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    Beigetreten: 25.06.2020
    Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahrungen

    Sorry, hatte meine Frage irrtümlich in einem anderen Thread gepostet. Hier nochmal:

    Hallo an alle. Ich stöbere ja schon länger im Forum, bin aber noch nicht auf folgendes gestoßen:

    Ich möchte ja eigentlich Übersetzer werden. Jetzt frage ich mich, ob man als Übersetzer im literarischen Bereich überhaupt gut über die Runden kommen kann…Schon allein als Autor dürfte es ja mehr als schwierig sein, mit dem Schreiben seine Brötchen zu verdienen…viele sehen das Schreiben ja eher als Hobby an. Und daher gehe ich mal davon aus, dass Übersetzungen gar nicht so gefragt sind…vermutlich erst, wenn ein Buch in einem Land sehr erfolgreich läuft, wird es auch übersetzt? Generell wollte ich mal fragen, wie Übersetzungen von Büchern allgemein ablaufen…geht das eher von Verlagen aus? Im Inland oder im Ausland (ich würde ja eher fremdsprachliche Bücher ins Deutsche übersetzen, weil es meine Muttersprache ist und ich mich in der am sichersten fühle)…nur im „Inland“ sind die meisten literarischen Werke ja sowieso schon auf Deutsch…müsste ich mich dann eher im Ausland umsehen?

    Bin schon gespannt auf eure Antworten, vielleicht finden sich ja auch die ein oder anderen Autoren hier wieder, die auch ab und zu als Übersetzer tätig sind. Danke schon mal!

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      Beigetreten: 28.06.2020
      RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
      So, 16.08.2020 19:14

      Dass man das Schreiben von Büchern mit dem Übersetzen gleichsetzen kann, glaube ich eher nicht. Wenn man als Übersetzer tätig ist, übersetzt man in der Regel ja wohl nicht nur das Buch von einem Autor, sondern von zahlreichen verschiedenen Autoren. Davon abgesehen würde ich mich auch mal schlau machen, ob man eventuell nebenbei auch noch andere Werke wie wissenschaftliche Publikationen oder Artikel für Zeitschriften übersetzen oder lektorieren könnte. Wenn man vielseitig aufgestellt ist oder vielleicht sogar bei einem Verlag als Übersetzer angestellt ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass einige Menschen von einer solchen Tätigkeit leben können.

      Wenn du aber noch nicht einmal sicher bist, von welcher Sprache du in welche übersetzen wollen würdest, denke ich, dass du wahrscheinlich schon ein gutes Stück Weg vor dir haben wirst. Eventuell könntest du dich in internationalen Autorenforen umsehen und schauen, ob und welcher Bedarf bestehen würde? Oder du versuchst es über ein Praktikum bei einem Verlag? 

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        Beigetreten: 25.06.2020
        RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
        Di, 01.09.2020 16:27

        Hallo Katharina, vielen Dank für deine Rückmeldung. Denkst du aber nicht, dass man als Übersetzer auch so ein Gespür haben muss, wie es etwa ein Autor hat? Wieso sollen Übersetzer unzählige Werke von verschiedenen Autoren übersetzen können, aber Autoren schreiben oft nur sehr wenige (erfolgreiche) Bücher? Also das behaupte ich jetzt mal so in die Runde. Ihr könnt mich gerne ausbessern. Und was würde man denn ungefähr verdienen, wenn man bei einem Verlag als Übersetzer angestellt ist? Ist man eigentlich auch als Autor bei einem Verlag angestellt? Oder dann eher nur als jemand, der für Korrektorat, Lektorat, etc. zuständig ist?

        Ein Praktikum bei einem Verlag wäre sehr spannend. Das möchte ich gerne mal machen. Denkst du, dass man dann eher ins Ausland sollte, wo von deren Sprache dann ins Deutsche übersetzt wird? Oder kriegt man eher hier Aufträge für Übersetzungen INS Deutsche? Ich möchte nämlich nur in meine Muttersprache arbeiten, um wirklich auch das rüber transportieren zu können, was der Autor in der anderen Sprache eigentlich sagen möchte…

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          Beigetreten: 14.03.2014
          RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
          Di, 01.09.2020 17:31

          Hallo Lukas,

          ich habe - bitte nimm mir diese Offenheit nicht übel - den Eindruck, dass du die Sprache, in die "hinein" du übersetzen möchtest, nicht gut genug dafür beherrschst. Denn es stimmt: Was Text-Deutsch angeht, müssen Autoren und Übersetzer ein ähnliches "Gespür" haben. Übersetzer (von Belletristik) sogar noch mehr, denn sie müssen den Stil des Originaltextes erfassen und diesen im deutschen Text widerspiegeln.

