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    Erfahrungen mit dem Novum-Verlag

    Hallo!

    Ich bin gerade im Netz auf den Novum-Verlag gestoßen, der, wie der Name schon sagt, besonders Neuautoren eine Chance geben möchte. Wer also noch nicht veröffentlicht hat, darf sein erstes Manuskript gern zur Prüfung einschicken. Das klingt eigentlich gut. Hat jemand Erfahrungen mit diesem Verlag? Ich finde nirgends einen Hinweis darauf, dass es sich um einen Zuschussverlag handelt.

    Ich suche einen passenden Verlag für mein Bilderbuch-Manuskript.

    Vielen Dank euch!

    Grüße aus dem Nebel (bezogen auf das Wetter, nicht auf die Verlagssuche;-)

    Nina

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      Beigetreten: 14.10.2019
      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
      Mi, 23.10.2019 13:47

      Hallo Nina,

      bin ein Neuzugang auf dieser Plattform und schaue mich gerade um. Deine Frage hat mich neugierig gemacht und so habe ich Erfahrungsberichte zum Novum-Verlag durchstöbert. Ob positive oder negative Rückmeldungen - Serviceleistungen des Verlages (Lektorat, Korrektorat... ) sind offensichtlich zahlungspflichtig. Vielleicht solltest du die ausgewiesenen Kosten mit Serviceleistungen ausserhalb dieses Verlages vergleichen. So erkennst du, ob der Verlag dir "versteckte" Kosten abknöpft.

      Im Grunde sollte einer Autorin/ einem Autor keine oder nur wenige Kosten bei einem seriösen Verlag entstehen. Immerhin lieferst du ja den Hauptteil - dein Manuskript. Vielleicht sehe ich dies jedoch zu blauäugig. Jedenfalls habe ich für meine Verlagsveröffentlichungen (Fachbuch) nichts bezahlt und mein erstes literarisches Buch als Selfpubisherin veröffentlciht.

      Viele Grüße Miriam

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        Beigetreten: 23.10.2019
        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
        Mi, 23.10.2019 14:11

        Hallo Nina,

        das ist eine Druckkostenzuschussverlag. Sprich, du musst für Leistungen, die dir ein "normaler" Verlag bietet, zahlen. Google mal nach DKZS.

        Viele Grüße,

        Anette

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          Beigetreten: 14.03.2014
          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
          Fr, 25.10.2019 19:23

          Es gibt de facto keinen(*) positiven Bericht von Autoren in Sachen Novum-Verlag, immer nur Anfragen wie diese, bei denen im Lauf der Diskussion dann recht oft jemand von Novum auftaucht und versucht, das Image zu retten.

          (* vielleicht einen oder zwei von vor drölfzig Jahren - beim einfachen Googlen jedenfalls stößt man nicht auf sowas. Ach ja: Auf der Seite des "Verlages" gibt es natürlich sowas - aussagestark ist das aber auch nicht)

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          Beigetreten: 12.03.2014
          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
          Fr, 25.10.2019 00:00

          Liebe Nina,

          ich kann mich an einen Erfahrungsbericht erinnern, wo eine Autorin kapp 8000 Euro Eigenbeteiligung an den "Verlag" gezahlt haben soll. Dafür bekam Sie das Lektorat, 750 Bücher und vieles mehr und eine Gewinnbeteiligung von 30 % vom Verkaufspreis des Buches. Der Haken war, dass sie von der ersten (von ihr selbst finanzierten) Auflage (750 Exemplare) erst ab dem 501. verkauften Buch diesen Anteil bekam. Angenommen, sie hätte die gesamte Auflage verkauft, läge ihr Einkommen bei unter 1.700 Euro. Das im Vergleich zum üppigen Druckkostenzuschuss und dem Wissen um den Fakt im Hinterkopf, dass der Verlag an jedem Buch verdient...

          Novum verdient als sowohl an den Autoren und den Büchern. Der Dumme ist in dem Fall der Autor/die Autorin, weil er/sie auf einen Druckkosten-Zuschussverlag hereingefallen ist.

          Liebe Grüße
          Dirk

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            Beigetreten: 11.07.2018
            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
            Mo, 28.10.2019 14:17

            Vielen Dank! Irgendwie könnte ich mich gerade selbst ohrfeigen. Eigentlich weiß ich das doch mit den Zuschussverlagen. Gerade ist mir nicht so ganz klar, wie ich da das "Kleingedruckte" überlesen konnte. War wahrscheinlich ein gewaltiger blinder Fleck.

            Ich werde geduldig weiter nach einem seriösen Verlag suchen!

