zielgruppe Organisator

BurgschreiberIn zu Laufenburg 2021

Zielgruppe

AutorInnen

Art der Förderung

Aufenthaltsstipendium

Einsendeschluss/Bewerbungsfrist

Veranstalter/Veranstalterin

Petra Gabriel und Martin Willi

Preisgeld (Gesamtsumme in EUR)

7 450.00 EUR

Preisaufteilung

– die kostenlose Unterkunft – jeweils anderthalb Monate in Laufenburg/Schweiz und Laufenburg/ Deutschland. Diese wird nach Absprache entweder in Privatquartieren oder in einer gewerblichen Unterkunft zur Verfügung gestellt. Auch eine Mischform beider Unterbringungsmöglichkeiten ist denkbar. Ziel ist es, die unkomplizierte Einbindung der Gäste ins Leben der beiden Kommunen und das gegenseitige Kennenlernen zu erleichtern.

– eine monatliche Aufwandsentschädigung von 950 Euro.

Teilnahmegebühr (EUR)

0.00 EUR

Vergabe an

Alle
über 18 Jahre

Genre/Kategorie

Belletristik, Biografie, Autobiografie, Drehbuch, E-Book, Erotische Literatur, Erzählung, Essay, Abhandlung, Fantasy, Feature, Geschichte, Kurzgeschichte, Heftroman, True Storys, Historischer Roman, Horror, Hörspiel, Internet-tes, Kinder-/Jugendliteratur (Belletristik), Kinderbuch, Krimi, Thriller, Kurzkrimi, lesbisch/schwule Literatur, Libretto, Lyrik, Märchen, Sagen, Mythen, Mundart, Novelle, Phantastik, Prosa, Kurzprosa, Roman, Satire, Science Fiction, Songtexte, Sonstiges, Texte (allgemein), Theaterstück, Utopie/Staatsroman

Thema

Kein Thema

Teilnahmebeschränkungen

Umsetzung

In welcher literarischen Form der Aufenthalt umgesetzt wird, steht jeder Burgschreiberin/ jedem Burgschreiber frei – Gedicht, Drehbuch, Novelle, Kurzgeschichte, Roman – jede Form von Lyrik oder Prosa ist willkommen, der Bezug zu Laufenburg und der speziellen Situation der Stadt sollte aber erkennbar sein.

Aufgaben der(s) Burgschreiberin(s)

Falls dies aufgrund der Corona-Regelungen möglich ist, wird der erste, obligatorische Termin eine öffentliche Lesung sein, in deren Rahmen die/der Burgschreiberin/-schreiber sich und ihr/sein bisheriges literarisches Schaffen vorstellt. Bei dieser Lesung wird zudem auch das Stipendium beziehungsweise die Ernennungsurkunde der(s) Burgschreiberin(s) offiziell übergeben.

Dazu kommen weitere Lesungen beidseits des Rheins, zum Beispiel in der Stadtbücherei oder auf Wunsch auch der Besuch in einer Schule. Die genauen Termine stehen noch nicht fest, werden aber jeweils abgesprochen.

Eine resümierende Präsentation der Zeit in Laufenburg beschließt die aktive „Amtszeit“. Diese Präsentation kann auf den beiden Websites von Laufenburg und/oder in Form einer Publikation veröffentlicht werden.

Alle Veranstaltungen während der drei Monate des Aufenthalts sind honorarfrei und sollten im Zeichen eines wechselseitigen und lebendigen Austausches stehen. Es wird eine Kollekte zur Deckung der Unkosten erhoben, ein Buchverkauf der Autoren ist möglich.

Je nach Umfang und Art der Arbeit ist im Nachgang eine honorierte Publikation und/oder des in Laufenburg entstandenen Werks über die Homepages beider Städte oder als online-Publikation angedacht, sofern der Autor zustimmt. Möglich wäre bei kürzeren Arbeiten auch eine Print-Anthologie, die mehrere Burgschreiber-Jahre umfasst.

Beschreibung

Die beiden Städte Laufenburg/Baden und Laufenburg/Schweiz schreiben für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Mai 2021 zum zweiten Mal das Burgschreiberstipendium für deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus der Schweiz und aus Deutschland aus. Die Ausschreibung erfolgt im zweijährigen Turnus. Die jeweilige Burgschreiberin/der jeweilige Burgschreiber bekommen einen monatlichen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten von 950 Euro sowie freie Unterkunft – sechs Wochen in Deutschland und sechs Wochen in der Schweiz.

Die grenzüberschreitende Form ist bewusst gewählt und macht dieses Stipendium in gewisser Weise zu etwas Besonderem. Laufenburg war einmal eine Stadt mit einer gemeinsamen Kultur, gemeinsamen Sitten und Gebräuchen, regiert von den Habsburgern – bis Napoleon kam und der Rhein zur Grenze wurde. Die Laufenburger mussten lernen, damit umzugehen. Mitglieder einer Familie lebten plötzlich in verschiedenen Ländern. Bräuche wie die gemeinsame Laufenburger Fasnacht, einer der ältesten im alemannischen Sprachraum, mussten an die Gepflogenheiten in zwei Ländern angepasst werden.

