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    Beigetreten: 31.03.2016
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    Lohnt sich Papyrus Autor?

    Guten Tag liebe Gemeinde,

    in der Regel schreibe ich meine Geschichten mit Open Office (früher, auf einem anderen PC, nutzte ich auch Microsoft Word). Bei beiden Programmen sind die Korrektur-Tools oftmals unterirdisch, und eine Menge der Funktionen brauche ich überhaupt nicht, während ich andere vermisse.

    Ist da also Papyrus Autor eine gute Alternative? Ich werde mir vielleicht die Testversion runterladen, aber vorab wäre es super, wenn ich einige Meinung hören könnte.

    Herzlichen Dank

    schönen Gruß

    Klaus

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    Beigetreten: 12.03.2014
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    RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
    Mi, 06.04.2016 13:55

    Lieber Klaus,

    bei mir lautet die Antwort auf deine Frage eindeutig ja!
    Ich arbeite seit Jahren mit dem Programm, es entwickelt sich kontinuierlich weiter. Papyrus kommt mit langen Texten viel besser klar als die Briefschreibeprogramme, mehr sind die Textverarbeitungen für den Office-Bereich auch nicht. Vorteile gibt es viele und die jetzt alle aufzuzählen, erspare ich mir. Lies dich durch die informative Homepage von Papyrus, da erfährt man das Wesentliche. Einige Funktionen des Programms gehen auf Ideen von Andreas Eschbach zurück, der auch heute noch in Kontakt zu den Machern von Papyrus steht. Mir gefällt es, dass ich in einem Programm fast alles in einem Projekt speichern kann: Figuren,Orte, Plotplanung (es gibt die Pinwand, die Timeline und neu das Denkbrett, so eine Art aufgepimptes Midmap-Programm), Recherche und natürlich der Text selbst. Man kann bestimmte Teile des Textes ausblenden (sogenannter Geistertext), man kann sich nur die wörtliche Rede anzeigen lassen, kann den Text mit nur einem Klick in das Normseiten-Format umwandeln. Es gibt den Duden-Korrektor (aktuell die Version 11) und den Text-ÜV nach Andreas Eschbach. Eine Stilkontrolle und eine Lesbarkeitsanalyse. Alles natürlich optional und ohne Zwang.

    So, genug gelobhudelt, das Geld ist meiner persönlichen Meinung nach für den, der es ernst mit dem Schreiben meint, gut angelegt.

    Alternativen für Autoren, natürlich mit teilweise anderem Funktionsumfang:

    Scrivener, Preiswert und gut, aber nicht vergleichbar mit Papyrus,

    DramaQueen (jetzt auch für Prosa-Autoren, Beta 4 läuft sehr stabil) ist in verschiedenen Versionen erhältlich, von Gratis bis sehr teuer. Tolles, neues, deutsches Progamm

    Ywriter5, brauchbar und kostenlos.

    Für spezielle Fragen, einfach fragen!

    Liebe Grüße,
    Dirk
     

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    Beigetreten: 12.03.2014
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    RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
    Mi, 06.04.2016 14:05

    Lieber Klaus,

    da fallen mir noch andere Vorteile des Programms ein. Du kannst deine Texte per Klick in verschiedene E-Book-Formate umwandeln. Und da gibt es den sehr persönlichen, schnellen, deutschsprachigen Support. Auch Verbesserungsvorschläge und Ideen sind bei den Machern gern gesehen. Meistens meldet sich der Chef selbst (Ulli Ramps) und wie gesagt, persönlich und schnell. Noch ein netter Vorteil: Der Papyrus Autorenclub. Der bietet Besitzern der aktuellen Programmversion einen Adressenservice an. So kannst du in Facebook, auf deinen Webseiten und in deinen Büchern eine Berliner Adresse angeben. Dorthin kann dann auch Post geschickt werden. Diese wird auf Wunsch geöffnet und dir eingescannt gemailt (kostenlos) oder dir per Post an deine echte Adresse weitergeleitet (Portokosten übernimmt der Empfänger). Gerade, wenn man  unter Pseudonym schreibt oder seine tatsächliche Anschrift lieber nicht preisgibt, ein toller Service.

    Liebe Grüße
    Dirk

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      Beigetreten: 14.03.2014
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      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
      Mi, 06.04.2016 14:10

      Ich benutze Papyrus inzwischen, nutze es aber bei Weitem nicht voll aus. Für das meiste ist mir der Anlern-Aufwand für den erreichbaren Vorteil gegenüber meiner bisherigen Arbeitsmittel (Zettel bzw. "Dateien" bzw. "Landkarten" – die alle haargenau so aussehen, wie ich sie brauche) zu hoch. Die mit dem Duden kombinierte Korrekturfunktion ist okay, die Stilanalyse habe ich mal gestestet und für mich als nicht hilfreich abgehakt. Das Umschalten auf Normseiten ist für mich ganz nett, viel mehr aber auch nicht. Dafür ist es doch recht viel Geld, das zu berappen ist.

      Ich schätze aber sehr das Klemmbrett rechts für schnelle Notizen zwischendurch sowie die Möglichkeit, großen Abschnitten Namen zu geben (jeden Leerzeilen-getrennte Abschnitt oder mehreren davon oder auch mittendrin) – links ist diese "Liste" dann zu sehen (und kann mit Zusatzinfos gefüttert werden, was ich nich tue) und hilft z. B. beim Strukturieren, und man kann ratzfatz ganze Abschnitte austauschen oder verschieben. Dies sind die Gründe, warum ich die Anschaffung nicht bereue.

       

       

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        Beigetreten: 26.01.2016
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        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
        Mi, 06.04.2016 14:59

        Hallo!

        Auch ich nutze das Programm mittlerweile. Und es lohnt sich durchaus. Und das nicht nur im Bereich der Schriftstellerei. Ich selbst schreibe auch im wissenschaftlichen Sektor und gelegentlich im PR/Journalismus Bereich. Dafür eignet sich das Programm auch. Vor allem, weil in den letztgenannten Fällen häufig ein Problem mit Lektoren besteht. Wissenschaftliche Esseys lasse ich von Kollegen ansehen, aber diese sind natürlich keine professionellen Lektoren. Und im PR Bereich, nun da ist die Zeit für Lektoren sowieso nie vorhanden.

        Da ich das Programm noch nicht lange verwende, bin ich erst dabei es zu entdecken und will deshalb keine genauere Auskunft geben. Doch was mir aufgefallen ist: Falsch machen kann man so gut wie nichts. Es ist selbsterklärend. (Einzig: .docx-Daten müssen in .doc-Daten umgewandelt werden, weil .docx nicht unterstützt wird,)

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          Beigetreten: 10.11.2015
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          RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
          Mi, 06.04.2016 16:38

          Lieber Klaus,

          ich nutze Papyrus seit Anfang des Jahres. Nach ca. 230 Normseiten kann ich nur sagen: Niemals mehr ohne.

          Der wesentliche Vorteil besteht meiner Meinung nach vor allem darin, dass man mit Hilfe des Papyrus-Programmes nicht mehr nur an einem "Dokument",

          sondern am Projekt Buch arbeiten kann. Alles was man dafür braucht, wird man finden - Figurendatenbank, Zeitstrahl, Online-Recherche, und vieles mehr.

          Einschließlich der bereits von Dirk genannten Funktionen.

          Die Demo-Version hatte mich anfangs gar nicht so sehr überzeugt, nicht alle Funktionen waren zu nutzen. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es ein gute und wichtige

          Investition war.

          Liebe Grüße,

          Nancy

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          Beigetreten: 24.05.2014
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          RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
          Mi, 06.04.2016 17:18

          Hallo Klaus, 

          ich denke, das hängt in erster Linie von deiner bevorzugten Arbeitsweise ab. Ich persönlich kann weder etwas mit Papyrus noch mit den anderen Schreibprogrammen anfangen. Weil ich eben kaum elektronisch arbeite. Ich plotte von Hand, ich schreibe von Hand, meine Figuren entwickle ich von Hand. Wenn ich am Manuskript schreibe, dann liegen links und rechts neben meiner Kladde, später neben der Tastatur, die wichtigsten Dokumente, eben Szenenplan und Figurenblatt. Wenn ich das alles am Bildschirm sichtbar haben wollte, müsste ich jedesmal die Finger von der Tastatur nehmen, die Maus greifen ..raus aus dem Gedanken. Alternative: drei Monitore. :-)

          Wenn ich ein Buch schreibe, gerade ist das vierte fertig geworden, dann kommt der PC erst sehr spät zum Einsatz. Das liegt aber außerdem auch daran, dass ich meine Schreibprojekte gern unterwegs bei mir habe, in Papierform, damit ich unabhängig von allem jederzeit daran arbeiten kann. Und ich habe keine hochkomplexen Projekte, sondern immer nur reine Romane. Das muss man auch berücksichtigen.

          Ich weiß aber von Kollegen, dass viele genau andersherum arbeiten, zu jedem Projekt zig Dateien anlegen, usw. Für die hat sich nach eigenen Aussagen Papyrus tatsächlich zu dem Programm schlechthin entwickelt. Einig sind sich lediglich alle darin, dass man ein bisschen Zeit für die Einarbeitung braucht, aber die meisten sagen, dass die Investition sich lohnen würde. Und mit der Demo-Version bist du ja auf der sicheren Seite. Die hatte ich und wusste dann, ich kann so nicht. :-) 

           

          Also, viel Spaß beim Testen, 

          VG, Dorit 

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            Beigetreten: 15.03.2016
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            RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
            Mi, 06.04.2016 19:13

            Lieber Klaus,

            ich schließe mich der Meinung von Dorit insofern an, dass es wohl wirklich davon abhängig ist, WIE man bevorzugt arbeitet. Allen, die PC-affin sind, kann ich Papyrus auch nur empfehlen, wie die meisten derer, die dir geantwortet haben. Ich nutze es inzwischen seit 3 Jahren, schreibe gerade am 9. Buch und mein 3. mit Papyrus geschriebenes Buch wird im Juli veröffentlicht. Ich nutze tatsächlich auch nicht alles Features, aber das liegt wohl auch daran, was man schreibt. So habe ich die Zeitstrahl-Funktion bisher nicht gebraucht, aber ohne Klemmbrett und Personendatenbank käme ich (persönlich) nicht mehr klar.

            Auch die Funktion der Umwandlung in EBooks ist für mich genial, da ich regelmäßig mein Manuskript als EBook abspeichere, es dann auf meinem Handy zur Verfügung habe und in jeder freien Minute (Toilette, Bushaltestelle, Wartezimmer etc.) im EBook-Format mein Manuskript wieder und immer wieder lese und jedesmal neue Fehler entdecke. Ich weiß, dass es viele Menschen (auch Autoren, Agenten oder Lektoren) gibt, die nicht gerne elektronisch lesen, sondern Papier brauchen und mit Stiften darauf Notizen machen - ich mach das halt lieber elektronisch mit Lesezeichen und Anmerkungen.

