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    Status:
    Offline
    Beigetreten: 27.06.2018
    Aufruf zu einer Autorenbefragung für eine wissenschaftliche Arbeit

    Liebe Autorinnen und Autoren,

    ich arbeite gerade an der Erstellung meiner Dissertation an der Birmingham City University (England).Das Thema meiner Dissertation lautet:

    „The Cultural Value of the Book in the Age of Digitisation“

    Die Arbeit geht der Frage nach, inwieweit sich die Digitalisierung des Buches auf den kulturellen Wert des Buches als Objekt auswirkt?

    Für meine Studie bin ich nun auf der Suche nach Autorinnen und Autoren in oder zwischen München und Stuttgart (oder im Allgäu, Voralberg, Tirol, Bodenseeregion),  die bereit wären sich mit mir zu einem Gruppeninterview zu treffen, um über meine Forschungsfrage zu diskutieren. Voraussetzung wäre, dass die betreffenden Autorinnen und Autoren bereits ein Prosawerk veröffentlicht haben (über einen Verlag oder auch im self-publishing). Es wäre wichtig, dass für dieses Interview ca. 6 - 10 Personen zusammenkämen. Die Dauer des Interviews beträgt ca. 45 Minuten. Selbstverständlich werden alle Daten nur anonymisiert genutzt!

    Anbei habe ich einige Hintergrundinformationen zu meinem Forschungsvorhaben und zu mir angehängt. Ich freue mich, wenn einige hier aus dem Forum Lust hätten dabei zu sein.

    Hintergrund

    Als Grundlage der Studie dient das Vorbild des Musikmarktes, der sich durch die Digitalisierung grundlegend gewandelt hat. Einst gab es Schallplattenläden in jedem Ort, Vinyl Alben und später CDs wurden begeistert gekauft und gesammelt. Fans präsentierten ihre Tonträgersammlungen zu Hause, sortierten die Tonträger und schufen sich ganze Audio-Sammlungen. Heute ist der Vinylmarkt ein Nischenmarkt und die CD-Absätze verlieren stetig an Marktanteil. Schallplattenhändler gibt es kaum noch und die großen Elektronikmärkte verkleinern die Tonträgerabteilungen immer weiter. Musik wird mittlerweile hauptsächlich über digitale Streamingkanäle konsumiert (Spotify, Deezer etc.). Der Tonträger als physisches Objekt spielt eine immer unwesentlichere Rolle. Der Wunsch Musik zu besitzen nimmt ab, dafür geht es um die ständige Verfügbarkeit von Musik.     

    Einige Fragen, die sich daraus ergeben

    - Inwieweit ist der Buchmarkt mit dem Musikmarkt vergleichbar (Der Konsum von Büchern mit dem Konsum von Musik)?
    - Wie beeinflusst der Rückgang des Buchhandels den kulturellen Wert des Buches?
    - Beeinflussen e-Reader unser Verständnis vom Buch?  
    - Welche Rolle spielt das Buch als physisches Objekt heute?
    u.v.a.

    Christian Mörken  

    Hat zunächst Musikwissenschaften in Hamburg und Liverpool studiert und anschließend mehrere Jahre in der Musikwirtschaft (u.a. für Herbert Grönemeyer, Sarah Brightman, Chris Rea u.a.) gearbeitet. Seit 2004 arbeitet er im Verlagswesen. Zunächst in einem mittelständischen Buchverlag bei Stuttgart und heute als Redakteur bei der „Allgäuer Zeitung“. Er hat als freiberuflicher Autor selbst Romane, Kinderbücher und zahlreiche Hörspiele veröffentlicht.