            Gruß

            Nina

            • [Moderator]
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            Beigetreten: 12.03.2014
            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
            Mo, 28.10.2019 14:35 / Bearbeitet am: Mo, 28.10.2019 14:35

            Liebe Nina,

            für deine Suche wünsche ich dir viel Glück und noch mehr Erfolg!

            Liebe Grüße
            Dirk

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              Beigetreten: 14.03.2014
              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
              Mo, 28.10.2019 15:56

              Zitat:
              Gerade ist mir nicht so ganz klar, wie ich da das "Kleingedruckte" überlesen konnte.

              Mach dir nichts draus! Es ist ja nicht umsonst so klein "gedruckt" 1f 609

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                Beigetreten: 31.01.2020
                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                Fr, 31.01.2020 16:29

                Liebe Forenuser,

                nachdem dieser Thread unseren Verlag zum Thema hat, möchte ich mich gerne persönlich zu Wort melden. Aufgrund der vielen kritischen Stimmen und ambivalenten Stimmungen finde ich es persönlich einfach sehr wichtig dem Austausch beizuwohnen. Dabei geht es weniger um Imagepflege, sondern darum mit Ihnen in Austausch zu treten und auf konkrete Äußerungen und Behauptungen einzugehen, die uns betreffen. Als Verlagsinhaber sehe ich es als meine Pflicht – viel zu oft ist es doch der Fall, dass Kritik, Meinungen oder Erfahrungen, die online veröffentlicht werden, vom Adressaten nicht wahrgenommen und oftmals sogar ignoriert werden.  

                Generell ist es ja so, dass es in der Verlagsbranche die unterschiedlichsten Modelle je nach Genre, Buchinhalt und Autorenwünsche gibt. Für jeden spielen unterschiedliche Faktoren eine essentielle Rolle bei der Wahl nach dem richtigen Modell. Ich stimme Ihnen dahingehend zu, dass es in der Branche schwarze Schafe gibt, so wie es sie auch in anderen Branchen leider gibt. Sofern es sich aber nicht um persönliche Erfahrungen mit uns handelt, wäre ich Ihnen sehr verbunden, objektiv zu bleiben. Vieles wird geschrieben, vieles wo aufgeschnappt, dass oftmals nicht der Realität entsprechen muss. Nichtsdestotrotz, es bleibt jedem selbst überlassen, welche Art von Verleger er für sich selbst in Betracht zieht. Das soll auch so sein. Es steht also jedem frei sich an uns zu wenden oder auch nicht. 

                In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen noch viel Erfolg auf Ihrem Wege der Schriftstellerei und schicke liebe Grüße

                Wolfgang Bader

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                  Beigetreten: 30.11.2016
                  RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                  Fr, 31.01.2020 17:10

                  Wolfgang Bader schrieb:

                  Liebe Forenuser,

                  nachdem dieser Thread unseren Verlag zum Thema hat, möchte ich mich gerne persönlich zu Wort melden. Aufgrund der vielen kritischen Stimmen und ambivalenten Stimmungen finde ich es persönlich einfach sehr wichtig dem Austausch beizuwohnen. Dabei geht es weniger um Imagepflege, sondern darum mit Ihnen in Austausch zu treten und auf konkrete Äußerungen und Behauptungen einzugehen, die uns betreffen. Als Verlagsinhaber sehe ich es als meine Pflicht – viel zu oft ist es doch der Fall, dass Kritik, Meinungen oder Erfahrungen, die online veröffentlicht werden, vom Adressaten nicht wahrgenommen und oftmals sogar ignoriert werden.  

                  Generell ist es ja so, dass es in der Verlagsbranche die unterschiedlichsten Modelle je nach Genre, Buchinhalt und Autorenwünsche gibt. Für jeden spielen unterschiedliche Faktoren eine essentielle Rolle bei der Wahl nach dem richtigen Modell. Ich stimme Ihnen dahingehend zu, dass es in der Branche schwarze Schafe gibt, so wie es sie auch in anderen Branchen leider gibt. Sofern es sich aber nicht um persönliche Erfahrungen mit uns handelt, wäre ich Ihnen sehr verbunden, objektiv zu bleiben. Vieles wird geschrieben, vieles wo aufgeschnappt, dass oftmals nicht der Realität entsprechen muss. Nichtsdestotrotz, es bleibt jedem selbst überlassen, welche Art von Verleger er für sich selbst in Betracht zieht. Das soll auch so sein. Es steht also jedem frei sich an uns zu wenden oder auch nicht. 