            Alles eine Frage der Sichtweise und vor allem der Gewohnheit.

            Für mich hat sich der finanzielle Aufwand auf jeden Fall gelohnt, aber mit Empfehlungen ist es wie beim Arzt des Vertrauens: Des einen Wunderdoktor ist des anderen Kurpfuscher, je nachdem wie geholfen wurde.

            Ich bin mal gespannt, wie du dich entscheidest und welche Erfahrungen du machst.

            Viel Spaß beim  Schreiben und viel Erfolg

            LG Dieter

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              Beigetreten: 16.07.2014
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              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
              Do, 07.04.2016 06:49

              Moin.

              Papyrus hat sicher etliche tolle Funktionen. Ich muss aber ehrlich gestehen, mir war es bisher immer zu teuer.

              Die Stilanalyse mag toll sein, aber ich verlasse mich da doch lieber auf mein persönliches Sprachempfinden und -gefühl. Ich fühle mich nicht wohl, eine Maschine damit zu betrauen, die das anhand von irgendwelchen Mustern vergleicht. Was das angeht ist Schreiben für mich schon noch richtiges HANDwerk. Das lasse ich mir durch Technik zwar gern etwas erleichtern, aber auf gar keinen Fall abnehmen.

              Ich stimme Dorit zu. Es kommt auf die Arbeitsweise an. Ich arbeite ähnlich wie sie, wobei der PC bei mir doch eher zum Einsatz kommt, nämlich, wenn ich alles abschreibe (das mache ich sehr zeitnah, weil es mir sonst einfach zuviel ist). Plotten, Figuren, Rechercheliste, sowas mache ich auch von Hand. Wenn mir beim Schreiben was auf- oder einfällt schreib ich es schnell auf ein PostIt und pack es an die Tafel über meinem Schreibtisch. Da hab ich alles auf einen Blick, muss nicht switchen und nix. Und es geht schneller, gerade wenn ich Stichwörter (z. B. Szene) noch markieren will.

              Die Geschichte selbst schreib ich mal am PC, mal per Hand. Ich hab aber immer die letzte Szene ausgedruckt (passt einfach mehr auf eine Seite) dabei, damit ich unterwegs jederzeit weitermachen kann (per Hand).

              Für diese Arbeitsweise ist mir Papyrus einfach zu teuer und die Demoversion konnte mich nicht überzeugen. Ich bin bei Scrivener gelandet, das mit 40 Euro doch erheblich günstiger ist. Warum Dirk meint, es sei nicht vergleichbar, weiß ich allerdings nicht ;) Nur weil Papyrus ein paar mehr Funktionen hat?

              Die verschiedenen Ausgabeformate bietet Scrivener genauso. Egal ob pdf, Ebook, oder wie sie alle heißen. Personenkartei? Kannst du anlegen. Gut, wenn du ein Freund von Formularen bist, da weiß ich nicht, ob Scrivener sowas hergibt, ich denke nicht. Wäre mir auch zuviel Einschränkung. Ich hab da meine ganz eigenen Auflistungen für. Rechercheordner gibt es auch, da kannst du Text reinschieben, Bilder ohne großen Aufwand udn ich glaub sogar Videos. Im Inspektor hat man rechts die Möglichkeit für immer sichtbare Notizen. Einzelne Szenen lassen sich benennen, Schlüsselwörter vergeben, Zusammenfassungen, man kann jede Szene farblich markieren, um auf einen Blick zu sehen, wessen Perspektive es ist oder welcher Ort, was auch immer, du kannst selbst das Label festlegen ... ich hab selbst noch nicht alle Möglichkeiten von Scrivener kennen gelernt.

              Es gibt zu beiden Programmen im Netz unzählige Meinungen, aber auch entsprechende Demoversionen (http://www.literatureandlatte.com/wahrheit.php - 30 Tage testen).

              Schau wie du für gewöhnlich arbeitest und probier beide einfach mal aus. 1f 609

              Federgruß

              Nina

              edit: Hab dir mal ein Bildchen beigefügt, wie es aussehen kann. Ich schau mir sowas immer ganz gerne an. Die Pinnwand ist hier die Kapitelübersicht, die Karten sind die einzelnen Szenen samt Zusammenfassung. Die Farbe zeigt bei mir die Perspektive. Klickt man links in der Liste auf eine Szene erscheint da, wo die Pinnwand jetzt ist der Text, den man geschrieben hat. Man kann übrigens auch mit einem Klick nur den Text zeigen lassen, der Hintergrund wird dann ausgeblendet und erlaubt so ablenkungsfreies Schreiben. Wie transparent der Hintergrund sein soll lässt sich stufenlos regulieren, auch die Breite der Seite.

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              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
              Do, 07.04.2016 10:14

              Wobei ich sagen muss, dass gerade die Stilanalyse viel Schönes hat, bzw. hätte. Es ist ja nicht so, dass sie heimlich und unwiederbringlich in den Text eingreift, sondern die Arbeit am Text eben erleichtert und keineswegs abnimmt. Die Wörter werden ja nur markiert, so wie es jeder normale Lektor auch tut. Es sind einfach zwei Augen mehr, die den Text prüfen und das kann nie schaden. Meinem eigenen Sprachgefühl traue ich auch, nicht aber meiner Betriebsblindheit für den eigenen Text. Den können nur fremde Augen oder eben Analyseprogramme wertfrei betrachten.

              Ein weiterer Aspekt, der m.E. für die Stilanalyse spricht, ist die Tatsache, dass sie auf dem seit Jahren bewährten Überarbeitungsmodus eines gewissen Andreas Eschbach beruht. Sicher kein so kleines Licht im deutschen Literaturbetrieb. Die Stilananlyse übersetzt seinen altbekannten 10-Punkte-TüV in ein Programm, nichts weiter. Vor Jahren, als  Papyrus kaum bekannt war, habe ich mir genau diesen TüV auf seiner Homepage angeschaut und wende ihn noch heute an. :-) 

              http://www.andreaseschbach.de/schreiben/10punkte/10punkte.html

               

              Papyrus mag seinen Preis haben, aber wenn man bedenkt, wie viel Entwicklungsarbeit da drin steckt, seit gut zehn (!) Jahren, da erscheint er mir angemessen. 

              VG, Dorit 

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                RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                Do, 07.04.2016 10:17

                Ich hab Papyrus Autor einige Jahre (stets mit den neuesten Updates) genutzt. Dann bin ich auf Scrivener umgestiegen. Ich muss sagen, zwischen den beiden Programmen liegen Welten. Scrivener wurde speziell für Autoren entwickelt (Papyrus war ursprünglich ein Schreibprogramm). Die Übersichtlichkeit und die Unterstützung beim Plotten und Schreiben ist bei Scrivener einfach unschlagbar. Bisher habe ich in dem Programm keine Funktion vermisst. Übrigens war ich vom Papyrus Autoren-Forum ziemlich enttäuscht. Der Administrator (der Chef der Firma) löscht völlig selbstherrlich alle auch nur ansatzweise kritischen Fragen. Das Vorgehen ist mir völlig unverständlich und hat mich so verärgert, dass ich auf Scrivener umgestiegen bin. Heute bin ich froh darüber.*1f604*

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                RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                Do, 07.04.2016 13:47

                Kady schrieb:
                Für diese Arbeitsweise ist mir Papyrus einfach zu teuer und die Demoversion konnte mich nicht überzeugen. Ich bin bei Scrivener gelandet, das mit 40 Euro doch erheblich günstiger ist. Warum Dirk meint, es sei nicht vergleichbar, weiß ich allerdings nicht ;) Nur weil Papyrus ein paar mehr Funktionen hat?

                Liebe Nina,

                Puh, so eine kurze Anmerkung von dir, das wird jetzt eine längere Erklärung:

                Mit nicht vergleichbar habe ich eine funktionale, nicht eine qualitative Unterscheidung gemeint. Scrivener ist ein sehr gutes Programm, keine Frage. Es verfolgt lediglich einen etwas anderen Ansatz als Papyrus. Das ist letztlich wirklich, wie hier auch schon mehrfach geschrieben wurde, eine Frage der Arbeitsweise. Scrivener kann vieles genausogut wie Papyrus und sieht übrigens für seine schlanken vierzig Euronen deutlich schicker aus. Darauf kommt es mir allerdings nicht so an. Wer perfekte Grammatikkenntnisse besitzt, ein untrügliches Stilgefühl und somit keine Korrektur- oder Lektoratsfunktionen in "seinem" Programm braucht, der ist mit Scrivener bestens bedient.

                Der Preis ist für viele sicher ein schlagendes Argument, denn ich habe meine Version von Scrivener nach meinem allerersten NaNoWriMo mit 50% Rabatt bekommen (ist übrigens immer noch so, Teilnehmer am NaNoWriMo erhalten 20% Rabatt, dafür einfach zum NaNoWriMo anmelden und beim Kauf als "Gutscheincode" NANOWRIMO eingeben). Winner erhalten 50% Rabatt, das Angebot findet man nach dem NaNoWriMo in seinen "Winner Goodies"). Bis heute habe ich noch kein kostenpflichtiges Upgrade kaufen müssen. Scrivener ist, wenn ich mich nicht irre, momentan bei der Versionsnummer 2.7.

                 Papyrus Autor nutze ich schon sehr lange, da ist die aktuelle Version die 8.03M. Hier finden die kostenpflichtigen Upgrades ca. alle 1-2 Jahre statt, der Upgradepreis liegt derzeit bei 59 Euro, wenn man von der Version 7 upgraden möchte, von älteren Versionen aus kostet es mehr.

                Der Preis ist sicher ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung für oder gegen ein Programm, dem man seine Geschichten anvertrauen möchte. Ich habe sowohl Scrivener als auch Papyrus und das (übrigens hervorragende) DramaQueen 1.92 (ich Beta-teste gerade die Version 2.0 beta 4, die hat schon alle Funktionen für Prosa-Autoren dabei), alle drei jeweils für Mac UND Windows. Jedes der Programme ist hervorragend, weshalb hier natürlich auch gleich ein kleiner "Glaubenskrieg" losbricht, wenn der eine das eine Programm vorzieht, der andere aber das - genau - andere.

                Ich finde alle drei gut, jeweils für ihren Zweck. Der Zweck ist dabei der, den ICH dem Programm zuweise.

