Der 81-jährige Autor warnt mit Blick auf den Ukraine-Krieg alle "kriegstüchtigen" Männer in Deutschland: Im Falle eines NATO-Krieges sollten sie nicht nur den Wehrdienst verweigern, sondern das Land als Selbstschutz verlassen, so wie viele Ukrainer und Russen, die längst im Ausland leben.
Zur Einordnung erinnert Böttjer an seinen Wehrdienst: Während einer NATO-Übung wurde deutlich, dass es nicht um Verteidigung ging, sondern darum, einen Vormarsch der Warschauer-Pakt-Staaten zu verzögern, bis die USA verhandeln können. Für ihn ein Zeichen: Aufrüstung war schon damals ein Irrweg.
Franz-Josef Strauß sagte einst: "Wem ein Gewehr in die Hand gegeben wird, dem soll die Hand abfallen." Für Böttjer wäre das ein passender Schlusssatz für eine entmilitarisierte Zukunft.
Seine Kriegsablehnung begründet er auch mit Erinnerungen an Gewalt durch Soldaten verschiedener Nationen.
Böttjer hatte sich als junger Mann zum Ziel gesetzt, seine Lebenszeit zu verstehen. Deshalb bildet der Autor auf dem Hintergrund seines Wissens insbesondere das Leid der deutschen Zivilbevölkerung und der Wehrmachtssoldaten ab. Ziel ist es, gerade die jungen Deutschen, die "kriegstüchtig" werden sollen, einmal das bisher verschwiegene grauenvolle Schicksal vieler unserer Soldaten vor Augen zu führen. "Niemals kämpfen wir wieder" steht am Ende einer Ahnenreihe des Autors, dessen männliche Verwandte als Väter, Cousins sowie Onkel am letzten Krieg teilnehmen mussten.