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    Beigetreten: 28.01.2020
    Online-Umfrage & Verlosung 

    Lesen ist fester Bestandteil unseres Alltags – wir überfliegen den Sportteil der Zeitung, studieren die neueste E-Mail des Chefs, verlieren uns in Blogeinträgen oder einem guten Buch… Aber was passiert eigentlich, wenn wir etwas lesen? Und was davon bleibt hängen? Dahinter steckt ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Augenbewegungen, sprachlichem Wissen und kognitiven Prozessen.

    Mit eurer Teilnahme an der Umfrage unterstützt ihr ein Forschungsprojekt, das Textverständnis beim Lesen untersucht. ae.mpg.de/verstanden

     

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    Beigetreten: 12.03.2014
    RE: Online-Umfrage & Verlosung 
    Di, 04.02.2020 22:25

    Liebes MPI,

    die Kurzgeschichte war so "meh...", aber interessant, an was  man sich so alles erinnert.

    Liebe Grüße
    Dirk

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      Beigetreten: 22.01.2020
      RE: Online-Umfrage & Verlosung 
      Mi, 05.02.2020 13:06

      Ja, die Geschichte war nicht gerade atemberaubend.

      Aber wie du schon sagst, Dirk. Es ist interessant, an was man sich erinnern bzw. nicht erinnern kann.

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        Beigetreten: 30.11.2016
        RE: Online-Umfrage & Verlosung 
        Mi, 05.02.2020 13:32

        Ich habe den Test auch gemacht, und es war schon eine Herausforderung, mit dem Limit von 2000 Zeichen (inklusive Leerzeichen) bei der Nacherzählung auszukommen. Ich will jetzt keine Lanze brechen für die Geschichte. Sicher ist sie keine hohe Literatur. Für mich war der historische Rückblick auf soziales und gesellschaftliches Verhalten nach dem Krieg interessant. Der Dünkel war auf dem Land ungebrochen. Das verrückte ist ja, dass sich die Deutschen damals (viele der noch Lebenden dieser Generation haben ja bis heute nichts dazu gelernt) nicht als (Mit)Täter, sondern als Opfer fühlten.

        Es war eine Zeit, die ich als Nachgeborener (Jahrgang 1952), und Ihr, die ihr vermutlich noch später geboren wurdet, nicht nachvollziehen könnt. Mein Vater (Jahrgang 1928) war zum Kriegsende 17, wurde noch eingezogen, kam in amerikanische Kriegsgefangenschaft und war, kaum 18 geworden und wieder in Freiheit, auf einem Lehrerseminar. In kürzester Zeit wurde er zum Lehrer ausgebildet, um dann auf Schüler los gelassen zu werden, die ein Jahr jünger waren als er. Und das in einer Dorfschule, wo er den Dünkel und Hochmut der Landbevölkerung spürte, die ja nun quasi über Leben und Tod entscheiden konnte. Dadurch nämlich, dass sie Menschen, die aus den zerbombten Städten aufs Land zum Hamstern und Betteln kamen, etwas zu Essen gaben oder nicht. Denn den Landwirten ging es wirlich gut. Den meisten zumindest.

        Dass wir in Deutschland seit 75 Jahren in Frieden leben, haben wir vor allem unseren Eltern zu verdanken. Für die und deren Eltern war dies keine Selbstverständlichkeit. An all das hat mich diese Geschichte erinnert. Und deswegen finde ich sie, wenn auch sicher nicht Nobelpreisverdächtig, gut.

         

        Gruß
        Ben