Doch die Bewohner von Laufenburg/Baden und die Laufenburger im schweizerischen Kanton Aargau gaben nicht auf, liessen sich nicht auseinanderdividieren, auch wenn die Lage, unter anderem die Corona-Pandemie, im Verhältnis der beiden Länder einiges an Veränderungen gebracht und die Zeit die Unterschiede sichtbarer gemacht hat. Es gibt in Laufenburg drei Bahnhöfe, zwei Brücken und beidseits des Rheins jede Menge Brückenbauer, die gemeinsame Ereignisse wie das Kulturfestival „Fliessende Grenzen“ möglich machen.

Von 1996 bis 2004 gab es in Laufenburg das Kunststipendium, das dann leider verschwand. Das Organisationsteam, namentlich Autorin Petra Gabriel aus Laufenburg/Deutschland und Kulturmanager und Autor Martin Willi aus Laufenburg/Schweiz (theater WIWA, kultSCHÜÜR) haben sich deshalb um die Einführung eines Stipendiums mit dem Titel: „Burgschreiber(in) zu Laufenburg“ bemüht.

Wir, die Initiatoren des Laufenburger Burgschreiberstipendiums, hoffen sehr, mit diesem Stipendium ebenfalls dazu beizutragen, dass Ländergrenzen und politische Unterschiede in der Begegnung zwischen Menschen eine immer kleinere Rolle spielen. Daneben liegt uns die Förderung der Literatur, beziehungsweise der Austausch und die gegenseitige Inspiration von Künstlern aus verschiedenen Ländern am Herzen. Laufenburg selbst mit den beiden mittelalterlichen Altstädten in der Schweiz und in Deutschland, die schöne Umgebung mit Bergen und Fluss und das im Herzen Europas, gleichzeitig aber an der Aussengrenze der EU, bietet, wie wir finden, jede Menge Anregungen für Kreativität und Fantasie.

Wir werden von beiden Städten Laufenburg dankenswerter Weise mit einem – in Bezug zur Grüße der jeweiligen städtischen Haushalte – erheblichen Beitrag zu den Kosten unterstützt. Ohne diese Unterstützung wäre die Ausschreibung nicht möglich gewesen.

Bewerbung

Unabhängig von Staatsangehörigkeit und literarischer Gattung ist jede(r) deutschsprachige Autor(in), die/der in den Ländern Schweiz oder Deutschland einen Wohnsitz hat, eingeladen, sich zu bewerben – möglichst in elektronischer Form.
Sie/Er muss mindestens eine selbstständige, nicht im Eigenverlag erschienene Publikation nachweisen. Die Bewerbung (maximal zwei A4-Seiten) umfasst den bisherigen Werdegang. Besonders freut sich Laufenburg auf die „Blaupause“ (maximal eine A4-Seite) über die Triebfedern, Vorhaben und Ideen, die es für den Aufenthalt in der Stadt gibt.
Die Jury beurteilt die Bewerbungen und vergibt den Titel des Burgschreibers.

 Einsendeschluss ist Ende Oktober 2020, Bewerbungen, bevorzugt per Mail an:
[email protected]

[email protected]

Schriftliche Bewerbungen werden nur in begründeten Ausnahmefällen entgegengenommen.

Besonderer Hinweis

Modalitäten des Stipendiums

Für drei Monate wird ein künstlerischer Freiraum geboten, in dem sich die/der Stipendiatin/Stipendiat inspirieren lassen und die Stadt durch ihr/sein Wirken inspirieren kann. Während dieser Zeit wird dem oder der Burgschreiber(in) auf jeder Seite des Rheins ein „Pate“ oder eine „Patin“ zur Seite gestellt werden, der/die Türen, zum Beispiel zu Archiven oder Vereinen, öffnet.

Auch die Jury setzt sich aus Mitgliedern beider Länder zusammen:

Jury

Petra Gabriel und Martin Willi

Renata Vogt, Laufenburg/Deutschland; Buchhändlerin und Kulturorganisatorin

Florence Aggeler, Laufenburg/Schweiz; Übersetzerin, Linguistin und Betriebsleiterin Sprachpanorama

Raimund Huber; Stadtrat Laufenburg/Deutschland

Melanie Friedli; Leiterin Tourismus Laufenburg/Schweiz, als Vertreterin des Stadtrats Laufenburg/Schweiz

Gastjuror Markus Manfred Jung; Autor und Burgschreiber 2019. Er steht auch für Nachfragen zur Verfügung.

 

Kontaktmöglichkeit

Postalisch

Burgschreiber(in) zu Laufenburg

c/o Martin Willi

Rhypark 8, CH-5080 Laufenburg

Telefonisch

Petra Gabriel – 0049178 8830753 / Martin Willi – 004179 3291933

https://www.burgschreiber-laufenburg.com/

Vergabeturnus

Alle zwei Jahre

Gestiftet von/Sponsoren

Stadt Laufenburg/Baden, Stadt Laufenburg/Schweiz, private Spender

Juroren

Petra Gabriel, Martin Willi, Renata Vogt, Raimund Huber, Florence Aggeler, Melanie Friedli, Gastjuror Markus Manfred Jung

Schlagworte

Deutschland, Schweiz, Literatur, Belletristik, Prose, Lyrik, Aufenthaltsstipendium, Autorenaufenthalt, grenzüberschreitend