                DramaQueen: Ist genau, wie es der Name verspricht. Dieses Programm "Made in Germany" kommt ursprunglich aus dem Film- und Theaterbereich und ist dementsprechend für Drehbücher gedacht. Es gab aber von Prosa-Autoren Anregungen und Wünsche, die jetzt im Moment kurz vor der Veröffentlichung stehen. Ab Version 2.0 Ist ein Modul nur für Prosa-Autoren dabei. Das Programm ist perfekt dazu geeignet, eine Geschichte entstehen zu lassen, denn es kann Dinge, die weder Scrivener noch Papyrus können. Man kann die verschiedenen Handlungsstränge und die Spannungskurven planen, das Programm "überwacht" die Figuren der Story (dazu gibt man lediglich den Namen der Figur beim ersten Auftauchen in der Story in Großbuchstaben an). Auch werden Handlungsstränge überwacht, damit keine "loose Ends" entstehen. Was genau es damit auf sich hat, erfährt man am Besten auf der Homepage: www.dramaqueen.info/about (übrigens lohnt sich ein Blick in das "DramaWiki" auf der Homepage, gerade für Anfänger ist es ein netter Wissenszuwachs 1f 609

                Scrivener: Die Planungsmöglichkeiten (Korkwand mit Kärtchen, Timeline etc.) finde ich ganz nett, ich nutze aber lieber zum Planen meinen Kopf und DramaQueen, SnowflakePro und Papyrus. Und jede Menge Kaffee und Tee ... Zum "herunterschreiben" des First Draft ist Scrivener spitze, es stört mich nicht mit überfachteter Optik (der Redaktionsmodus von Scrivener ist definitiv besser als der Vollbildmodus von Papyrus, aber das mit der Optik hatte ich ja bereits angesprochen). Der Vollbildmodus von Dramequeen ist dem von Scrivener sehr ähnlich, mir gefällt der von Scrivener am Besten. An vielen Punkten merkt man dem Programm an, dass es ursprünglich Mac-only war. Die Windows-Version ist gut umgesetzt, jedoch kommt es immer wieder vor, das beim Wechsel der Datei vom Mac zum Windows-Recher (ich nutze beide Betriebssysteme) die "Formatierung" der Datei unterschiedlich gehandhabt wird. Das stört mich kolossal und ist weder bei Papyrus noch bei DramaQueen der Fall.

                Papyrus: Den nehme ich vornehmlich für das Bearbeiten des ersten fertigen Entwurfs und mindestens drei seiner Kinder. Hier ist meiner Meinung nach die Rechtschreibkontrolle durch den Duden-Korrektor 11 unschlagbar (der Duden Korrektor wird mittlerweile exclusiv für Papyrus weiterentwickelt, die letzte außerhalb von Papyrus erhältliche Version war meines Wissens Version 9). Sie Stilanalyse ist ein ebenso wertvolles Helferlein. Sie basiert (unter anderem) auf dem "10 Punkte Text-ÜV" von Andreas Eschbach. Diese Stilkontrolle wird von manchen gerügt; es wird unterstellt, dass der Text des Autors damit beeinflusst würde und dem Autor das Schreiben regelrecht abgenommen würde. Ihm würde ein bestimmter "Mainstream-Stil" aufgezwungen. Ich kann diese Kritik nicht teilen. Erstens ist die Funktion vom Benutzer detailliert konfigurierbar, sowohl daraufhin, was überhaupt kontrolliert werden soll, als auch in der Intensität. Sie gibt lediglich Vorschläge oder weist auf bestimmte Abweichungen von Konventionen hin, die in der heute üblichen Schreibweise anerkannt sind. Ob ich dann etwas ändere oder nicht, bleibt vollkommen mir überlassen, eine Autokorrektur gibt es nicht. Dann gibt es da noch die Lesbarkeitseinschätzung, die hilfreich sein kann, wenn man für eine bestimmte Zielgruppe schreibt. Hier wird einem anhand farblicher Hervorhebung von violett (schwer zu lesen) bis grün (leicht lesbar) ein Hinweis darauf gegeben, welcher Satz eventuell den Lesefluss stört.

                Mein Fazit: Die "eierlegende Wollmilchsau" aus "mundgeklöppelter Hühnerschwanzbaumwolle" ist keines der drei Programme. Es ist letztlich eine Frage der Arbeitsweise und nicht zuletzt der Brieftasche. Scrivener hat tatsächlich das beste Preis-Leistungsverhältnis, während ich persönlich dann doch besser mit Papyrus arbeiten kann. DramaQueen verspricht, ein tolles Programm für Prosa-Autoren zu werden. Wer allerdings Papyrus für teuer hält, sollte besser erst gar nicht über DramaQueen nachdenken. Da hilt auch deren Ratenzahlungsmodell nicht viel. 297 Euro ist eben kein Pappenstiel.

                So, entweder seid ihr jetzt über meinem Text eingeschlafen 1f 634 , oder ich habe euch vollends verwirrt 1f 633 . Aber ich habe hoffentlich klargemacht, dass es für mich bei den hier besprochenen Programmen kein gut oder schlecht gibt.  

                Und ich habe einen Höllenrespekt vor den AutorInnen, die Ihre Notizen und sogar die Texte von Hand schreiben. Bei meiner "Sauklaue" (bin Linkshänder) kann ich nach spätestens drei Tagen nichts mehr entziffern. Und als bekennender Computerschreiber hätte ich wahrscheinlich nach spätestens einer halben Seite einen Krampf im linken Unterarm 1f 630 ...

                Liebe Grüße
                Dirk

                    

                 

                  

                 

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                  RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                  Do, 07.04.2016 13:59

                  Zum Beitrag von Dirk:

                  Ein wirklich gelungenes und vor allem sehr informatives Plädoyer für "jeder nach seinem Geschmack"! Gerade die Anmerkungen zur "Sauklaue"und der Entzifferbarkeit von handschriftlichen Notizen fand ich sehr treffend. Ich bin zwar Rechtshänder, aber wenn ich dann doch mal handschriftliche Notizen mache, weil der Laptop nicht zur Hand ist, habe ich schon festgestellt, dass ich handschriftlich wesentlich langsamer schreibe als auf der Tastatur - und wenn die Gedanken denn dann gerademal so schön fließen, ist es lästig, wenn es nicht schnell genug geht. Schreibe ich dann schneller, kann ich's hinterher nicht mehr lesen.

                  Es lebe die Tastatur!

                  LG Dieter

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                  RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                  Do, 07.04.2016 14:09

                  Quasar schrieb:
                  Übrigens war ich vom Papyrus Autoren-Forum ziemlich enttäuscht. Der Administrator (der Chef der Firma) löscht völlig selbstherrlich alle auch nur ansatzweise kritischen Fragen. Das Vorgehen ist mir völlig unverständlich und hat mich so verärgert, dass ich auf Scrivener umgestiegen bin. Heute bin ich froh darüber.*1f604*

                  Lieber Gerd,

                  Das Autorenforum von Papyrus sollte wirklich kein Kriterium sein bei der Bewertung der Software Papyrus Autor. Das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe. Wobei ich dir in einer Sache recht geben möchte, es ist eben ein - ich habe das an andere Stelle hier im Forum schon einmal erwähnt - ein besonders persönlicher Support, den Papyrus aka Ulli Ramps da bietet. Da braucht man manchmal ein etwas dickeres Fell. Daher kann ich deine Verärgerung nachvollziehen. Ob die Moderatoren dort selbstherrlich Kommentare löschen, die auch nur ansatzweise kritische Fragen beinhalten, kann ich nicht beurteilen. Da sich das Forum dort allein auf die Software bezieht, ist es für mich nicht soo interessant. Hier wird dir das mit dem Löschen deiner Kommentare übrigens nicht passieren. Solange hier alle halbwegs respektvoll miteinander umgehen und die grundlegenden Regeln der Netiquette beachten, hat hier jede und jeder grünes Licht.

                  Bei Ulli Ramps und "seinem" Forum halte bitte im Hinterkopf, dass dort über ein Produkt gesprochen wird, dass die Lebensgrundlage einiger Menschen sein dürfte. Dort wird (tatsächlich) hart daran gearbeitet, den Kunden ein nach ihren Wünschen gestaltetes, möglichst fehlerfrei funktionierendes Produkt geliefert wird, das dann auch noch möglichst viele weitere Kunden gewinnen will. Vielleicht ist daher gerade beim Chef der Firma, der für den ganzen Laden die Verantwortung trägt, die Schmerzgrenze ein wenig tiefer angelegt als bei anderen Mods.

                  Ich freue mich, dass du in Scrivener "dein" Programm gefunden hast. Das du keine Funktion vermisst, zeigt, dass es für dich passt. Mir fehlen ein paar Funktionen in Scrivener, weshalb ich es nur zum "runterschreiben" nutze (weil ich es so schön billig vor Jahren gekauft habe).

                  Liebe Grüße
                  Dirk 

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                    RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                    Do, 07.04.2016 14:59

                    Lieber Dirk,

                    ich habe doch an keiner Stelle die Software mit den Vorgängen im Papyrus-Autorenforum bewertet.*1f62f* Und ich habe auch hier das Programm nicht schlecht geredet. Für Planung, Plot usw. halte aber Scrivener für geeigneter. Da ich selber eine Software-Firma besitze (Bereich Umweltschutz), weiß ich, dass man von den eigenen Produkten so sehr überzeugt ist, dass man Kritik nicht unbedingt gerne hört. Aber das gehört einfach zum Job dazu und bringt die Produkte letztendlich voran. Allerdings sind die Wünsche der Kunden schnell ausgesprochen und oft nur aufwändig realisierbar (was der aber selten abschätzen kann). Übrigens versuche ich mich immer angemessen auszudrücken (natürlich auch in diesem Forum, von dem ich viel halte). LG Gerd

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                    RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                    Do, 07.04.2016 15:23

                    Gerd Kramer schrieb:
                    ich habe doch an keiner Stelle die Software mit den Vorgängen im Papyrus-Autorenforum bewertet. 

                    Lieber Gerd,

                    na ja, du hast aus Verärgerung über die Vorgänge im Papyrus-Forum von Papyrus Autor zu Scrivener gewechselt, das kam bei mir dann so rüber. Dass du das Programm schlecht geredet hast, habe ich gar nicht so empfunden und darum habe ich das auch gar nicht erwähnt. Da hast du Etwas zwischen den Zeilen gelesen, das ich gar nicht beabsichtigt hatte ... Ob es der Papyrus Geistertext war?

                    Oh, von dem Forum hier halte ich auch viel, da sind wir 100% d'accord!

                    Liebe Grüße
                    Dirk

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                      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                      Do, 07.04.2016 16:25

                      Ahoihoi.

                      Auch wenn ich hier keine Grundsatzdiskussion von Zaun brechen wollte, muss ich trotzdem noch ein, zwei Anmerkungen da lassen.