                  In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen noch viel Erfolg auf Ihrem Wege der Schriftstellerei und schicke liebe Grüße

                  Wolfgang Bader

                  Ulrike Jonack schrieb:

                  Es gibt de facto keinen(*) positiven Bericht von Autoren in Sachen Novum-Verlag, immer nur Anfragen wie diese, bei denen im Lauf der Diskussion dann recht oft jemand von Novum auftaucht und versucht, das Image zu retten.

                  Ulrike hat 100 Punkte

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                    Beigetreten: 16.02.2019
                    RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                    Fr, 31.01.2020 20:55

                    Hallo Herr Bader,

                    das stimmt schon, dass es verschiedene Modelle gibt, aus denen man das für sich beste heraussuchen sollte. Ein entscheidender Faktor bei dieser Wahl sind die Kosten. Ich habe auf der Homepage des Novum-Verlages keinen Hinweis gefunden, dass für die Autoren welche anfallen, schon gar nicht, wie hoch die sind. Das lässt einem selbst bei bestem Willen schon etwas an der Seriosität zweifeln.

                    Es wäre eine vertrauensbildende Maßnahme, wenn die Kosten zumindest hier im Forum bekanntgegeben werden. Nehmen wir als Beispiel einen Thriller mit 300 Normseiten. Wieviel müsste ich für eine Veröffentlichung im Novum-Verlag bezahlen?

                    Herzliche Grüße

                    Hermann Moser

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                      Beigetreten: 30.11.2016
                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                      Sa, 01.02.2020 18:48

                      Kosten hin, Kostentransparenz her. Ein Verlag, der von einem Autoren Geld verlangt, ist für mich per se unseriös.

                      Ein Verlag ist, wie der Autor auch, ein Dienstleister. Beide nehmen das unternehmerische Risiko auf sich, das da ist, der Verlag übernimmt das Manuskript und damit die gesamten mit Herstellung und Verbreitung verbundenen Kosten. Der Autor hat während der Herstellung seines Manuskripts lange Zeit ohne Bezahlung gearbeitet. Und abschließend das Risiko, dass sich das Buch nicht verkauft.  Sollte ein Verlag auf Kosten des Autors die eigenen Produktionskosten minimieren wollen, dann Finger weg.

                      Wer unbedingt seinen Erguss zwischen zwei Buchdeckeln finden möchte, hat mit Self-Publishing preiswertere Alternativen.

                      • [Moderator]
                      • [Forum-Betreuer]
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                      Beigetreten: 12.03.2014
                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                      Sa, 01.02.2020 17:38

                      Ich stimme Ben hier voll und ganz zu und kann, gerade nach den Äußerungen von Wolfgang Bader, nur von diesem Verlag abraten. Ich habe selten so ein Geschwurbel gelesen, welches mich absolut nicht überzeugen konnte. Ich würde jeder Autor*in davon abraten, mit einem Verlag zusammenzuarbeiten, der ein vergleichbares Geschäftsgebaren aufweist. Natürlich darf jede Autor*in, die/ der das trotzdem möchte, seine eigenen Erfahrungen mit dem Verlag machen. Wenn aber alle zugänglichen Erfahrungsberichte eine so eindeutige Aussage treffen, wie in diesem Fall, würde ich persönlich lieber auf die eigene Erfahrung verzichten wollen. Ich zitiere hier mal meinen lange verstorbenen Opa: "So böse bin ich meinem Geld nun auch nicht!" Ich glaube nicht, dass man für das Geld, welches man dort in die Hand nehmen muss, mehr Exemplare verkauft als ein guter Selfpublisher. Optimistisch gerechnet.

                      Liebe Grüße
                      Dirk

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                        Beigetreten: 14.03.2014
                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                        Di, 04.02.2020 07:53

                        Wenn ich nicht selbst mehrfach erlebt (und in weiteren Fällen es lesend verfolgt) hätte, würde ich ja in der Diskussion weiter mitmachen. Aber das wird nichts bringen - wir werden keine Zahlen bekommen, weder von Herrn Bader noch von (echten oder angeblichen) Autoren. Ich weiß nicht, ob diese Autoren nichts sagen wollen oder nichts sagen dürfen (es gibt ja manchmal solche Klauseln) oder ganz zufällig praktisch niemals auf solche Fragen nach Erfahrungsberichten stoßen …

                        Ich habe nur ein einziges Mal Zahlen gesehen - und zwar nicht in so einem Faden über Novum, sondern in einem Blog über eine Verlagssuche. Leider ist der nur für Angemeldete zugänglich, verlinken bringt nichts. Und die Zahlen sind nur bedingt repräsentativ, weil es dort von vornherein im einen Mehrteiler ging. Aber wenn für den Fall einer Raten-Zahlung Gebühren von ca. 10 % der "Investitionssumme" anfallen und es Honorar erst ab dem 501. verkauften Buch gibt (obwohl der Autor ja bereits einen guten Teil der Kosten getragen hat), dann sind das schonmal zwei recht eindrückliche Eckzahlen.

