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Federwelt

Zeitschrift für Autorinnen und Autoren
Nr. 81 April / Mai 2010
Preis Print: 
6,50 EUR
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  • Berufsbild Lektor/Lektorin
  • Vom schwierigen zweiten Roman
  • Literarische Aufstellungen
  • TV-Serien schreiben | Hörspiele machen

Artikel & Interviews

  • 4

    Berufsbild Lektor

    Was Verlagslektorinnen und -lektoren heutzutage alles tun. Von Sarah Schönfelder.
  • 8

    Das schwierige zweite Buch

    Philipp Meinhold erzählt vom Schriftsteller- Werden und -Bleiben.
  • 12

    Ein Buch veröffentlichen: die 7 größten Legenden

    Von Autor zu Autor: Ein erfahrener Schriftsteller sagt, wie es wirklich ist, ein Buch zu veröffentlichen. 
  • 16

    Geschichten Leben einhauchen: Drehbücher schreiben

    Ein Interview von Jennifer Muhr mit dem Drehbuchautor Justus Hütter
  • 20

    Ranzige Lappen

    Ein Interview mit Hörspielmacher Paul Plamper über seine Arbeit
  • 24

    Aufstellungen - Wo literarische Figuren zum Leben erweckt werden

    Christoph Altmann im Gespräch mit Stefanie Erdrich
  • 32

    Software für AutorInnen (Teil 2)

    Vorgestellt für Marco Wilhelm Linke
  • 35

    Steckbrief: Matthias Kehle

    Sandra Uschtrin im Gespräch mit dem Vorstand des VS Baden-Württemberg
  • 39

    Musik als Stimmungsmacherin

    ... im Text und ... während des Schreibens

Rezensionen

  • 23

    Joseph von Westphalen

    Pia Helfferich rezensiert das Buch »Aus dem Leben eines Lohnschreibers« 
  • 54

    Digest

    von Marc Halupczok
  • 58

    FIXPOETRY - Literatur am Bildschirm

    rezensiert von Ben Sonnborn

Kolumnen

  • 5

    Reich werden mit Goetz Buchholz

    Diesmal: Jetzt gibt es wieder Geld geschenkt
  • 11

    Die Kummerecke

    von und mit Dr. Erika von Eichkamp-Luchterfisch
  • 19

    Rezitationskurs von Michael Rossié

    Folge 21: Die Beleuchtung
  • 27

    Was ist eigentlich ...?

    Folge 5: Autorenhonorar
  • 36

    Mach die verd... Lesung

    Eine Glosse von Stephan Waldscheidt

Prosa & Lyrik

  • 42

    Texte aus der »Tippgemeinschaft 2010«

Ausserdem

  • 28

    Terminkalender

    Wettbewerbe und Stipendien
  • 56

    Kurzmeldungen

    Neues aus dem Literaturbetrieb

Editorial

»Ich sage das nicht in der Öffentlichkeit, was ich bin, weil dann jeder ankommt und sagt: ,Sie sind Lektorin! Darf ich Ihnen mal was schicken? Die Tante meiner Freundin schreibt nämlich gerne nette Geschichten!‘ Ohne Witz: Man bekommt unwahrscheinlich viele Manuskripte angeboten. Gerade so auf Feiern, wenn ich nicht in beruflicher Funktion irgendwo bin, stehe ich dann stundenlang in irgendeiner Ecke und muss mich darüber unterhalten, ob ich jetzt die Liebeslyrik von Tante Lenchen sehen will. Es wird in Deutschland sehr viel geschrieben, weil jeder glaubt, er muss veröffentlicht sein. Das ist mein Geschenk an die Menschheit, dass ich nicht schreiben möchte. Ich habe auch festgestellt, dass sehr wenige Lektoren tatsächlich schreiben wollen.«
(Maria Dürig, Limes Verlag*)

Natürlich wissen Sie, dass Lektorinnen und Lektoren nicht den lieben langen Tag Manuskripte lesen und in ihnen herumkorrigieren. Aber was machen sie eigentlich in den 45 Stunden, die sie in etwa jede Woche arbeiten? Womit genau verdienen sie Monat für Monat um die 2000 Euro netto?* Sarah Schönfelder, selbst Lektorin, erklärt in ihrem Beitrag »Berufsbild Lektor«, was alles zu den Aufgaben von LektorInnen gehört.
Aus der Sicht des Autors blickt Philip Meinhold auf den Buchmarkt. Thema seines Beitrags »Das schwierige zweite Buch«. Was soll daran schwierig sein, werden sich manche fragen, die ihrer ersten Veröffentlichung entgegenfiebern. Nach dem ersten Buch folgt halt das zweite, ist doch logisch. Stimmt. Und doch: Erst jetzt zeigt sich, ob man wirklich ein Schriftsteller/eine Autorin ist und bleiben wird. Die Messlatte liegt deutlich höher als beim ersten Mal. Damals war alles noch ein Spiel. Jetzt nervt es nur noch, wenn einen abends auf irgendeiner Party andauernd jemand fragt: »Und – was macht dein neuer Roman?« Da hilft eigentlich nur, möglichst schnell den dritten zu schreiben (so wie Philip Meinhold). Oder sich mit Maria Dürig (aus unserem Zitat) zu verbünden und gemeinsam auf eine andere Party zu gehen: inkognito!

Viel Freude mit unserer neuen Federwelt!

Sandra Uschtrin, Herausgeberin

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* Zitiert nach Walter  Hömberg: Lektor im Buchverlag. Repräsentative Studie über einen unbekannten Kommunikationsberuf. Konstanz: UVK 2010. S. 86f.

 

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