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    Beigetreten: 12.02.2018
    Architekten und Gärtner

    Hallo erstmal :)

    Es gibt ja bei Autoren die Plotter und die Planter, also auf Deutsch die Architekten, die eine Geschichte im Vorhinein durchplanen und die Gärtner, die einfach was einpflanzen und gucken was daraus wird.
    Ich gehöre mehr zu der letzteren Sorte.

    In den Semesterferien möchte ich diesen Sommer mein Manuskript fertig schreiben und blicke diesem Plan teils erwartungsvoll und ungeduldig und teil etwas ängstlich entgegen.

    Ich habe schon viele Tipps von zahllosen Autoren gelesen und einige Dinge ausprobiert. Es war mir immer zuwider und unnütz.
    Ich habe auch schon große Teile des Plots und schon viele ausgeschriebene Szenen, die bei mir jedoch stets mehr oder minder aus einem 'Geistesblitz' folgen.
    Jetzt habe ich aber Sorge, dass am Ende alles irgendwie verschwurbelt sein wird und gar nichts mehr Sinn macht.

    Ich habe einige Plot-Punkte, die ich noch schreiben muss auf Karteikarten zsm gefasst, wollte mich aber mal erkundigen, ob es Tipps und Methoden gibt, wie man auch als eher "planungsfeindlicher" Autor die Handlung strukturieren kann, allgemein Hilfen für mehr Organisation in diesem Bereich?

    Vielen Dank für jede Antwort und jeden Hinweis.

    Gruß, C.

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      Beigetreten: 16.07.2014
      RE: Architekten und Gärtner
      Di, 13.02.2018 10:07

      Hallo C.

      Ich würde wohl an deiner Stelle schauen, dass ich die wichtigsten Plotpunkte (Höhepunkt, Wendungen, was man halt für wichtig erachtet) soweit festgesteckt habe, dass ich sie quasi nur noch abfahren muss. Dann hat man etwas Ordnung und vor allem: einen roten Faden. Was unterwegs passiert, siehst du ja dann. Musst halt nur beim Schreiben immer ein Auge drauf haben, dass du die nächste Raststätte (sprich Plotpunkt) ansteuerst, bevor dir der Sprit ausgeht ;)

      Auch als detaillierte Planerin kann ich dir sagen, wenn der Rohentwurf erstmal steht, wird dennoch gerne mal was umgesetzt, verschoben oder ganz gestrichen. Ganz gleich, wieviel Zeit ich vorher in die Planung gesteckt habe. Ich denke, das geht anderen auch so. Deshalb finde ich den wichtigsten Tipp:

      Schreiben.

      Hinterher kannst du immer noch umsortieren, oder eine neue Struktur reinbringen, löschen, Szenen hinzufügen und Wendungen neu drehen. Das geht nicht, solange noch kein Text vorhanden ist ;) Also, streich die Angst. Denn du kannst gar nichts falsch machen. Die richtige Arbeit fängt erst an, wenn der Rohentwurf steht.

      Ich wünsche dir viel Erfolg und berichte doch gerne, wie es im Sommer gelaufen ist.

      Federgruß

      Nina

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        Beigetreten: 09.04.2018
        RE: Architekten und Gärtner
        Di, 24.04.2018 17:38

        Hellau Carmen.

        Ich kann Nina nur zustimmen: (Fast) Nichts ist wichtiger als der rote Faden! 

        Selber handhabe ich es so, dass ich wichtige Szenen, die ich auf jeden Fall drin haben will, vorschreibe und dann die Lücken dazwischen auffülle. Das hilft mir immer sehr, den Überblick über die zur Verfügung stehende Zeitspanne und Plotmenge zu behalten.

        Wenn der "Rohplott" (=> die genannten "Eckszenen") einmal gescchrieben ist, kann ich mich viel besser auf die anderen Aspekte meiner Geschichte konzentrieren, als wenn ich mich vom einen zum anderen Plotpunkt hangeln würde, ständig besorgt, dass ich mich irgendwo verrennen könnte.

        Ich hoffe, mein später Beitrag konnte vielleicht irgendwie helfen ^^

        ~Viel Erfolg und LG