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                          Beigetreten: 16.02.2019
                          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                          So, 02.02.2020 10:29

                          Wenn die Instraparenz transparent wird, ist das ja schon ein erster Schritt. Ich habe nach den Kosten gefragt und keine Antwort bekommen. Wenn das der von Herrn Bader gewünschte Austausch ist, mag sich jeder intelligente Mensch selbst seinen Teil dazu denken. Es gibt ja auch Anbieter, bei denen man die Preise mit ein paar Blicken auf die Homepage ganz einfach kalkulieren kann.

                          Grüße

                          Hermann 

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                            Beigetreten: 17.06.2016
                            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                            Mo, 03.02.2020 19:21

                            Hermann Moser schrieb:

                            Wenn die Instraparenz transparent wird, ist das ja schon ein erster Schritt. Ich habe nach den Kosten gefragt und keine Antwort bekommen.

                             

                            Vielleicht kommt ja noch was, sind ja erst wenige Tage.

                             

                            Für mich würde ein DKZV grundsätzlich nicht infrage kommen. Ich hätte kein gutes Gefühl dabei, käme mir vor wie mogeln XD

                            Ausserdem will ich mich als Autorin etablieren und das Schreiben zu meinem Beruf machen- ich will Geld verdienen und nicht bezahlen. Wenn ich Geld in die Hand nehmen würde, dann als Investiton in ein SP- Buch genau nach meinen Wünschen.

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                              Beigetreten: 14.03.2014
                              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                              Di, 04.02.2020 08:38

                              Zitat:
                              Vielleicht kommt ja noch was, sind ja erst wenige Tage.

                              Nicht meiner Erfahrung nach …

                               

                              Unter http://www.verlag-finden.de/?gclid=EAIaIQobChMIv5K1mai35wIVxOR3Ch2B_ABlE... gibt es übrigens einen interessanten Werbebeitrag. Er gibt sich seriös, aber die Tatsache, dass am Ende lediglich haargenau ein "Verlag" - und der auch noch mit Link – empfohlen wird, spricht für sich. Dort steht:

                              Zitat:
                              Wenn Sie auf der Suche nach einem Verlag sind, der Ihr Manuskript kostenlos verlegt, dann leben Sie in einem Märchen. Ja, es gibt sie, die Verlage, die Manuskripte oder Bücher kaufen und der Autor ein beachtliches Autorenhonorar erhält. Aber – und das ist nun mal so: Gilt dies für Bestsellerautoren. Das bedeutet, dass diese Autoren bereits Tausende, wenn nicht sogar Millionen von Büchern verkauft haben.

                              A: Die Kopplung mit "beachtliches Honorar" ist ein geschickter Schachzug: Was ist beachtlich? Und: Der Honorarsatz bei echten Verlagen bewegt sich immer im gleichen Rahmen - auch für Bestseller-Autoren, bei denen machen es die Menge und eventuelle Zweitverwertungen.

                              B: Verlage kaufen keine Bücher, sie machen welche. Sie kaufen aber auch keine Manuskripte, sondern bezahlen für die Verwertungsrechte. Aber das nur am Rande.

                              C: Hier wird suggeriert, dass man erst ohne echten Verlag Millionen Bücher verkaufen muss, um in einem Verlag unterzukommen. Und das schon vor dem SP-Boom, der dank Internet, E-Book und Print on Demand möglich wurde. Nur: Wenn man ohne Verlag so erfolgreich wurde - wozu brauchen Bestseller-Autoren dann überhaupt noch Verlage? Dann hat man doch in Sachen Qualität und Marketing bereits alles im Griff. Verlage dürften also nur ganz, ganz wenige Autoren haben - die einen nehmen sie nicht (weil sie keine Bestseller schreiben), die anderen kommen nicht (weil sie es auch ohne Verlag prima hinkriegen).
                              Im Ernst: Es gibt heute bereits viele Selfpublisher, die genau aus diesem Grund SP weitermachen - weil sie ohne Verlag mehr verdienen und auch noch gänzlich freie Hand haben.

                               

                               

                               

                                Status:
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                                Beigetreten: 17.06.2016
                                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                Di, 04.02.2020 14:24

                                jon schrieb:

                                Unter http://www.verlag-finden.de/?gclid=EAIaIQobChMIv5K1mai35wIVxOR3Ch2B_ABlE... gibt es übrigens einen interessanten Werbebeitrag. 