          Zitat:
          Wieso sollen Übersetzer unzählige Werke von verschiedenen Autoren übersetzen können, aber Autoren schreiben oft nur sehr wenige (erfolgreiche) Bücher? 

          Was willst du sagen? Warum sollen Übersetzer nicht unzählige Bücher übersetzen können? Und was hat das mit der Buchzahl von Autoren zusammen? Und noch ein und: Wieso denkst du, dass "sehr wenige Bücher schreiben" ein ganz normales Merkmal für Autoren wäre? 

          Wie viel man in als Angestellter eines Verlages verdient, hängt (u.a.) vom Verlag ab. Autoren sind in der Regel nicht bei Verlages angestellt, jedenfalls nicht als Autoren. Die meisten Verlage arbeiten inzwischen auch mit nicht-angestellten Übersetzern, so wie sie zunehmend auch mit nicht-angestellten Lektoren arbeiten.

          Wenn du ein Praktikum machen willst, dann bewirbt dich doch einfach mal. 

           

           

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            Beigetreten: 25.06.2020
            RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
            So, 27.09.2020 13:25

            Hallo Ulrike, nochmals! :-)

            Danke dir für die Antwort und auch deine Offenheit. Ich weiß nicht, ob ich dich richtig verstehe, aber meinst du, dass mein Deutsch nicht gut genug ist? :‘D Falls ja, möchte ich zu meiner Verteidigung sagen, dass ich hier natürlich eher locker, flockig vor mich hinschreibe und einfach meine Gedanken wiedergebe…gut möglich, dass etwas dann unlogisch oder nicht elegant ausgedrückt klingt. Ich brauche auch nicht ständig, „wunderschöne Texte“ zu schreiben – das reicht mir, wenn ich MUSS – und ich bin hier ja aus Spaß, und auch um etwas zu lernen, Erfahrungen zu sammeln, etc. aber in keinster Weise mein Können unter Beweis zu stellen. In den Unterforen, wo Texte veröffentlicht werden, ist das natürlich wieder etwas ganz anders – da würde ich mir dann auch die Zeit nehmen und viel stärker reflektieren, was ich überhaupt sagen möchte, würde auf Stil und Ausdruck achten, und vieles mehr. :-)

            Ich gebe dir aber recht, dass es für Übersetzer von der Belletristik wohl überaus schwer ist, den Stil eines Originaltextes in der Übersetzung widerzuspiegeln. Angeblich wird man ja als Literaturübersetzer sowieso nur so schlecht bezahlt…da wird die Arbeit überhaupt nicht wertgeschätzt, obwohl eigentlich wirklich viel dahinter steckt…

            „Wieso sollen Übersetzer unzählige Werke von verschiedenen Autoren übersetzen können, aber Autoren schreiben oft nur sehr wenige (erfolgreiche) Bücher?“

            Naja, damit wollte ich sagen, warum Übersetzer die Fähigkeit haben sollen, Werke in einer anderen Fremdsprache genauso gut aussehen zu lassen wie im Original – und Autoren hingegen nageln sich möglicherweise auf einem Stil fest und haben vermutlich nur wenige erfolgreiche Bücher auf den Markt gebracht…also anders gefragt: wären Übersetzer die besseren Autoren? Immerhin hätten sie ja viele Erfahrungen, die sie in ihre Texte einfließen lassen könnten…

            Und nein, ich glaube nicht, dass „Sehr wenige Bücher schreiben“ ein ganz normales Merkmal für Autoren wäre – ich wollte damit nur sagen, dass es aber doch auch einige „Eintagsfliegen“ in der Literaturwelt gibt. Nur wenige Autoren können ja nur vom Autorendasein leben, oder?

             

            Und ich weiß nicht, was ich von diesen „Nicht-Anstellungen“ halten soll…da kommt es mir vor, als würde man ausgebeutelt werden…aber daher frage ich ja nach…vielleicht habt ihr da positivere Erfahrungen?