                      Dorit, das mit dem 10-Punkte-Vorgehen mach ich ehrlich gesagt schon automatisch so, also bevor ich das jetzt gelesen hab. Wenn ich weiß, dass alle Szenen geschrieben sind, alle Plotfehler ausgemerzt und am inhaltlichen nichts mehr zu rütteln ist, kurz, es ans Stilistische geht, dann nehme ich  mir tatsächlich jeden Satz einzeln vor. Wie er sich anhört, was er sagt, ob er zur Stimme passt (Wortwahl), ob er sinnvoll, überflüssig oder eine Wiederholung ist. Dafür brauche ich kein Stilprogramm, das mir jedes zweite Wort anstreicht (Adjektiv, Adverb, indirekte Wahrnehmung, Passivkonstruktion, und was weiß ich, was noch alles). Das würde mich wahnsinnig machen. Im Endeffekt müsste ich ja ohnehin jeden Satz, jedes Wort noch einmal durch die Werkstatt schicken.

                      Zitat:
                      Papyrus mag seinen Preis haben, aber wenn man bedenkt, wie viel Entwicklungsarbeit da drin steckt, seit gut zehn (!) Jahren, da erscheint er mir angemessen. 

                      Von diesem Standpunkt aus möchte ich dir auch gar nicht widersprechen. Aber nur, weil die Arbeit den Preis rechtfertigen mag, heißt das nicht, dass ich das Geld dafür auch ausgebe, wenn ich nicht 100%igen Nutzen davon habe 1f 609

                      @Dirk

                      Zitat:
                      Puh, so eine kurze Anmerkung von dir, das wird jetzt eine längere Erklärung:

                      Ich hab mir schon gedacht, dass du das nicht so stehen lassen wirst 1f61c

                      Zitat:
                      Wer perfekte Grammatikkenntnisse besitzt, ein untrügliches Stilgefühl und somit keine Korrektur- oder Lektoratsfunktionen in "seinem" Programm braucht, der ist mit Scrivener bestens bedient.

                      Deutlich überspitzt, ohne Zweifel. Ich weiß, du hast es so nicht gemeint, dennoch. Ich maße mir nicht an, perfekte Grammatikkenntnisse zu besitzen oder ein untrügliches Stilgefühl. Aber ich bin der Meinung, dass man als Autor das Handwerk kennen und beherrschen lernen sollte. Aber in der heutigen Zeit wird einem leider viel zu viel von Apps, Programmen und Automaten abgenommen. Das sieht man übrigens auch in den verschiedenen Foren (ich hoffe, da fühlt sich jetzt keiner auf den Schlips getreten) und Social-Media-Plattformen sehr deutlich. Was da oftmals - in Schreiberkreisen (!) - rausgehauen wird, da rollen sich mir die Zehennägel auf. Wenn man darauf anspricht, hört man nur, man hat ja ein Programm, dass das Manuskript kontrolliert. Nur, wenn ich die Regeln von Rechtschreibung und Grammatik nicht kenne, weil es ja das Programm kann, woher soll ich dann wissen, welcher der Programmvorschläge zur Korrektur der richtige ist? 1f 609 Ich will damit eigentlich auch nur sagen, dass ein Tool zur Stilkontrolle nicht das Argument für den Kauf einer Software sein sollte, sondern vielmehr die Handhabung, die Übersichtlichkeit und die Plot- und Planungshilfen des Programms.

                      Zitat:
                      Die Windows-Version ist gut umgesetzt, jedoch kommt es immer wieder vor, das beim Wechsel der Datei vom Mac zum Windows-Recher (ich nutze beide Betriebssysteme) die "Formatierung" der Datei unterschiedlich gehandhabt wird. Das stört mich kolossal und ist weder bei Papyrus noch bei DramaQueen der Fall.

                      Versteh ich, dass dich das nervt. Aber ich frag mich ganz ehrlich, wieviele allein der hier mitpostenden regelmäßig zwischen den Betriebssystemen wechseln. 1f62f Dass der Dudenkorrektor sehr gut sein soll, hab ich schon gelesen. Wäre für mich aber der einzige Grund, das Programm zu erwerben und da grätscht tatsächlich der Preis wieder dazwischen ^^

                      Zitat:
                      Diese Stilkontrolle wird von manchen gerügt; es wird unterstellt, dass der Text des Autors damit beeinflusst würde und dem Autor das Schreiben regelrecht abgenommen würde. Ihm würde ein bestimmter "Mainstream-Stil" aufgezwungen. Ich kann diese Kritik nicht teilen

                      Da stimme ich mit dir überein, bezogen auf die 10 Punkte, die Herr Eschbach aufgelistet hat.

                      Zitat:
                      Dann gibt es da noch die Lesbarkeitseinschätzung, die hilfreich sein kann, wenn man für eine bestimmte Zielgruppe schreibt. Hier wird einem anhand farblicher Hervorhebung von violett (schwer zu lesen) bis grün (leicht lesbar) ein Hinweis darauf gegeben, welcher Satz eventuell den Lesefluss stört.

                      Ganz ehrlich? Wenn ich die Überarbeitungen gemacht hab, die ich Dorit oben schon genannt habe, dann lese ich mein Werk (nach einer Abstandspause) ohnehin noch einmal laut und konzentriert vor. Eben um die Lesbarkeit zu prüfen. Wenn ich bei den Sätzen ins Stocken gerate, das Atmen nicht unterkriege oder die Stimmen nicht höre, weiß ich, dass ich nochmal ran muss. Das ist übrigens auch eine sehr gute Übung, falls man mal in die Verlegenheit kommt, nach der Veröffentlichung eine Lesung halten zu müssen ;)

                      Zitat:
                      Die "eierlegende Wollmilchsau" aus "mundgeklöppelter Hühnerschwanzbaumwolle" ist keines der drei Programme. Es ist letztlich eine Frage der Arbeitsweise und nicht zuletzt der Brieftasche.

                      Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen ^^

                      Was übrigens das Handschreiben angeht, Jungs, das Die-eigene-Schrift-Entziffern-können lernt man mit der Zeit 1f 609

                      Davon abgesehen, hast du, Dieter, durchaus recht. Man schreibt (anfangs) langsamer. Aber dafür auch automatisch überlegter. Wenn man das mal ne zeitlang gemacht (geübt, trainiert) hat, hat man auch bald das gleiche Tempo drauf, wie beim Tastaturschreiben. Das kreative Denken ändert sich auch irgendwie. Und ich bin überzeugt davon, dass meine handschriftlichen Texte besser sind, als die am PC. Echter irgendwie, sie übermitteln mehr Bilder und Emotionen.

                      Federgruß

                      Nina

                       

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                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                        Do, 07.04.2016 16:27

                        Hallo in die Runde,

                        man hat mich gebeten, doch mal vorbeizuschauen, da es hier um Papyrus Autor geht, das zwar nicht mein Baby ist, aber doch so etwas wie mein Patenkind 1f60a

                        Zunächst: Scrivener besitze ich auch. Finde es auch ein tolles Programm. Tatsächlich war es der Grund, warum ich vor etwa 10 Jahren vom PC zum Mac gewechselt bin (damals war das Programm noch ganz neu, und es gab es nur für den Mac). Doch dann saß ich davor … und hatte die erste "Schreibblockade" meines Lebens! Aus irgendeinem Grund kann ich keine Prosa schreiben, wenn ich es mit lauter Einzeldokumenten zu tun habe; ich brauche "die lange Textwurst". So landete ich bei Papyrus, wo man just damals die Idee hatte, es "mehr in Richtung Romanschreiben" aufzubohren – und der Rest ist, wie man so sagt, Geschichte …

                        Ist das ein Argument gegen Scrivener? Nein. Es zeigt nur, was in der Diskussion hier schon öfter angeklungen ist: Jeder Autor arbeitet anders, jeder hat so seine Macken, und das scheint eben meine zu sein. Andere haben das Problem nicht und schreiben mit Scrivener – oder dem yWriter, der so ein ähnliches Konzept hat, nur nicht so schick – lustig einen Bestseller nach dem anderen. (Ich benutze Scrivener, wenn ich mit Sachtexten arbeite. Das kann ich damit. Nur Romanprosa nicht. Scrivener verleitet mich zum Grübeln, aber wenn ich grüble, "fließt" kein Romantext.) 

                        In meinen Augen entscheidend ist aber, dass Scrivener dezidiert keine Komplettlösung sein will, sondern davon ausgeht, dass der damit erstellte Text in einem anderen Programm weiterverarbeitet wird, sei es, was Formatierungen anbelangt, sei es, was das Hin und Her zwischen Autor und Lektor anbelangt mit Änderungsverfolgung und dergleichen. Dieses "nachgeschaltete" Programm kann WORD sein – oder auch Papyrus Autor. Ich kenne nicht wenige Autoren, die diese Kombination fahren: Rohfassung mit Scrivener oder yWriter "zusammenbasteln", anschließend in Papyrus Autor "polieren". Kann man so machen. Man kann aber auch gleich in Papyrus anfangen.

                        Der Punkt, der mir damals, als ich angefangen habe, Ulli Ramps und seine Mannen mit meinen Vorstellungen zuzutexten, am Wichtigsten war, war gerade die Überarbeitung. Für die damals kein anderes Programm irgendeine Hilfe angeboten hat, abgesehen von "Rechtschreibprüfungen", die in allen Office-Paketen ein Witz waren. Eine erste Fassung schreiben können viele, aber danach wird es dünn. Die erste Fassung ist nur der Steinbruch, aus dem man in der Überarbeitung den eigentlichen Text macht, und in meinen Wolfenbüttel-Seminaren habe ich immer wieder gesehen, dass sich mit dieser Phase fast jeder verdammt schwer tut – ich selber auch. Deswegen habe ich den Text-ÜV entwickelt, den ich aber selber, ganz ehrlich, nur bei ganz wichtigen Szenen wirklich komplett angewendet habe, weil es ein Verfahren ist, das "zu Fuß" einfach verdammt aufwendig ist. Ihn (unter dem Namen "Stilanalyse") nun automatisiert in meiner Schreibsoftware zu haben ist immer noch ein wahr gewordener Traum.

                        Hilft einem die Stilanalyse, wenn man selber kein Stilgefühl hat? Nein, keinen Meter. Das ist auch nicht der Sinn. Der Sinn ist, die "Betriebsblindheit" zu durchbrechen. Die Stilanalyse markiert etwas und signalisiert: Hier ist etwas, das Deiner Aufmerksamkeit bedarf, Autor. Und dann muss man selber entscheiden, ob, sagen wir, die Wortdoppelung gewollt ist (wer würde aus "Sein oder Nichtsein" das zweite "sein" streichen wollen?) oder stört. Ob das Adjektiv wirklich sein muss. Ob der Satz zu lang ist. Und so weiter. Das Programm tut nichts anderes, als ein besonders emsiger und pingeliger Lektor auch tun würde. Nur, dass man sich dem Programm gegenüber nicht rechtfertigen muss; es nimmt alle Entscheidungen des Autors widerspruchslos hin …

                        Ich lasse die Stilanalyse übrigens ausgeschaltet, solange ich noch in der Rohfassungsphase bin, und kann nur empfehlen, es ebenso zu halten. Erst schreiben, dann lektorieren – auf diese Weise kommen sich innerer Autor und innerer Lektor weniger in die Quere.

