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    Beigetreten: 02.12.2015
    eBook erste nach der Print-Ausgabe

    Heute kam das Gespräch mit einem interessierten Leser auf, der sich darüber beschwerte, dass mein Buch nur in der Print-Ausgabe und nicht als eBook erschienen ist. Jetzt muss man dazu erklären, dass das eBook erst in ein paar Wochen folgen soll. Besagter potentieller Kunde fühlte sich von dieser Entscheidung gegängelt und bezeichnete meinen Veröffentlichungsstart als misslungen.

    Wie seht ihr das?

    Gelöschter Nutzer
    RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
    Mo, 14.12.2015 22:14

    Wenn du es umgekehrt gemacht hättest, wäre dir wahrscheinlich zuerst ein Leser begenet, der das Fehlen einer TB-Ausgabe bemängelt hätte. Es gibt Leute, die haben Freude am Meckern. Seine Kritik könnte ich höchstens nachvollziehen, wenn du kein ebook liefern würdest. So aber würde ich es einfach mit einem Lächeln hinnehmen und ihm sagen, wie sehr dich seine Ungeduld motiviert. :-)

     

    VG, Dorit

    Gelöschter Nutzer
    RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
    Di, 15.12.2015 09:28

    Ich beabsichtige, mein Sachbuch nur als Print-Ausgabe herauszubringen und allenfalls Teile davon als eBook. Das ist meine Methode, "Raubkopien" vorzubeugen.

    Es ist eine unternehmerische Entscheidung, ob und wann man ein eBook herausbringt. Wenn sich jemand für ein Thema interessiert, dann wird er es nicht davon abhängig machen, ob es als Print oder eBook erscheint. Wer das auf die Waagschale legt, will einfach nur Geld sparen. Und ehrlich gesagt: Bücher - ob Print oder eBook - sind doch wirklich günstig, wenn man den Arbeitsaufwand des Autors betrachtet. Und wer auf Dauer gute Bücher lesen möchte, sollte die Autoren auch honorieren.

     

    Gelöschter Nutzer
    RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
    Di, 15.12.2015 14:48

    Iwi, deinen Idealismus in allen Ehren, aber die Leser interessieren sich soviel für uns Autoren, wie wir für die Bauern, die unsere Milch produzieren, oder für die Fließbandarbeiter, die unsere Möbel herstellen.

    Und kein ebook anzubieten schützt auch nicht vor Raubkopien. Es gibt von mir ein altes Taschenbuch, der Titel wird gar nicht mehr neu aufgelegt, ist auch bei Verlag aus der Backlist raus usw. Und trotzdem kursiert es als pdf auf den einschlägigen Seiten.

    Bei Sachbüchern lese ich persönlich fast nur noch ebooks, da sich die Inhalte heutzutage schnell überholt haben und viele Sachbuchautoren tragen dem Rechnung, indem sie überarbeitete oder erweiterte Ausgaben regelmäßig hochladen. Ich denke, als Autor sollte man sich keinem Weg verschließen. 

    VG, Dorit 

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      Beigetreten: 02.12.2015
      RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
      Di, 15.12.2015 22:09

      Fein, fein - dies bestärkt mich in meiner Ansicht. Ein eBook ist in heutiger Zeit aber unabdingbar. Vor allem bei dem derzeitigen Marktanteil von Readern.

      Dennoch ist es nach wie vor meine Meinung, das digitale Thema erst nach einigen Wochen in Angriff zu nehmen. Mich hatte dieser Vorwurf dann aber doch kurz aus der Bahn geworfen.

      Danke!

      Gelöschter Nutzer
      RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
      Mi, 16.12.2015 09:45

      Ich denke darüber nach. Aber die Print-Ausgabe hat Vorrang. Danach überlege ich mir das mit dem eBook sorgfältig und vor allem, über welche Plattform.

      Es gibt auch die Möglichkeit, eBooks mittels Widget über die eigene Website zu vertreiben:

      http://administration.ebooks-einfach.de/admin/signup

       

      Gelöschter Nutzer
      RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
      Mi, 16.12.2015 10:51

      Eine eigene Website ist immer gut, muss dann aber auch von den Lesern gefunden werden. Diese Herausforderung haben alle SP-Autoren. Raubkopien werden von allen Büchern gemacht, da spielt die Plattform keine Rolle. Wen das Thema zu sehr beunruhigt, der kann sich in der Zeit bis zur Veröffentlichung in Ruhe damit auseinandersetzen. Unter Autoren gibt es dazu zwei Einstellungen. Die einen finden sich damit ab, denn wer ebooks klaut, hätte sie nicht gekauft. Zu dieser Gruppe zähle ich mich. Andere Autoren nehmen sich die Zeit und schreiben entsprechende Seitenbetreiber an, mit der Aufforderung, das ebook zu löschen. Das klappt oft auch, aber für jedes gelöschte ebook taucht es auf drei anderen Seiten wieder auf. Das ist ein Sport und die Leute, die sich diese ebooks illegal irgendwo runterladen, wollen das alles gar nicht lesen, sondern nur sammeln. Sie führen interne Listen und Rankings, wer mehr ebooks auf seinem Reader oder Smartphone gesammelt hat. Eine zweite Motivation besteht in dem Gefühl, dass sie sich dadurch für Rebellen halten, Anarchisten für einen Tag, die gern auch der Ideologie der besitzlosen Gesellschaft anhängen. Ihre Anführer versteigen sich sogar in krude Theorien, dass sie mit ihrem Diebstahl Bildung für alle Menschen überhaupt erst zugänglich machen. Sie sagen ganz klar: Wenn der Autor so dumm ist, sein geistiges Eigentum zu veröffentlichen, dann ist er damit einverstanden, dass es allen zur Verfügung steht. Niemand würde schließlich zum Schreiben gezwungen und wen das stört, der kann ja kellnern gehen. 