                                 

                                Zitat:Wenn Sie auf der Suche nach einem Verlag sind, der Ihr Manuskript kostenlos verlegt, dann leben Sie in einem Märchen. Ja, es gibt sie, die Verlage, die Manuskripte oder Bücher kaufen und der Autor ein beachtliches Autorenhonorar erhält. Aber – und das ist nun mal so: Gilt dies für Bestsellerautoren. Das bedeutet, dass diese Autoren bereits Tausende, wenn nicht sogar Millionen von Büchern verkauft haben.

                                A: Die Kopplung mit "beachtliches Honorar" ist ein geschickter Schachzug: Was ist beachtlich? Und: Der Honorarsatz bei echten Verlagen bewegt sich immer im gleichen Rahmen - auch für Bestseller-Autoren, bei denen machen es die Menge und eventuelle Zweitverwertungen.

                                 

                                Gerade habe ich den Artikel gelesen. Krasse und nicht sehr subtile Stimmungsmache.

                                Das erinnert mich an die Methoden der Pharmaindustrie, wenn zB in der Apothekenumschau immer als angeblich sachliche Artikel getarnte Werbeanzeigen stehen.

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                                  Beigetreten: 17.04.2015
                                  RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                  Di, 04.02.2020 17:37

                                  Passt ja.

                                  Von wegen "Apotherkerpreise" und so. ;-)

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                                    Beigetreten: 18.03.2020
                                    RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                    Mi, 18.03.2020 16:12

                                    Für mein erstes Manuskript (Belletristik, 50 Seiten) hat mir eine Unternehmensberaterin den novum Verlag empfohlen und ich habe es dort hin geschickt, nachdem ich mir die Homepage das Verlages ausführlich angeschaut habe und nichts über anfallende Kosten finden konnte. Recht schnell bekam ich Antwort, dass mein Manuskript in die Auswahl kommen könnte, ich müsse nur noch ein Online-Formular mit persönlichen Daten und Wünsche zum Layout ausfüllen. Hab ich gemacht, darauf kam umgehend eine weitere Mail, dass es nun dem Lektorat vorgelegt würde und ich innerhalb von 2-3 Wochen eine Antwort bekäme. Falls es sich um eine Absage handeln würde, bekäme ich in jedem Fall eine Stellungnahme zu meinem Manuskript.

                                    Heute bekam ich nun die angekündigte Antwortmail. Anstelle der versprochenen Stellungnahme erhielt ich einen 6seitigen Verlagsvertrag, auf dem ich zwischen 3 Veröffentlichungspaketen auswählen kann. Kosten: zwischen rund 2900,00 Euro und 7800,00 Euro Eigenleistung. Und ja, wie schon benannt, ab dem 501. verkauften Buch erhalte ich erst ein Verkaufshonorar (je nach Paket 20, 25 oder 30 %). Ist nicht interessant für mich.

                                    Um es kurz zu machen: Es stimmt nicht, dass der novum-Verlag ein kostenloses Lektorat durchführt. Das kommt erst nach Vertragsabschluss zustande. Hätte mich auch sehr gewundert, daher war das Versprechen schon seltsam ...

                                    Und: Natürlich freut sich der Verlag über jedes eingesendete Manuskript. Er geht kein Risiko ein und verdient in jedem Fall daran, egal wie gut oder wie schlecht es sich später verkaufen lässt.

                                    Sehr informativ finde ich auch diese Seite: https://www.aktionsbuendnis-faire-verlage.com

                                     

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                                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                      Mi, 18.03.2020 19:09

                                      Ich hoffe, du hast dieser Unternehmensberaterin einen Satz heißer Ohren verpasst ...

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                                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                        Mi, 18.03.2020 20:10

                                        colwyn schrieb:

                                        Ich hoffe, du hast dieser Unternehmensberaterin einen Satz heißer Ohren verpasst ...

                                        ... nun ja Manuel, ihre Ohren sind erstmal lauwarm ;)

                                        Da sie es war, die mich ermutigt hat, überhaupt erstmal einen Verlag anzuschreiben, denke ich, dass sie über derartige Dienstleistungs-Verlage noch zu wenig wusste. Sollte sie den novum Verlag dennoch weiter empfehlen, werden ihre Ohren bald glühen ...

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                                          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                          Do, 19.03.2020 12:22

                                          Hallo,

                                          der NOVUM-Verlag ist eine Verbrecherbande wie fast alle ZV´s gehören sie einer mafiösen Struktur an, Finger weg!!

                                          Als Anfangsautor rate ich Dir zuerst über Self-Publishing zu staeren, das kostet keinen Pfennig, bringt aber nicht viel. Z.B.: ePubli, bookmundo, neobooks, tredition und tolino-media. Rest ist Müll.