                        Das Programm ist nach heutigen Maßstäben nicht ganz billig (weiß eigentlich noch jemand, dass Word mal über tausend Mark gekostet hat?), aber es ist nun mal eine Software für eine ziemlich enge Zielgruppe; wenn man will, dass es die gibt, muss man die Entwickler schon einigermaßen leben lassen. Es ist aber auf jeden Fall eine gute Idee, sich, wenn man sich für Papyrus Autor interessiert, auf jeden Fall erst die Demoversion herunterzuladen, mit der man zeitlich unbegrenzt experimentieren kann. Empfehlenswert ist es, mal den einen oder anderen Abschnitt aus dem Werk, an dem man aktuell schreibt, in Papyrus zu laden und Stilanalyse und Lesbarkeitsanzeige einzuschalten (maximal eine Seite, danach schaltet die Stilanalyse ab – eine der Einschränkungen der Demo-Version): Man wäre nicht der Erste, der danach "Holla" sagt.

                        Erst mal so viel, ehe es ein Roman wird … 1f 617

                         

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                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                        Do, 07.04.2016 16:56

                        Hallo Herr Eschbach (oder doch lieber Andreas?),

                        danke für´s schnelle Vorbeischaun! Ich selbst bin ja auch einer von denen, die mehrere Programme zum Schreiben verwenden. So ein richtig nachvollziehbarer, logischer Grund dafür besteht aber offensichtlich nicht. Scrivener sieht recht schick aus (im Vergleich zum doch eher konservativ gestalteten Papyrus Autor) und lebt mittlerweile in "beiden Welten". Papyrus gibt es aber ebenfalls für Mac und Windows. DramaQueen ebenso. Das Statement, man könne dann auch gleich nur auf den Autor setzen, kann ich auch bestätigen. Nur, ich mache es nicht. Vielleicht, weil ich mal ordentlich Geld für die anderen beiden hingelegt habe (DramaQueen kostet immerhin stolze 297 Euro für die Pro-Version). Oder, weil ich die Abwechslung mag?

                        Ich freue mich, Sie (dich?) in der Autorenwelt gelesen zu haben und hoffe doch sehr auf weitere Besuche, wenn nicht gerade ein neuer Bestseller in Arbeit ist oder das Papyrus-Forum neue Ideen eingepflanzt bekommt. Hier wird über eine Menge an Themen diskutiert und da ist ja auch noch unser besonders fairer Buchshop 1f 609

                        Liebe Grüße
                        Dirk 

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                          RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                          Do, 07.04.2016 17:21

                          Hallo Dirk,

                          ich weiß, wie das ist; ich selber spiele schrecklich gerne mit neuer/anderer/ausgefallener Software herum und habe schon viel zu viel Geld für "Autorensoftware" aller Art ausgegeben – das meiste davon war letztlich dann doch nur eine besonders teure Version von Aufschieberitis. 1f 609

                          Auch meine Forenbesuche fallen grundsätzlich gerne mit Momenten zusammen, in denen der Schreibfluss am aktuellen Roman gerade ins Stocken geraten ist …

                          DramaQueen habe mir bisher aber noch verkniffen. Du bist der erste Autor, dem ich begegne, der überhaupt erwähnt, dass er damit arbeitet. 

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                            RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                            Do, 07.04.2016 17:26

                            Hallo!

                            Wenn jetzt schon alle möglichen Programme angesprochen worden sind, dann möchte ich noch den Hinweis auf Patchwork geben. Zeitstrahl, Dudenkorrektor, Figurendatenbank, Online-Recherche, Puristenmodus, Kreativboard und vieles mehr sind bei dem Programm auch zu finden.

                            Ich empfand das Programm bei aller Funktionsvielfalt als sehr intuitiv zu bedienen, weshalb ich andere Programme wieder vom Rechner geschmissen habe.

                            Die Betreuung durch Martin Danesch ist sehr schnell, sehr freundlich und sehr individuell.

                            Viele Grüße

                            Markus

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                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                              Do, 07.04.2016 17:31

                              Witzigerweise war es gerade die Stilanalyse, von der ich mir wegen der "Quelle" so viel versprochen hatte, die mich nach der Demo-Version dann aber erstmal Abstand nehmen ließ: Die voreingestellten Formalien führten zu nichts als nervender Optik – hilfreich fand ich daran gar nichts. Im Moment suche ich nach Einstellungen, die den Effekt verbessern, also mir tatsächlich nützen …

                               

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                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                              Do, 07.04.2016 17:59

                              Lieber Andreas,

                              Andreas Eschbach schrieb:
                              das meiste davon war letztlich dann doch nur eine besonders teure Version von Aufschieberitis.

                              Schuldig im Sinne der Anklage 1f 607 Es ist die Neugierde (die ich bei Autoren für immens wichtig halte), die mich hin und wieder dazu bringt, meinen PayPal zu quälen ...

                              Andreas Eschbach schrieb:
                              Auch meine Forenbesuche fallen grundsätzlich gerne mit Momenten zusammen, in denen der Schreibfluss am aktuellen Roman gerade ins Stocken geraten ist …

                              Oh, das tut mir leid. Wo hakt´s denn? 1f60f Vielleicht etwas Schützenhilfe aus der Laienspielgruppe gefällig? (gerne per PN, *grins*)

                              Andreas Eschbach schrieb:
                              DramaQueen habe mir bisher aber noch verkniffen. Du bist der erste Autor, dem ich begegne, der überhaupt erwähnt, dass er damit arbeitet.

                              Arbeiten ist zuviel gesagt, Experimentieren trifft es besser. Es hat faszinierende Möglichkeiten, wenn man sich mal in die Tiefen einarbeitet, damit warte ich aber noch, bis die Prosa-Version (V2.0) endgültig fertig ist. Ist eben ein ganz anderer Ansatz. Zum Plotten aber zumindest hochinteressant. Ob man dafür dann 297 Flocken locker machen möchte, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Ich empfehle, bis zum Release der 2.0 zu warten. Mindestens. Trotzdem: Tolle Software.

                              Liebe Grüße
                              Dirk

                               

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                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                              Do, 07.04.2016 18:09

                              179 Euro für ein Schreibprogramm, mit dem man Jahrzehnte arbeiten kann – ich bin immer wieder erstaunt, dass manche das für teuer halten. Autos kosten das Hundertfache und man kann mit ihnen nur von A nach B fahren. Hier geht es doch um das Handswerkszeug mit dem man tagtäglich bzw. nachtnächtlich zu tun hat. Erstaunlich!

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                                RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                Do, 07.04.2016 18:28

                                Naja, wenn es 179 Euro sind, für ein Programm bei dem während der Demonutzung Zweifel entstehen, ob man es in dieser Form einsetzen kann und will, ist es viel Geld. Auch wenn ich als Hobbyautor meine Schreibumgebung verbessern möchte.

                                Falls dann auch noch andere Hobbys nach Ausgaben verlangen (Leinwände, Musikinstrumente, Musiksoftware etc.) überlegt sich jeder, ob dieses Geld sein muss. Es soll ja auch Leute geben, die nicht bereit sind die 4 - 20 Euro für ein (e)Buch auszugeben.

                                Die W e r t schätzung einer Sache, speziell einer immateriellen kommt, glaube ich, nur dann, wenn man auch beurteilen kann, wie viel Arbeit dahinter steckt.

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                                  RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                  Do, 07.04.2016 18:29

                                  -entschuldigung, war zu ungeduldig und habe zweimal gepostet.

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                                    RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                    Do, 07.04.2016 18:34

                                    Sphärenspringer schrieb:

                                    Zitat:
                                     Andreas Eschbach schrieb: Auch meine Forenbesuche fallen grundsätzlich gerne mit Momenten zusammen, in denen der Schreibfluss am aktuellen Roman gerade ins Stocken geraten ist …
                                     

                                    Oh, das tut mir leid. Wo hakt´s denn? 

                                     

                                    Ach, halb so wild. Das Unterbewusstsein signalisiert, "nicht so schnell, ich muss erst mal nachdenken", weiter nichts. Kommt immer wieder vor.

                                     

                                    Zitat:
                                     
                                    Zitat:
                                    Andreas Eschbach schrieb: DramaQueen habe mir bisher aber noch verkniffen. Du bist der erste Autor, dem ich begegne, der überhaupt erwähnt, dass er damit arbeitet.
                                     

                                    Arbeiten ist zuviel gesagt, Experimentieren trifft es besser. Es hat faszinierende Möglichkeiten, wenn man sich mal in die Tiefen einarbeitet, damit warte ich aber noch, bis die Prosa-Version (V2.0) endgültig fertig ist. Ist eben ein ganz anderer Ansatz. Zum Plotten aber zumindest hochinteressant. 

                                    Unterstützung bei der Plotentwicklung versprechen einem ja viele Programme, aber hier finde ich (im Gegensatz zur Textanalyse) den Einsatz von Software ziemlich heikel: Was kann die tun, ohne einen ins Formelhafte, ins "Malen nach Zahlen" abrutschen zu lassen? Darüber denke ich schon seit mehr als einem Jahrzehnt nach, hab (natürlich!) auch schon allerhand Software ausprobiert, ohne was wirklich Brauchbares gefunden zu haben. Die einen sind so rätselhaft, dass man es letztlich doch wieder so macht, wie man denkt (ich sag nur: Dramatica …!), die anderen verkaufen einem einfache Ausfüllboxen zur Heldenreise … Auch DramaQueen hab ich mir (natürlich!) schon mal angeschaut, öfters sogar, konnte mich aber dann doch nicht damit anfreunden. Der "Holla-die-Waldfee"-Effekt blieb aus.

                                    Aber wie gesagt, jeder ist anders …

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                                      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                      Do, 07.04.2016 18:42

                                      Wörterhimmel schrieb:

                                      Naja, wenn es 179 Euro sind, für ein Programm bei dem während der Demonutzung Zweifel entstehen, ob man es in dieser Form einsetzen kann und will, ist es viel Geld. Auch wenn ich als Hobbyautor meine Schreibumgebung verbessern möchte.

                                      Nein, gegen sein Gefühl sollte man in solchen Dingen nicht handeln. Schon gar nicht sollte "aber der und der arbeitet auch damit" ein Argument sein. Ob man gut schreibt, hängt letztlich nicht von Software ab. Thomas Mann hat mit dem Füller geschrieben; das geht auch heute noch.

                                      (Nicht bei mir. Ich schreibe viel von Hand, aber Prosa habe ich nie anders als auf einer Tastatur verfasst.)