      Fazit: Ich widme mich meinen Büchern, gekauft werden sie ja trotzdem. Und ich widme mich meinen nächsten Projekten, sobald ein Buch erschienen ist. Da bleibt keine Zeit übrig, die ich in solchen Schlachten vergeuden könnte. 

      Marcus, dein Kritiker ist vielleicht ein Leser, für den ebooks schon sehr alltäglich sind. Und da der größte Teil der SP-Autoren immer zuerst das ebook rausbringt, weil es sehr viel schneller geht, ist dieser Leser vielleicht darüber gestolpert, dass du es andersrum machst. :-)

       

      VG, Dorit 

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        Beigetreten: 02.12.2015
        RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
        Mi, 16.12.2015 12:11

        Beste Zusammenfassung des Themas ever liebe Dorit Kostall. Dies sollte unbedingt ins Selfpublishing-Magazin. Ein komplexes Thema auf ein paar Zeilen heruntergebrochen. Wenn ich mich doch nur immer so kurz fassen könnte. *seuftz* ^_°

         

        Für mich ist die Frage mittlerweile obsolet. Der Verlag hat es als eBook schon herausgebracht. Es gab anscheinend zu viele Anfragen, als dass er vorweihnachtlich darauf verzichten wollte.

        Gelöschter Nutzer
        RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
        Mi, 16.12.2015 12:12

        Mit Schadenersatzansprüchen bei illegalen Kopien/Veröffentlichungen ließe sich zusätzlich Geld verdienen. :-)

         

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          Beigetreten: 24.11.2015
          RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
          So, 24.01.2016 13:18

          Hattest du das E-Book schon produziert oder wurde es erst nachträglich nach Print gemacht? Letzteres wäre nämlich technisch in der Tat eher ungünstig. Wenn du das aber allein aus produktstrategischen Gründen zwecks Preisdiskriminierung machst, ist die Abwägung lediglich, ob sich das mehr rechnet als dieser (berechtigterweise) empörte potentielle Kunde.

          iwidus schrieb:
          Wenn sich jemand für ein Thema interessiert, dann wird er es nicht davon abhängig machen, ob es als Print oder eBook erscheint.

          Doch, denn manche interessante Themen würde man evtl. gerne unterwegs oder im Urlaub lesen, oder man kann ohne größerer Schrift ohnehin nichts mit dem Print-Satz anfangen, selbst wenn das Thema noch so interessant sein sollte. Auf die Aktualität wie Dorit bin ich noch nicht mal gekommen ;-)

          Emilia schrieb:
          Sie sagen ganz klar: Wenn der Autor so dumm ist, sein geistiges Eigentum zu veröffentlichen, dann ist er damit einverstanden, dass es allen zur Verfügung steht. Niemand würde schließlich zum Schreiben gezwungen und wen das stört, der kann ja kellnern gehen.

          Das mögen zwar manche der notorischen Urheberrechtsverletzer sagen, aber der Punkt ist an der Stelle, dass eine Veröffentlichung de facto bedeutet, dass das Werk den Leuten nun mal zugänglich ist, nachdem man es ihnen einmal gegeben hat. Auf das, was die Leute dann untereinander machen, hat der Produzent dann keinen Einfluss mehr und sollte ihn auch nicht haben.

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            Beigetreten: 14.03.2014
            RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
            Mo, 04.01.2016 15:49

            Zitat:
            Auf das, was die Leute dann untereinander machen, hat der Produzent dann keinen Einfluss mehr und sollte ihn auch nicht haben.

            … bis auf unberechtigtes Kopieren und Kopien-Weitergeben, meinst du hoffentlich.

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              Beigetreten: 24.11.2015
              RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
              So, 24.01.2016 13:12

              Nein, meine ich ausdrücklich nicht, außer, du kannst mir verraten, wie du darauf Einfluss nehmen willst. Der Autor kennt seine Leser ja nicht einmal!

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                Beigetreten: 14.03.2014
                RE: eBook erste nach der Print-Ausgabe
                Di, 02.02.2016 13:51

                Nur weil du es nicht kannst (also das unberechtigte Kopieren verhindern) und ich es nicht kann (ein Grund, warum ich Dienstleister nutze, die sowas wie eine Kopierschutz einbauen) und man es wohl auch mit bestenVorkehrungen nie 100%ig kann, ist das doch kein Grund zu sagen, man sollte es auch nicht können (Klartext: wenn man sich als Autor/Produzent übers Klauen beschwert, ist man doof).