                                          Schritt II: Eine Domain besorgen, z.B. bei IONOS oder gleich bei Wordpress

                                          Schritt III: Die Premium-Homepage kostet 96€ und ist echt gut angelegt

                                          Schritt IV: Jetzt wird´s stressig, denn die Erklärungen sind bisweilen Mist. Hab nach einer Woche alle Beschreibungen vermüllt und dann mit try and arrow losgezogen. Pflupp, und schon war ich auf Seite 1 bei Google.

                                           

                                          Ich schreibe derzeit an meinem sechsten Buch innerhalb von 13 Jahren, mit Pausen und habe im Schnitt 1500 Seiten Pro Buch aufgewendet, aber das Einpflegen der Texte und des Covers in die Self-Publisher war stressig, da deren Programme lausig sind.

                                           

                                          Ich mache auch die Lektur und die Übersetzung ins Spanische und Englische selbst, nur muss es dann natürlich noch ein Muttersprachler in die Finger bekommen.

                                           

                                          So, und nun viel Spaß, Beharrlichkeit und vie Kaffee.

                                           

                                          Hasta luego

                                           

                                          Jürgen

                                           

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                                            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                            Do, 19.03.2020 15:42

                                            Zitat:
                                            Als Anfangsautor rate ich Dir zuerst über Self-Publishing zu staeren, das kostet keinen Pfennig

                                            Nein, das kostet schon was. Gerade als "Anfangsautor" sollte man nicht komplett auf Profi-Hilfe verzichten. Man kann zwar sehr billig Produktion und Vertrieb machen lassen, aber Lektorat, Korrektorat, Cover und/oder Satz gibt es in der Regel nicht umsonst. 

                                            Zitat:
                                            Ich mache auch die Lektur 

                                            Falls du Lektorat meinst, Jürgen: Das kann man nicht selbst machen. Man kann selbst überarbeiten, nochmal prüfen und Korrekturlesen - aber den Blick von außen kann man nicht von innen her leisten. 

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                                              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                              Do, 19.03.2020 18:57

                                              Danke Jürgen und Ulrike für die Tipps 1f60a  Wie ich bereits im Begrüßungsforum erwähnt habe, bin ich grad am Engelsdorfer Verlag interessiert. Wisst ihr vielleicht über diesen Verlag schon mehr? Auf dessen Homepage ist auch eine Liste verschiedener Lektor/inn/en, da hab ich mir bereits eine in die engere Wahl genommen.

                                              Die Idee mit einer eigenen Homepage hatte ich auch schon, hatte mir heute einige Testberichte von verschiedenen Homepage-Anbietern angeschaut und würde Weebly in die engere Wahl nehmen.

                                              Ansonsten sitze ich in Quarantäne und schreibe und schreibe und schreibe ...1f 604

                                               

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                                                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                Do, 19.03.2020 22:45

                                                So hat die Quarantäne doch noch ihr Gutes: Du kommst voran. Ich stelle mir grad vor, wie du bei eiem Kaffee sitzt und deine Texte am Pc schreibst. Viel Erfolg weiterhin.

                                                 Was anderes: Ich hab` in anderen Threads was über ein Pc-Programm namens Lyrikautor gelesen. Wer kann mir mehr darüber erzählen?

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                                                  RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                  Fr, 20.03.2020 11:51

                                                  Der Engelsdorfer Verlag ist so ein Zwischending. Das Konzept ähnelt eher Dienstleistern wie BoD oder tredition, es gibt einen klaren Kostenrahmen. Dazu werden aber auch "bekannte" Autoren normal verlegt, wie das bei echten Verlagen üblich ist. Der Verlag steht auch auf manchen DKZV-Listen drauf, ist aber glaube ich nicht mit echten DKZV-Abzockern zu vergleichen. Alerdings kann ich diesbezüglich auch keine Erfahrungen aus erster Hand vorweisen.

                                                  In Anbetracht der neuen Urheberrechtsnovelle, die auch Dienstleistungs- und DKZ-Verlagen ANspruch auf die Ausschüttungen der VG Wort zuteilen würde, wäre mein Rat (sollte sich am vorgeschlagenen Gesetzestext nichts ändern), entweder über Epubli oder Amazon KDP zu veröffentlichen, wo man persönlich als Verlag auftritt (und Epubli und Amazon lediglich als Kommissionär).

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                                                    RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                    Fr, 20.03.2020 14:32

                                                    Zitat:
                                                     Was anderes: Ich hab` in anderen Threads was über ein Pc-Programm namens Lyrikautor gelesen. Wer kann mir mehr darüber erzählen?