            Ein Praktikum wäre schon sehr cool, nur müsste ich da schon auch etwas Passendes finden. Ich möchte kein unbezahltes Praktikum machen…da sind wir wieder beim ausgebeutelt werden ;-)

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              Beigetreten: 14.03.2014
              RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
              So, 27.09.2020 14:05

              Wer fürchtet, "ausgebeutelt" zu werden, kann Deutsch nicht so gut, wie er glaubt. Aber das nur am Rande.

              Zitat:
              Naja, damit wollte ich sagen, warum Übersetzer die Fähigkeit haben sollen, Werke in einer anderen Fremdsprache genauso gut aussehen zu lassen wie im Original – und Autoren hingegen nageln sich möglicherweise auf einem Stil fest und haben vermutlich nur wenige erfolgreiche Bücher auf den Markt gebracht…also anders gefragt: wären Übersetzer die besseren Autoren? Immerhin hätten sie ja viele Erfahrungen, die sie in ihre Texte einfließen lassen könnten…

              Warum ein Übersetzer diese Fähigkeithaben soll? Weil das sein Job ist. Es sei denn, der übersetzt nur Werke eines einzigen Autors, dann muss er nur dessen Stil adäquat abbilden können.

              Nein: Übersetzer sind nicht per se oder "automatisch" die besseren Autoren, so wie Lektoren es nicht sind (auch gute Lektoren nicht). Gourmets sind ja auch nicht automatisch die besseren Köche oder Kunstkritiker die besseren Maler oder Inneneinrichter die besseren Tischler. Davon abgesehen: Was hat das mit deinem Wunsch, Übersetzer zu werden, zu tun? Entweder, du will Übersetzer werden, dann ist es egal, ob Übersetzer gute oder gar bessere Autoren wären. Oder du willst eigentlich Autor werden, dann lass das mit Übersetzerwerden sein. Falls du beides werden willst: Trenne es! Das sind zwei verschiedene Dinge.

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                Beigetreten: 25.06.2020
                RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
                So, 27.09.2020 19:15

                Ulrike, ich glaube, meine Verteidigung, dass ich in meiner Freizeit gerne mal einfach so vor mich hinschreibe und mir nicht über jedes Wort den Kopf zerbreche, scheint wohl nicht angekommen zu sein. Und kleine Rechtschreibfehler – ob jetzt ausgebeutet oder ausgebeutelt dasteht – sollte man mir (und niemanden) nicht übel nehmen…wenn ich einen professionellen Text schreibe, dann achte ich natürlich explizit auf die korrekten Ausdrücke und Rechtschreibung! So viel mal dazu. :-)

                Danke jedenfalls für die Vergleiche. Das scheint einsichtig zu sein. Ich möchte mich jetzt noch nicht auf eine Karriere fixieren – ich möchte mir viele Möglichkeiten offen halten…daher informiere ich mich ja hier auch! :-) Ich wollte nur generell mal diskutieren, was ihr von dem Thema hält.

                Ich frage mich nur gerade, ob Autoren oder Übersetzer besser bezahlt werden…angenommen es handelt sich um das gleiche Buch… Übersetzer stehen da hinten an, nicht wahr?

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                Beigetreten: 12.03.2014
                RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
                Do, 01.10.2020 00:04

                Lukas Raub schrieb:
                Ulrike, ich glaube, meine Verteidigung, dass ich in meiner Freizeit gerne mal einfach so vor mich hinschreibe und mir nicht über jedes Wort den Kopf zerbreche, scheint wohl nicht angekommen zu sein. Und kleine Rechtschreibfehler – ob jetzt ausgebeutet oder ausgebeutelt dasteht – sollte man mir (und niemanden) nicht übel nehmen…wenn ich einen professionellen Text schreibe, dann achte ich natürlich explizit auf die korrekten Ausdrücke und Rechtschreibung! So viel mal dazu. :-)

                Lieber Lukas,

                das hier ist ein Autorenforum, also ein Forum, in dem sich Menschen mit dem mehr oder weniger professionellen Schreiben befassen. Und es lesen ja auch Mitarbeiter*innen von Verlagen und Agenturen ab und zu im Forum mit. Da sollte es im Interesse aller sein, "saubere" Texte, möglichst ohne allzu viele Fehler abzuliefern. Es gibt Helferlein wie das LanguageTool oder den Duden-Mentor für diejenigen, die Probleme mit der Korrektur der Texte haben. Andreas Eschbach hat auf seiner Seite im Internet auch den "10 Punkte TextÜV" veröffentlicht, der hilft auch sehr. Und es hilft, vor dem Absenden des Postings hier im Forum den Text in der Vorschau noch einmal laut durchzulesen. 