                                      Wie gesagt, jeder ist anders, und jeder muss selber herausfinden, was für ihn am besten funktioniert. Und damit's nicht zu einfach wird, ändert sich das, was für einen am besten funktioniert, auch im Lauf der Zeit ...

                                       

                                       

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                                      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                      Do, 07.04.2016 18:50

                                      Lieber Andreas,

                                      Andreas Eschach schrieb:
                                      Aber wie gesagt, jeder ist anders …

                                      und genau das ist ist auch so wichtig. Wie langweilig wäre der Literaturbetrieb, wenn wir alle genormte Klonschafe wären ...

                                      Liebe Grüße
                                      Dirk

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                                      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                      Do, 07.04.2016 19:07

                                      Sandra Uschtrin schrieb:
                                      179 Euro für ein Schreibprogramm, mit dem man Jahrzehnte arbeiten kann – ich bin immer wieder erstaunt, dass manche das für teuer halten. Autos kosten das Hundertfache und man kann mit ihnen nur von A nach B fahren. Hier geht es doch um das Handswerkszeug mit dem man tagtäglich bzw. nachtnächtlich zu tun hat. Erstaunlich 

                                      Für mich persönlich stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. So sehr, dass ich jedes kostenpflichtige Upgrade sofort kaufe, wenn es erscheint. Dadurch wird das Programm natürlich insgesamt teurer, aber beim Auto gibt es ja auch die Kfz-Steuer, die Versicherung, Benzin, Öl, Inspektionen und nicht zu vergessen, den TÜV. Da wird der Papyrus Autor zum Schnäppchen. Aber nicht jeder kann sich das leisten. Ich kenne eine alleinerziehende Mutter, die jahrelang zu wenig gegessen und sich absolut nichts geleistet hat, nur damit ihr kleiner Sohn nicht unterversorgt war. Für sie wären die 40 Euro für Scrivener schon zu teuer gewesen, weil am Ende eines Monats einfach nichts übrig war. Für Otto-Normalverdiener hingegen halte ich das Programm für erschwinglich, mach einer gibt für Zigaretten deutlich mehr im Jahr aus. Und Papyrus bringt einen nicht um, wie die Zigaretten, sondern weiter ...

                                      Letztlich muss jeder für sich selbst die Prioritäten setzen. Bei der Schnellebigkeit der Softwarebranche bezweifle ich allerdings, dass die 179 Euro ausreichen würden, um Jahrzehnte mit dem Programm zu arbeiten. da wären die Upgrades alle ein bis zwei Jahre schon notwendig, um up to date zu bleiben.

                                      Liebe Grüße
                                      Dirk

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                                      RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                      Do, 07.04.2016 19:13

                                      jon schrieb:
                                      Witzigerweise war es gerade die Stilanalyse, von der ich mir wegen der "Quelle" so viel versprochen hatte, die mich nach der Demo-Version dann aber erstmal Abstand nehmen ließ: Die voreingestellten Formalien führten zu nichts als nervender Optik – hilfreich fand ich daran gar nichts. Im Moment suche ich nach Einstellungen, die den Effekt verbessern, also mir tatsächlich nützen …

                                      Liebe Ulrike,

                                      du kannst die Darstellungsweise der Markierungen in deinem Text recht frei selbst konfigurieren. Auch kannst du dir aussuchen, welche Vorschläge überhaupt gemacht werden sollen, andere kannst du abschalten. Ich mache immer mehrere Durchgänge mit bestimmten Fehlern, die mir passieren. Dann ist es nicht so kunterbunt im Text. Übrigens hat Papyrus Autor ein wirklich lesenswertes Handbuch. Deutlich lesefreundlicher geschrieben als die üblichen Softwareanleitungen. 

                                      Liebe Grüße
                                      Dirk

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                                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                        Do, 07.04.2016 19:15

                                        Andreas Eschbach schrieb:
                                        Thomas Mann hat mit dem Füller geschrieben; das geht auch heute noch.

                                        Ja, dafür kann auch eine Menge Geld investiert werden. Auch wenn die Auswahl an Füllern mittlerweile nicht mehr so groß ist, wie ich sie aus meiner Jugendzeit in Erinnerung habe.

                                        Andreas Eschbach schrieb:
                                        Wie gesagt, jeder ist anders, und jeder muss selber herausfinden, was für ihn am besten funktioniert. Und damit's nicht zu einfach wird, ändert sich das, was für einen am besten funktioniert, auch im Lauf der Zeit ...

                                        Zustimmung, das ist nicht nur beim Schreiben so.

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                                          RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                          Do, 07.04.2016 19:25

                                          Sphärenspringer schrieb:
                                          Bei der Schnellebigkeit der Softwarebranche bezweifle ich allerdings, dass die 179 Euro ausreichen würden, um Jahrzehnte mit dem Programm zu arbeiten. da wären die Upgrades alle ein bis zwei Jahre schon notwendig, um up to date zu bleiben.

                                          Das scheint eher ein Männerproblem zu sein. 1f 604 Es gibt doch einige, die noch mit Hard- und Software arbeiten, die in der Branche schon ein "H" im Typenschild tragen dürften. "Läuft doch noch so gut".

                                            Status:
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                                            RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                            Do, 07.04.2016 19:26

                                            Sphärenspringer schrieb:
                                            Ich kenne eine alleinerziehende Mutter, die jahrelang zu wenig gegessen und sich absolut nichts geleistet hat, nur damit ihr kleiner Sohn nicht unterversorgt war. Für sie wären die 40 Euro für Scrivener schon zu teuer gewesen, weil am Ende eines Monats einfach nichts übrig war.
                                             

                                            In so einem Fall würde ich allerdings auch zu OpenOffice raten oder yWriter oder dergleichen.

                                             

                                            Zitat:
                                            Letztlich muss jeder für sich selbst die Prioritäten setzen. Bei der Schnellebigkeit der Softwarebranche bezweifle ich allerdings, dass die 179 Euro ausreichen würden, um Jahrzehnte mit dem Programm zu arbeiten. da wären die Upgrades alle ein bis zwei Jahre schon notwendig, um up to date zu bleiben.

                                            Die Frage ist, wie up to date man bleiben muss. Mein iMac ist jetzt 10 Jahre alt und rennt immer noch wie am ersten Tag. Die meisten Computer würden so lange und länger halten, sie werden nur vorher rausgeschmissen. Für Software gilt das erst recht, die nutzt sich ja nicht ab. Alle Änderungsnotwendigkeiten kommen von außen, und die meisten sind künstlich erzeugt. 

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                                            RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                            Do, 07.04.2016 19:39

                                            Markus Fischer schrieb:
                                            Wenn jetzt schon alle möglichen Programme angesprochen worden sind, dann möchte ich noch den Hinweis auf Patchwork geben. Zeitstrahl, Dudenkorrektor, Figurendatenbank, Online-Recherche, Puristenmodus, Kreativboard und vieles mehr sind bei dem Programm auch zu finden.Markus

                                            Lieber Markus, 

                                            Danke für die Erwähnung des Programms. Martin Danesch ist soweit ich weiß ebenfalls Mitglied in der Autorenwelt und sei daher an dieser Stelle ebenfalls gegrüßt. Ich selbst werde mit dem Programm überhaupt nicht warm. Allein die Oberfläche ist für mich persönlich total überfrachtet, ich werde schon vom Anschauen nervös. Und ich muss dich korrigieren: Ein Duden Korrektor ist dort nicht an Bord. Es gibt für die Rechtschreibprüfung zwei Wörterbücher, ein programmeigenes Projektwörterbuch und ein individuelles, welches du dir selbst entwickeln kannst. Für die Grammatikprüfung gibt es eine "Dudenähnliche Prüfung namens "Language Tool" (weshalb man hier dann den Namen Duden gebraucht, erschließt ich mir nicht) und der Thesaurus zeigt automatisch alle Synonyme an. Es wird damit geworben, dass der lästige Rechtsklick entfällt. Ist Geschmackssache, mich nervt die Automatik. Stilüberprüfung und Lesbarkeitseinschätzung  sind ähnlich wie im Papyrus Autor.

                                            Das einzig echte Duden-Tool in Patchwork ist die Duden Proof Factory, die eigentlich Bestandteil von Content-Management-Systemen, Redaktions- oder Publishingsystemen ist. Meiner Meinung nach ist das nicht wirklich mit dem Duden Korrektor vergleichbar.

                                            Alles in allem macht das Programm seinem Namen alle Ehre. Es ist, und ich meine das nicht im negativen Sinne, denn das Programm hat durchaus einige treue Nutzer, Flickwerk. Viele, vielleicht zuviele Optionen, und ist für mich alles außer intuitiv. Wahrscheilich gibt es im Tempest daher auch regelmäßig Workshops von Martin zu lesen.

                                            Nochmal, ich möchte das Programm nicht runtermachen, es ist nur nichts für mich ganz persönlich. 

                                            Liebe Grüße
                                            Dirk  

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                                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                              Do, 07.04.2016 19:42

                                              jon schrieb:
                                              Witzigerweise war es gerade die Stilanalyse, von der ich mir wegen der "Quelle" so viel versprochen hatte, die mich nach der Demo-Version dann aber erstmal Abstand nehmen ließ: Die voreingestellten Formalien führten zu nichts als nervender Optik – hilfreich fand ich daran gar nichts. Im Moment suche ich nach Einstellungen, die den Effekt verbessern, also mir tatsächlich nützen …

                                              Vielleicht hilft ein Blick in die Entwicklungsgeschichte der Stilanalyse: Die erste Funktion, die ich seinerzeit (in einem selbst programmierten Schreibprogramm!) in diese Richtung eingebaut habe, war eine Anzeige der doppelten Wörter, im Abstand von +/- 3 Zeilen. Das war, als ich "Quest" schrieb, und ich erinnere mich, dass ich das während des Schreibens (ja, das hatte ich dann schon während des Schreibens an – war ja nicht so viel) verblüffend nützlich fand. Ich würde bei Gewöhnungsproblemen mit der Stilanalyse dazu raten, einfach mal nur damit zu beginnen und alle anderen Optionen auszuklicken. Und dann mal damit ein bisschen zu arbeiten, am besten ganz ernsthaft eine richtige Szene zu schreiben (man kann den Text ja rauskopieren ins "echte" Manuskript). Meiner (wie oben erwähnt viel zu reichhaltigen) Erfahrung nach testet man Software am besten, indem man möglichst "echt" damit zu arbeiten versucht. Und man muss sich meistens ein bisschen Zeit geben, sich an neue Konzepte zu gewöhnen.

                                              Der zweite Step (und weiter habe ich selber es dann nicht mehr hingekriegt) war, alle Formen von "haben" und "sein" farblich hervorzuheben, um mich zu ermutigen, zu aktiveren Verben zu greifen. Das wäre in Papyrus Autor die Option "Verbfaulheit".