                                                    Stell diese Frage doch bitte in einen Extra-Thread, Nicole, sonst sieht man hier bald nicht mehr durch.
                                                    Das gleiche gilt für deine Anmerkungen zu BoD, die du im Vorstellungsthread gepostet hast.

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                                                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                      Fr, 20.03.2020 19:32

                                                      Ninai1981 schrieb:

                                                      So hat die Quarantäne doch noch ihr Gutes: Du kommst voran. Ich stelle mir grad vor, wie du bei eiem Kaffee sitzt und deine Texte am Pc schreibst. Viel Erfolg weiterhin.

                                                      Danke Nicole, ich hab eine Kanne Kaffe weg und mein Manuskript nochmal aufpoliert :D

                                                      Jetzt hab ich mir n Bier aufgemacht, genieße den Abend und gehe morgen an mein nächstes Manuskript.

                                                      Hab du auch noch einen schönen Abend. Herzlichst, Elke

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                                                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                        Fr, 20.03.2020 19:37

                                                        colwyn schrieb:

                                                        Der Engelsdorfer Verlag ist so ein Zwischending. Das Konzept ähnelt eher Dienstleistern wie BoD oder tredition, es gibt einen klaren Kostenrahmen. Dazu werden aber auch "bekannte" Autoren normal verlegt, wie das bei echten Verlagen üblich ist. Der Verlag steht auch auf manchen DKZV-Listen drauf, ist aber glaube ich nicht mit echten DKZV-Abzockern zu vergleichen. Alerdings kann ich diesbezüglich auch keine Erfahrungen aus erster Hand vorweisen.

                                                        In Anbetracht der neuen Urheberrechtsnovelle, die auch Dienstleistungs- und DKZ-Verlagen ANspruch auf die Ausschüttungen der VG Wort zuteilen würde, wäre mein Rat (sollte sich am vorgeschlagenen Gesetzestext nichts ändern), entweder über Epubli oder Amazon KDP zu veröffentlichen, wo man persönlich als Verlag auftritt (und Epubli und Amazon lediglich als Kommissionär).

                                                        Ja Manuel, ich denke auch, dass man mit dem Engelsdorfer Verlag nicht unbedingt falsch liegt. Danke für den Hinweis auf Epubli, dieses Angebot kannte ich noch nicht. Hab grad mal reingeschaut und werde es für mich prüfen.

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                                                          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                          Mo, 30.03.2020 10:30

                                                          Hallo Nina,
                                                          ich habe mir vor einiger Zeit den Novum Verlag auch angesehen, um genau das herauszufinden. Ich habe lange gebraucht, aber schließlich nach einigem Wühlen die Bereiche gefunden, in denen die Kosten versteckt sind. Geschickt gemacht, zugegeben. Aber es handelt sich hierbei tatsächlich um einen Druckkostenzuschussverlag. Lass lieber die Finger weg, es gibt genügend seriöse Verlage.
                                                           

                                                          LG

                                                          Bettina

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                                                            Beigetreten: 04.04.2020
                                                            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                            Sa, 04.04.2020 18:43

                                                            Servus,

                                                            ich habe bei diesem dubiosen  Verlag auch mal veröffentlicht. 

                                                            Die zu erreichenden verkauften Exemplare, die man erzielen muss um mal Geld zu sehen (zurück zu bekommen) müssen über deren Homepage stattfinden. Wenn also Freunde bei Amazon  dein Buch kaufen, bringt das nichts:D

                                                            Ich finde heute noch Fehler in meinem Werk,  soviel zum kostenintensiven Lektorat -.-

                                                            Achja und wirklich Werbung macht der Verlag auch nicht für dich. 

                                                            Er versucht eher mit jeder weiteren kostenpflichtigen  Werbemaßnahme mehr Geld zu scheffeln (Buchmessen, Flyer,  etc.)

                                                            p.s. als mir im Nachhinein, aber noch während des  Entstehungsprozesses, ein Schreibfehler auffiel (Lektorat bereits beendet) hat es mich 100 Euro gekostet,  die "Buchpresse umstellen zu lassen 

                                                            Beste Grüße 

                                                            Ein anonymer Autor 

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                                                              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                              Mi, 15.04.2020 11:22

                                                              Tipp: Finger weg und Geldbörse zu.

                                                              Mit der "united p.c." der gleichen "Liga", spielen die mit den neuen unbedarften Autoren "Ping-Ping". Das erinnert mich an eine mafiöse Struktur.

                                                              "Ping Pong" heisst:  Novum empfiehlt den "Verlag" united p. c., als kostenlosen Vertrags- u. Vrerlagspartner. 

