Ein Toter im Schiefer. Eine Lüge an der Saar. Ein Krieg im Hunsrück.
An der sonnenverwöhnten Mosel, in der weltberühmten Steillage "Götterdämmerung", wird die Leiche des Winzers Matthias Kremer gefunden. Alles deutet auf einen tragischen Arbeitsunfall hin – ein Ausrutscher im tückischen Schiefer.
Doch Kriminalhauptkommissar Jupp Keppler, ein stoischer Ermittler der alten Schule, der kurz vor seiner Pensionierung steht, glaubt nicht an Zufälle. Die Spuren sind zu sauber, die Motive zu zahlreich.
Zusammen mit seiner jungen, ehrgeizigen Kollegin Lena Marx beginnt Keppler zu graben. Was als regionaler Mordfall beginnt, sprengt schnell jeden Rahmen. Die Ermittlungen führen das ungleiche Duo von den idyllischen Weinbergen an die Saar und tief hinein in die nebligen, verschwiegenen Wälder des Hunsrücks.
Sie stoßen auf ein explosives Geheimnis: ein milliardenschweres Projekt um die Kontrolle über das Wasser in Bärenbach, eine Ressource, die wertvoller ist als jeder Wein.
Die Jagd nach der Wahrheit wird zu einem Albtraum, als Keppler und Marx erkennen, dass der wahre Feind nicht im Dunkeln lauert, sondern in den eigenen Reihen sitzt. Polizeipräsident Weigand und der skrupellose SEK-Chef Kroll ziehen die Fäden einer Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise von Politik und Wirtschaft reicht.
Plötzlich sind die Jäger die Gejagten.
Allein, verwundet und von der eigenen Behörde zum Abschuss freigegeben, gibt es nur einen, der ihnen vielleicht helfen kann: Toni Gilles, ein Geist, den sie selbst jagen. Der "Waldläufer vom Hunsrück" – ein Eremit, ein Mörder und ihre letzte, tödliche Hoffnung.
"Schatten im Schiefer" ist der Auftakt zu einer epischen Saga, die Keppler und Marx alles kosten wird. Denn in diesem Krieg ist der Sieg nur der Anfang einer neuen Lüge, und die Jagd hat gerade erst begonnen.