                LanguageTool: https://languagetool.org/de/

                Duden-Mentor: https://www.duden.de/rechtschreibpruefung-online

                10 Punkte Text-ÜV: http://www.andreaseschbach.de/schreiben/10punkte/10punkte.html

                Liebe Grüße
                Dirk

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                  Beigetreten: 01.10.2020
                  RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
                  Sa, 03.10.2020 19:14

                  Guten Tag lieber Lukas,

                  ich habe Translation mit Schwerpunkt Übersetzen studiert und "einfach nur eine andere Sprache können" bringt einen leider nicht so weit. Das Übersetzen, und hier ist die Textsorte erstmal egal, muss gelernt sein. Ich kenne Übersetzer, die mit der Übersetzung von Belletristik "über die Runden kommen", aber in den meisten Fällen handelt es sich um eine freie Tätigkeit, die, nur mal so nebenbei, auch bei der KSK aufgenommen wird. Man hat also viele verschiedene Kunden, manchmal aus verschiedenen Sparten, denen man seine Dienstleistungen anbietet. Als Übersetzer wird man in der Regel aber nicht reich, ganz besonders, wenn man nur eine Sprache "anbieten" kann. Drei Sprachen sind das Minimum. Darüber hinaus ist der globale Markt heutzutage für Sprachen, die weltweit nicht viel gesprochen werden, ganz schön gesättigt. In diese Kategorie fällt auch Deutsch. 

                  Bei Belletristik und anderen literarischen Textsorten übersetzt man ausschließlich in die Muttersprache, alles andere wird, soweit ich weiß, nur von unseriösen Auftraggebern akzeptiert. Ist auch eigentlich logisch, denn bei diesen Texten muss der Übersetzer, wie ja oben schon erwähnt, zum "Autor" werden und benötigt das nötige Gespür für die Sprache. Die Sprachen, aus denen man übersetzt, müssen aber trotzdem 100 % sicher sitzen. Die literarische Übersetzung ist die Königsdisziplin und ohne einschlägige Berufserfahrung, Ausbildung und Vorkenntnisse kriegt man da keinen Fuß in die Tür. Viele Verlage beauftragen auch einfach Übersetzungsagenturen, was für sie ein weitaus kleineres Risiko darstellt. Diese Agenturen akzeptieren, soweit ich weiß, keine Übersetzer mit weniger als 3 Jahren Berufserfahrung und haben oft natürlich auch noch eigene Auswahlkriterien.

                  Praktika sind natürlich immer eine gute Idee, aber bringen einen ohne Ausbildung oder Studium meiner Meinung nach nicht weiter. Übersetzen ist eben nicht gleich Schreiben und ein gelernter Übersetzer bemerkt in der Regel sofort, wenn er es mit einem "Anfänger" zu tun hat. Selbst der beste Autor der Welt schreibt am Anfang schlechte Übersetzungen, weil es eben ein ganz anderer kognitiver Prozess ist als beim "normalen" Schreiben.

                  Also kurze Zusammenfassung und meine Tipps: Übersetzen ist ungleich Schreiben. Reich werden die Wenigsten. Berufserfahrung + perfekte Sprachkenntnisse sind absolutes Muss.

                  Wenn du wirklich Lust hast, Übersetzer zu werden, Lukas, dann wirst du es auch bestimmt schaffen. Aber "nur als Hobby" ohne Vorkenntnisse und Ausbildung sehe ich da leider keine rosige Zukunft.

                   

                  Gruß

                   

                  Nathan

                   

                   

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                    Beigetreten: 25.06.2020
                    RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
                    Sa, 17.10.2020 13:58

                    Hallo und danke euch für die Antworten.