                                              • [Moderator]
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                                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                              Do, 07.04.2016 20:05

                                              Andreas Eschbach schrieb:
                                              In so einem Fall würde ich allerdings auch zu OpenOffice raten oder yWriter oder dergleichen.

                                              Letzteren hatte ich ihr damals auch empfohlen.

                                              Andreas Eschbach schrieb:
                                              Die Frage ist, wie up to date man bleiben muss. 

                                              Stimmt. Wie Markus das ein Stück weiter oben erwähnte, scheint das ein Männerproblem zu sein. Ich wollte letztens einer Kollegin an ihrem Rechner wegen eines Netzwerkproblems helfen und bat sie, den Teamviewer zu intstallieren. Dabei kam raus, dass die Kiste mit WinMe und einem guten, alten Modem nebst AOL-Internetzugang lief. Da war mit Teamviewer nix zu machen. Allein die Kosten für den historischen Internetzugang (Altvertrag) hätten gereicht, um ihr einen iMac 27 Zoll zu finanzieren. Zweimal ...

                                              Ich lege tatsächlich Wert darauf, den neuesten Papyrus Autor zu verwenden. Zum einen wegen des Adressenservice des Papyrus Autorenclubs, der nur für Nutzer der neuesten Generation besteht, aber vor allem wegen der praktischen neuen Funktionen, die hin und wieder dazukommen. Ich benutze das neue "Denkbrett" der 8er-Generation recht häufig. Dagegen ist Mein MacBookPro von "Mitte 2010", also auch nicht gerade neu. Läuft auch wie am ersten Tag, nur den Akku musste ich schon zweimal austauschen lassen. Jetzt schafft er es auch nur noch höchstens drei Stunden ...

                                              Liebe Grüße
                                              Dirk 

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                                                RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                Fr, 08.04.2016 08:58

                                                Lieber Dirk, lieber Andreas,

                                                dass man an den Einstellungen rumschrauben kann, hab ich schon mitgekriegt, ich bin nur noch nicht dazu gekommen, die für mich passenden zu finden. Ich habe das Problem, dass ich einen Schreib-Brotjob habe, das heißt, wenn ich am Ende des Arbeitstages zu meinen Texten (oder Sachen rund ums Schreiben) komme, bin ich dafür eigentlich nicht mehr frisch genug im Kopf. Dann wird es echt anstrengend und vieles nervt schneller, als es der Sache angemessen wäre.

                                                Bei "Tote Helden" – das erste Buch, für das ich Papyrus benutzte – hab ich das mit der Stilanalyse dann auch gelassen (der Text war ohnehin schon so lange "gereift", und ich wollte ihn endlich vom Tisch haben), erst beim aktuellen will ich mich da rantasten. Da bin ich tatsächlich erst jetzt an der Stelle, wo das überhaupt sinnvoll ist – bis vorgerstern hab ich noch Grob-Rechtschreibkontrolle und Inhaltsfeintunig gemacht.

                                                Gestern hab ich mal nur die Wortdopplungsanzeige laufen lassen und fand: Noch immer zu viele Anzeigen, die Quatsch sind. Bloß gut, dass ich mir diesmal ausdrücklich "es wird, wann es wird" verordent habe, denn nun muss ich vorm Weiterarbeiten doch noch "Papyrus studieren" …

                                                Aber wie heißt es so schön: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. ;)

                                                 

                                                Liebe Grüße,

                                                Ulrike

                                                 

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                                                  RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                  Fr, 08.04.2016 10:40

                                                  Man darf sich die Stilanalyse auf jeden Fall nicht wie einen Deutschlehrer vorstellen, der drauf aus ist, einem "Fehler" anzustreichen und schlechte Noten reinzudrücken. Klar sind viele Markierungen Quatsch, aber das liegt eben daran, dass da ein Algorithmus am Werk ist, nicht ein Mensch mit Sprachgefühl. Das bessere Bild der Stilanalyse ist vielleicht das eines emsigen, pingeligen, aber etwas dummen Heinzelmännchens, das einfach stur den Text-ÜV auf alles anwendet, was es vorfindet. Die Entscheidung aber bleibt in Autorenhand, und so, finde ich, soll es auch sein.

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                                                    Fr, 08.04.2016 10:44

                                                    Sphärenspringer schrieb:

                                                    Alles in allem macht das Programm seinem Namen alle Ehre. Es ist, und ich meine das nicht im negativen Sinne, denn das Programm hat durchaus einige treue Nutzer, Flickwerk. Viele, vielleicht zuviele Optionen, und ist für mich alles außer intuitiv. Wahrscheilich gibt es im Tempest daher auch regelmäßig Workshops von Martin zu lesen.

                                                    Nochmal, ich möchte das Programm nicht runtermachen, es ist nur nichts für mich ganz persönlich. 

                                                    Lieber Dirk,

                                                    ich wollte meinen Text in Bezug auf andere Schreibprogramme auch neutral halten. Jedes davon ist gut und wie du schriebst: Es ist Geschmackssache, welches Programm bevorzugt wird.

                                                    Bei Programmen sind für mich neben den fachlichen Kriterien eine nachvollziehbare Struktur, Hilfe aus dem Programm und ein ansprechendes Design wichtige Merkmale. Bei dem letzten Punkt kann ich mich an keine Testinstallation erinnern, welche dieses Kriterium wirklich erfüllte. 

                                                    Naja, an diese blöden Ribbons in Word gewöhne ich mich auch nur schaudernd...

                                                    Wie auch immer: Jedes Autorenprogramm lohnt sich, wenn es die Funktionen bietet, die ich als Schreiberling brauche und wenn ich es denn auch wirklich nutze. Daher sollte jeder, der vor so einer Entscheidung steht diverse Alternativen testen und dann seinen Favoriten anschaffen. Und es ist ja auch nur gut, wenn es einige Alternativen gibt, zwischen denen man wählen kann!

                                                    Markus

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                                                      Fr, 08.04.2016 10:47

                                                      Ich muss mich dem Beitrag von Andreas anschließen. Ich habe es erst nach 3 Jahren Arbeit so halbwegs drauf, mit der Stilanalyse richtig umzugehen. Anfänglich haben mich die vielen Markierungen und Hinweise eher genervt ... bis ich gemerkt habe:

                                                      1. Das kannst du ja in den Einstellungen beeinflussen.

                                                      2. Die Wortwiederholungen, die ich dringelassen bzw. ignoriert habe, hat mir meine Lektorin dann gnadenlos angestrichen.

                                                      3. Ich neigte zu überlangen Schachtelsätzen, auf die mich die Analyse eben aufmerksam gemacht hat.

                                                      Es ist eben auch ein Unterschied, ob ich ein Essay, einen Liebesroman oder einen Technik-Krimi schreibe. Da finde ich inzwischen die Hinweise (und mehr sind es ja eben nicht) schon sehr hilfreich. Insgesamt muss ich sagen, dass meine Lektorin (sorry Domenika :-) eher noch pingeliger ist als die Stilanalyse.

                                                      LG Dieter

                                                        Status:
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                                                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                        Fr, 08.04.2016 11:42

                                                        Hallo liebe Gemeinde,

                                                        herzlichen Dank für die Schilderungen eurer vielfältigen Meinungen und Erfahrungen. Um mir ein eigenes Bild zu schaffen, habe ich sowohl die Testversionen von Papyrus und Scrivener runtergeladen. Ich hoffe, die dreißig Tage werden ausreichen, um schlauer draus zu werden. Klüger wäre es womöglich gewesen, eins nach dem anderen zu testen. Aber mich juckte es halt in den Fingern, da muss ich jetzt durch.

                                                        Einen vagen ersten Eindruck habe ich auch schon erhalten. Beide Programme bereiten mir vom Handling keine sonderlich großen Probleme, da vieles selbsterklärend ist. Die Stilanalyse habe ich natürlich sofort mal an eigenen Texten ausprobiert. Zwar funktioniert sie in der Testversion immer nur für eine Seite, aber das ist ja zunächst mal ausreichend. Was soll ich sagen? Ich war schon schockiert, als meine Texte in allen Regenbogenfarben schillerten. Das hab ich tatsächlich ein bisschen persönlich genommen. Dann habe ich einige Male tief ein- und ausgeatmet und andere Texte durchlaufen lassen: Von Elizabeth George, Stephen King und von Schirach. Ich verspürte große Erleichterung, als die nicht viel besser abschnitten. Haushoher Gewinner war jedoch Clive Barker, von dem ich eine Seite einer seiner alten Stories genommen habe. Ginge es ausschließlich nach der Stilanalyse, dann wäre Barker besser nie verlegt worden 1f 604

                                                        Dann endlich dämmerte mir, dass das ja kein Kritiker aus Fleisch und Blut ist, sondern ein totes Ding, das mit Nullen und Einsen zurechtkommen muss, es also den Text gar nicht im Zusammenhang begreift, sondern alles nur Stück für Stück prüft. Wenn man diese Sichtweise hat, kann dieses Werkzeug schon hilfreich sein, denke. Sehr interessant fand ich die Sache mit der Verbfaulheit. Ich bin kein großer Fan von "war" und "hatte"; insofern erstaunlich, wie oft das bei mir angemerkt wurde. Stephen King zum Beispiel sah bezüglich dieser Sache überhaupt kein Land mehr.

                                                        Den Einsatz vom Duden finde ich natürlich sehr hilfreich.

                                                        Inwieweit bei mir Tools wie Notizen und Klemmbretter zum Einsatz kämen, kann ich nicht einschätzen, da ich, genau wie einige andere, sehr gern handschriftliche Notizen mache. Ich finde, manchmal ist man mit einem Stift in der Hand einfach näher dran an seinen Gedanken. Sicher Übungs- und Gewöhnungssache. Allen, die ihre "Sauklaue" als Argument anführen, möchte ich den Tipp geben, sich vielleicht mal mit dem Buch "Ändern Sie Ihre Handschrift und Sie ändern Ihr Leben" von Vimala Rogers zu beschäftigen. Ich habe es vor einiger Zeit gemacht. Mein Leben hat nicht unbedingt geändert, durchaus aber meine Handschrift (wenn ich mit Bedacht schreibe). 

                                                        Klaus

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                                                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                        Fr, 08.04.2016 12:55

                                                        Ulrike Jonack schrieb:
                                                        Ich habe das Problem, dass ich einen Schreib-Brotjob habe, das heißt, wenn ich am Ende des Arbeitstages zu meinen Texten (oder Sachen rund ums Schreiben) komme, bin ich dafür eigentlich nicht mehr frisch genug im Kopf. Dann wird es echt anstrengend und vieles nervt schneller, als es der Sache angemessen wäre.

