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    Beigetreten: 28.11.2019
    Vorwort und Nachwort

    Hallo Zusammen,

    ich habe eine Frage, die ihr mir vermutlich beantworten könnt. Wäre es vertretbar, bzw. kommt es hin und wieder vor, dass mehrere Vor- und Nachworte Anwendung finden ?

    Da sich meine beiden Bücher auf ein Zeitgeschen beziehen, dass mehrere Jahrzehnte betrifft, bis zu Gegenwart reicht - genaugenommen aber nur bis März dieses Jahres - also die inszenierte "Pandemie" nicht mit einschloß und ich auch nicht bereit bin, diese Thematik nachträglich mit einfließen zu lassen, möchte ich dennoch entweder in einem nachträglich vorangestellten Vor- oder Nachwort (die beide schon bestehen) darauf eingehen.

    Gäbe es hier für andere Bezeichnungnen ? Also beispielweise "Vorvorwort", "1. Vorwort, 2. Vorwort", usw. ? ("Nachwort 1", "Nachwort 2". usw.) Desweiteren bin ich mir nicht sicher, ob es den Begriff "Schlusswort" gibt ? Falls ja, stünde dann das Schlusswort vor dem Nachwort ?

    Grüße und alles Gute in diesen schweren Zeiten, welche hoffentlich wieder mehrere Menschen zum Lesen motivieren ...

     

     

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      Beigetreten: 14.03.2014
      RE: Vorwort und Nachwort
      Do, 15.10.2020 10:53

      (Wow, ist der zweite Absatz wirr …)

      Frage eins: Wenn welche Pandemie auch immer (Corona wohl nicht, denn die ist ja echt und keine "Pandemie") im Buch nicht vorkommt, warum willst du dann unbedingt ein Vor- oder Nachwort dazu schreiben?

      Frage zwei: Kannst du diese Vor-/Nachbemerkungen nicht einfach im Vor- oder Nachwort anhängen?

      Ansonsten: Ich habe schon mehrere Vorworte gesehen - allerdings von verschiedenen Schreibern. Vom selben Autor erschiene es mir seltsam. Beim Nachwort käme ich mit "Nachwort 1" und "Nachwort 2" zurecht. Etwas wie "Nachnachwort" halte ich für eine schlechte Überschrift-Idee. "Schlusswort" ist eine etwas andere Aussage als "Nachwort".

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        Beigetreten: 22.10.2017
        RE: Vorwort und Nachwort
        So, 25.10.2020 01:47

        jon schrieb:

        Ansonsten: Ich habe schon mehrere Vorworte gesehen - allerdings von verschiedenen Schreibern. Vom selben Autor erschiene es mir seltsam.

        Ich habe auch schon mehrere vom Autor gesehen, z. B. für verschiedene Auflagen (also Vorwort zur ersten Auflage, Vorwort zur zweiten usw.).  Der Grund liegt dann meist darin, dass sich von Auflage zu Auflage etwas geändert hat, z. B. am Werk, aber z. B. auch am politischen Kontext, und so etwas scheint mir hier der Fall zu sein.  Allerdings kenne ich so etwas eher bei Fachliteratur.  Eine Google-Suche nach der Phrase »vorwort zur zweiten auflage« unterstreicht diesen Eindruck.

        Ansonsten gibt es »Einführung« (»Introduction«, eher von jemand anderem als dem Autor, und mit einigem zeitlichen Abstand zum Schreiben des Werkes verfasst), »Vorbemerkung« (»Author's Note«) und noch einige andere Formulierungen, die man vielleicht nutzen kann.  Tolkien hat z. B. bei seinem »Der Herr der Ringe« ein Vorwort und dann eine Einführung mit mehreren Kapiteln (»Über Hobbits«, »Über Pfeifenkraut«, …).

        Grundsätzlich glaube ich aber, dass so eine Idee, mehrere vorangestellte Abschnitte haben zu wollen, ein Symptom von einer überbordenden Komplexität ist, die ich im Technical Writing eher redigieren würde, und für die ich bei Romanen auch nur dann einen Nutzen sehe, wenn man damit seinen Leser auf ein absichtlich komplexes Werk einstellen will (z. B. ein Roman, bei dem Bürokratie eine wichtige Rolle spielt).  In den meisten Fällen würde ich dazu raten, das zumindest in ein gemeinsames Vorwort zusammenzufassen, und darin mit erzählerischen Mitteln die verschiedenen Aspekte aufzählen.

        Herzliche Grüße

        Alexander Fetke