                     

                    Dirk, ok entschuldigt bitte, ich werde meinen Schreibstil dementsprechend anpassen. :-) Locker flockig gute Texte zu schreiben – das schafft man dann doch nicht so einfach, wenn man eigentlich im Wochenend-Mood ist. :-) Danke dir für die Tipps. Languagetool kannte ich noch nicht. Werde ich mir gleich als Lesezeichen abspeichern. :-) LAUT seine Texte durchzulesen hilft ungemein…es ist mir in der WG aber ein wenig unangenehm, „Selbstgespräche“ zu führen. :-)

                     

                    Nathan, sehr spannend! Hast du dich denn mittlerweile auch schon auf einen gewissen Bereich spezialisiert? Also literarisches Übersetzen oder Fachübersetzen? Und mit welchen Sprachen arbeitest du denn, wenn ich fragen darf? :-) Gibt’s da eine Sprache, die derzeit besonders gefragt ist? Arbeitest du hauptsächlich auf dem deutschsprachigen Markt? Bist du auch Hobby-Autor? (Sorry für die vielen Fragen, aber ich bin einfach zu neugierig. :-))

                     

                    Und wieso muss man denn mindestens drei Sprachen anbieten können, um gut von dem Job leben zu können? Ist die Auftragslage in einer einzigen Sprache nicht ausreichend genug?

                     

                    Du sagst, dass Belletristik-Übersetzer eher einer freien Tätigkeit nachgehen, also nebenbei arbeiten. Reich wird man davon aber nicht…Auf der anderen Seite soll das literarische Übersetzen jedoch zur Königsdisziplin gehören? Das Ganze klingt für mich ein wenig paradox. Wie kommt es dazu, dass man für die Königsdisziplin nicht dementsprechend entlohnt wird?

                     

                    Mir ist klar, dass Agenturen bzw. Verlage nur Übersetzer mit ausreichend Berufserfahrung akzeptieren…Da frage ich mich dann aber immer, wie man denn Berufserfahrung sammeln soll, wenn man für die allermeisten Bewerbungen schon irgendwelche professionellen Erfahrungen vorzeigen sollte…Oder zählt ein Studium auch schon als „Berufs“erfahrung – immerhin dauert ja ein Studium auch einige Semester…Von unbezahlten bzw. schlecht bezahlten Praktika halte ich nicht viel…Das ist meiner Meinung nach eher „Abzocke“ in den meisten Fällen…Da möchte man sich einfach eine bezahlte Arbeitskraft sparen, kommt mir vor.  

                     

                    Danke ebenso für deine Tipps. Wie schaffst du es denn, „perfekte“ Sprachkenntnisse zu erlangen? Und das in so vielen Sprachen? Und dazu auch noch kontinuierlich auf diesem hohen Niveau zu bleiben?

                     

                    Schönes, erholsames Wochenende euch allen! :-)

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                      Beigetreten: 30.11.2016
                      RE: Als Übersetzer erfolgreich sein Geld verdienen? Erfahr...
                      Sa, 17.10.2020 16:08

                      progresso schrieb:

                      Hallo und danke euch für die Antworten.

                       

                      Dirk, ok entschuldigt bitte, ich werde meinen Schreibstil dementsprechend anpassen. :-) Locker flockig gute Texte zu schreiben – das schafft man dann doch nicht so einfach, wenn man eigentlich im Wochenend-Mood ist. 

                      Du sagst, dass Belletristik-Übersetzer eher einer freien Tätigkeit nachgehen, also nebenbei arbeiten. 

                      Schönes, erholsames Wochenende euch allen! :-)

                       

                      Hallo Lukas, dir auch ein schönes Wochenende.

                       

                      aber zu deinem Post: Dirk meinte sicher nicht deinen Schreibstil, der ist ohnehin individuell. Er hat wohl eher auf die Rechtschreibung und Grammatik deuten wollen, die du manchmal sehr induviduell auslegst.

                      Und was deine Interpretation von freier Tätigkeit anlangt, heißt frei nicht, dass jemand nebenher noch einen Brotberuf haben muss. Freie Tätigkeit heißt, nicht angestellt zu sein. Man ist sein eigener Unternehmer und erhält Aufträge von den Verlagen, Bücher zu übersetzen. Das kannst du gleich setzen mit einem Arzt oder einen Rechtsanwalt oder einem freien Journalisten, der auch nicht bei einer Redaktion (Zeitung, Magazin, Rundfunk, Fernsehen) angestellt sein muss, sondern Beiträge erstellt, die er dann den Redaktionen verkauft. 

                      Eine freie Tätigkeit ist ein Fulltime-Job, der dir meist wenig Luft lässt, noch anderen, vielleicht lukrativeren, Tätigkeiten nachzugehen.

                      Gruß

                      Ben