                                                        Liebe Ulrike,

                                                        das kann ich bestens nachempfinden. Auch ich arbeite in Vollzeit im Büro, erstelle und betreue zusätzlich in meiner Freizeit (ehrenamtlich) die Internetseiten und Newsletter für die Vereine "SAMT e. V. - Soziale Arbeit für Mensch und Tier" und "Tiere als therapeutische Begleiter e. V." und habe "nebenbei" noch eine Familie, die auch ihre Zeit enfordert (vor allem Luca, 3 Jahre alt). Aber so geht es fast allen Autoren in Deutschland. Einem Bericht zufolge, den ich letztens gelesen hatte, soll es in Deutschland nur etwa einhundert Autoren geben, die allein vom Schreiben leben können, also keinerlei Nebenjob mehr haben. Ich schätze, Andreas ist eindeutig einer von den Glücklichen. Bei ihm wurde das Talent zum Schreiben relativ früh erkannt und gefördert.
                                                        Bei mir hieß es eher: "Jaja, ganz nett Junge, aber jetzt lass den Quatsch und lern wat venünftiget und verplemper nich deine Zeit mit sonem Blödsinn ..."

                                                        Das wir hier weiter am Ball bleiben und an unserem Talent weiterfeilen zeigt, dass es uns etwas bedeutet. Oder, dass wir einfach nicht anders können. Die Geschichten wollen raus und ich habe vor, diese auch rauszulassen. Ob das dann jemand lesen möchte, stelle ich erstmal hinten an.

                                                        Was die Einstellungen in Papyrus angeht, empfehle ich wirklich, zuerst das gute Handbuch zu studieren (ist als Dokument im Programm gespeichert, man findet es unter dem Menüpunkt "Anleitung"). Danach mit Bedacht an den Einstellungen arbeiten und am Besten notieren, was man wie verstellt hat. So kann man es leichter wieder rückgängig machen, falls etwas nicht so läuft, wie man es sich erhofft hatte.

                                                        Liebe Grüße,
                                                        Dirk

                                                         

                                                        • [Moderator]
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                                                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                        Fr, 08.04.2016 13:09

                                                        Dirk und Ulrike, ihr habt da ein spannendes Thema angeschnitten, Schreiben neben dem Brotjob, der vielleicht auch mit schreiben zu tun hat. Ich nehme das mal mit rüber in die Plauderecke. Kommt ihr mit? :-)

                                                        • [Moderator]
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                                                        RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                        Fr, 08.04.2016 13:21 / Bearbeitet am: Fr, 08.04.2016 18:02

                                                        Markus Fischer schrieb:
                                                        Bei Programmen sind für mich neben den fachlichen Kriterien eine nachvollziehbare Struktur, Hilfe aus dem Programm und ein ansprechendes Design wichtige Merkmale. Bei dem letzten Punkt kann ich mich an keine Testinstallation erinnern, welche dieses Kriterium wirklich erfüllte.

                                                        Lieber Markus,

                                                        Und genau bei den von dir angesprochen Punkten "nachvollziehbare Struktur, Hilfe aus dem Programm und ansprechendes Design" verliert Patchwork bei mir persönlich. Das Design ist ja reine Geschmackssache, also subjektiv. Dennoch gibt mir die Oberfläche einfach viel zu viele Informationen gleichzeitig, das stört mich kolossal. Aber ich konnte für mich persönlich einfach keine nachvollziehbare Struktur im Programm erkennen.  Es ist ein papyrusähnlicher Aufbau zu erkennen, dem aufgrund der Informationsfülle aber die Klarheit fehlt. Die Funktionen sind auch irgendwie ähnlich wie im Papyrus, wirken auf mich ganz persönlich aber etwas "nachgemacht". Ich fand es schon befremdlich, dass der Programmierer die zukünftigen Nutzer drängen muss, erstmal ein 14-minütiges Youtube-Video anzuschauen, um überhaupt einen Einstieg in das Programm finden zu können. Dazu gibt es regelmäßig Workshops in einem Newsletter, die die Funktionen des Programms erklären. Und trotz alledem habe ich erstmal überhaupt nicht durchgeblickt. Und dabei bin ich wirklich sehr Computeraffin und komme mit so gut wie jedem Programm schnell zurecht. Aber beim Einstieg ist die Struktur von Patchwork noch nicht so, wie sie beim späteren Arbeiten dann sein wird. Das baut sich im Laufe der Zeit erst auf, und das stört mich. Papyrus hat einen klaren, gleichbleibenden Aufbau. Und was die Hilfe aus dem Programm angeht, musste ich in den ersten fünf Minuten regelrecht vor Verzweiflung lachen. Der "interaktive Hilfeassistent" ist sich seiner eigenen Qualität so gar nicht sicher. Zitat aus dem Programm:

                                                        Zitat:
                                                        "Wahrscheinlich wird die Bedienerführung seitens des Programms eindeutig sein. Sie können auch in einen bestimmten Bereich klicken, vielleicht bekommen Sie dann Informationen."

                                                        Na, wenn der Programmierer sich da schon nicht sicher ist ...

                                                        Anderes Beispiel: ich bin mir nicht sicher, ob ich den Witz an der Sache nicht verstanden habe oder ob der Programmierer von Patchwork da nicht aufgepasst hat: Im "Figuren"-Bereich, da, wo man die Namen der Figuren eingibt, gibt es ein Eingabefeld für Bemerkungen. Aus einem mir nicht erfindlichen Grund steht dort aber nicht "Bemerkung", sondern:

                                                        Zitat:
                                                        "bemerkunG"

                                                        Patchwork ist einfach nichts für mich. Das bedeutet aber nicht, dass ich der Maßstab aller Dinge bin, für viele andere mag es DAS Autorenprogramm sein. Gut, dass wir nicht alle gleich ticken.

                                                        Liebe Grüße
                                                        Dirk

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                                                          Fr, 08.04.2016 13:34

                                                          „empfehle ich wirklich, zuerst das gute Handbuch zu studieren“

                                                          Bestimmt nicht. Nicht komplett und nicht „vorab“. Als Hilfe während des Ausprobieren aber ganz sicher …

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                                                          RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                          Fr, 08.04.2016 13:34

                                                          Klaus Frank schrieb:
                                                           Haushoher Gewinner war jedoch Clive Barker, von dem ich eine Seite einer seiner alten Stories genommen habe. Ginge es ausschließlich nach der Stilanalyse, dann wäre Barker besser nie verlegt worden 

                                                          Lieber Klaus,

                                                          ein gutes Beispiel dafür, dass ein Werkzeug (und das ist die Stilanalyse, es ist kein lebender, denkender Lektor) eine Hilfestellung gibt und nicht vorschreibt, was zu tun ist. Daher wurde es Stilanalyse genannt, und nicht Stilkorrektor. Wenn man kein Gespür für den Stil eines Textes hat, bringt einen auch solch ein Werkzeug nicht wirklich weiter. Mit einem Werkzeug muss man umzugehen wissen. Wäre dem nicht so, gäbe es eine Vielzahl von Ausbildungsberufen nicht.

                                                          Was Clive Barker angeht, kann ich leider nicht mitreden, ich kenne keines seiner Bücher. Stephen King muss sich nicht mehr ganz so viele Gedanken um seinen Schreibstil machen. Erstens hat er jede Menge Erfahrung im Schreiben, bei dem Pensum, welches er in den Rechner hackt. Und zweitens wird er gewisse Freiheiten haben, die sich andere Schreiberlinge erst mühsam über die Jahre erkämpfen müssen. Allerdings habe ich Bücher von ihm gelesen, in denen der fagwürdige Zustand des Autors zu dieser Zeit deutlich spürbar war. Mittlerweile schreibt er wieder hervorragende Werke und die neueren Bände von ihm kann ich uneingeschränkt empfehlen.

                                                          Liebe Grüße
                                                          Dirk

                                                          • [Moderator]
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                                                          Fr, 08.04.2016 13:36

                                                          Ulrike Jonack schrieb:
                                                          Bestimmt nicht. Nicht komplett und nicht „vorab“. Als Hilfe während des Ausprobieren aber ganz sicher … 

                                                          Liebe Ulrike,

                                                          "Jedem Tierchen sein Plaisierchen." 1f 604

                                                          Liebe Grüße
                                                          Dirk

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                                                            Fr, 08.04.2016 19:02

                                                            Sich Texte anderer Autoren mit eingeschalteter Stilanalyse anzuschauen kann bestimmt entspannend wirken, stimmt. Gute Idee.

                                                            Wichtig ist eben der Grundgedanke, dass die Stilanalyse keine "Fehler" anzeigt, sondern mögliche Schwachstellen. Das können aber auch "Starkstellen" sein, das kann ein Algorithmus (zum Glück (noch?)) nicht beurteilen, nur der Autor selber.

                                                            Übrigens, noch ein Tipp, wenn man sich nicht sicher ist, ob ein geänderter Text nur anders oder ob er besser ist: Die Version vorher und die Version nachher ausdrucken, drei Tage weglegen, dann vorziehen und vergleichen. Im Vergleich sehen wir Qualitätsunterschiede am sichersten.

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                                                              RE: Lohnt sich Papyrus Autor?
                                                              So, 10.04.2016 12:52

                                                              Ich habe mir Papyrus vor einem Jahr gekauft. Leider hat es sich mir nicht intuitiv erschlossen, ich vermisse eine wie auch immer geartete Anleitung, eine, die ich neben dem Laptop habe und dann loslegen kann. Ich arbeite seitt 1991 mit Word, kenne es gut, fühle mich da sicher. Ich benutze Papyrus ab und zu, um einzelne Sätze durch den Duden-Korrektor laufen zu lassen. Die Stilkontrolle nervt, weil ich nicht jedes verwendete Adjektiv oder Adverb angezeigt bekommen möchte. Die anderes Features nutze ich nicht, da auch bei mir die "Vorarbeit" per Hand, auf Zetteln und Karteikarten statt findet.
                                                              Aber ich nutze des Pseudonym- bzw. Impressum-Service. Für mich war das eine teure Anschaffung, zum Glück eine "Betriebsausgabe".

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                                                              So, 10.04.2016 14:21

                                                              Sabine Hennig-Vogel schrieb:
                                                              Ich habe mir Papyrus vor einem Jahr gekauft. Leider hat es sich mir nicht intuitiv erschlossen, ich vermisse eine wie auch immer geartete Anleitung 

                                                              Liebe Sabine, dann klick doch einfach mal oben im Menü auf das Wort "Anleitung" 1f 609 (siehe Screenshot im Dateianhang). Das Handbuch kann man sich, wenn man das möchte, ausdrucken und neben das Laptop legen. Menüs und Tastenlürzel bekommt man unter dem Menüpunkt "Anleitung" auch erklärt. Die Stilkontrolle kann man in den Einstellungen so konfigurieren, dass sie nicht alles markiert.

                                                              Liebe Grüße,
                                                              Dirk

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