                                                              Die erste Rechnung (ohne Leistung) kommt kommt jedoch schon 48  Stunden später!

                                                              • [Moderator]
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                                                              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                              Mo, 20.04.2020 12:54

                                                              Liebe Mitglieder des Forums,

                                                              ich denke, das Fazit dieses Threads heißt ganz klar: Finger weg! Daher könnte dieser Thread eigentlich geschlossen werden. Falls jemand aber seine Erlbnisse mit diesem "Verlag" mit der Öffentlichkeit teilen möchte, kann er oder sie das gerne hier weiterhin tun.

                                                              Liebe Grüße
                                                              Dirk

                                                                Status:
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                                                                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                Fr, 01.05.2020 22:40

                                                                OFFENER BRIEF AN

                                                                 

                                                                novum – Verlag für Neuautoren

                                                                 

                                                                Rathausgasse 73 ·

                                                                7311 Neckenmarkt

                                                                 

                                                                EINSCHREIBEN

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                Sehr geehrte Frau Tanja Ferscha,

                                                                 

                                                                Eine Analyse Ihres Angebotes hat ergeben, dass die von Ihnen in Aussicht gestellten zu honorierenden Vorleistungen zur Bucherstellung= € 3112,48 bis €  8415,60 (für Druck und alle Marketingrealisierungen), sowie die zusätzlich in Aussicht gestellten einbehaltenen Provisionen, von 70-80 % von Buchverkäufen ab dem 501. verkauften Buch und  100%  Provision für die ersten 501 verkauften Bücher(sehr versteckter Hinweis im sehr kleingedruckten Artikel 10 AGB– Honorar, Verkaufspreis. >Der Verfasser erhält als *Honorar vom Verleger ab dem 501. verkauften Buch und e-book die auf Seite 1 genannten Prozente….<>Seite 1 in Großdruck: Autorenhonorar* vom Verkaufspreis 20% 25% 30%), als Ihre Vertragsleistung,

                                                                 

                                                                 nicht in Parität zu den von mir erbrachten Autor-Gegenleistungen ( Hunderte Stunden schriftstellerische Tätigkeit, Revidierung - Vorarbeit, Layout- Vorarbeit, intensive ©-Analysen)= € 0.-  für diese Arbeiten als Arbeitsvergütung, 0 % Provision für die ersten verkauften 501  Bücher, 20-30% ab dem 501. Buch,  steht. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass ein praktisches Erreichen von 750 Buchverkäufen zwar ein enormer Vorteil für den Autor wäre (Rückvergütung aller Vorkosten), aber kaum in Ihrem Firmen - Interesse stehen kann, da dies explizit Ihre Firmenbilanz belasten würde (Bremse eruier bar>750 Stk. gilt ausschließlich für Verkäufe, über Online Shop des Verlegers(!)).

                                                                 

                                                                Daher kann aus kaufmännischen Überlegungen dieses Angebot nicht angenommen werden. Es gibt jedoch eine Alternative, der Sie sofort zustimmen müssten, wenn Ihre Zeilen> Gemeinsam mit unserem Verleger habe ich Ihr Werk als eines jener herausgefunden dem wir eine Chance einräumen und dass wir gerne erfolgreich veröffentlichen möchten. <ehrlich war.

                                                                 

                                                                 Abgesehen davon, dass für jedes Geschäft ein Geschäftsrisiko besteht, damit sowohl für Sie (Verkaufserlöse unter Herstellungskosten) als auch für mich (Vertragsbindung); kann man aus Ihren obigen Zeilen herauslesen, dass das beiderseitige Geschäftsrisiko minimalst ist. Unter der Bedachtnahme, dass die von Ihnen getroffene, oben angeführte Aussage unter der Heranziehung von qualifizierten Sacharbeiter-Beurteilungen zustande kam, gibt es nur die eine Alternative, nämlich folgendes Angebot anzunehmen: Ich mache Ihrem Unternehmen das Angebot einen 5 Jahresvertrag abzuschließen, wobei ich Sie mit 50% Provision an allen in diesem Zeitraum verkauften Bücher beteilige. Die restlichen 50% erhalte ich, ab dem 1. Buch.

                                                                 

                                                                Die mir zu Verfügung stehenden Erlöse müssen nicht ausbezahlt werden, wenn Ihr Unternehmen die Möglichkeit bieten, diese als meine Geschäftsanteile zu veranlagen (Eingliederung als Kommanditist). Sämtliche Vorkosten für die Bucherstellung und das Marketing übernimmt Ihr Unternehmen.

                                                                 

                                                                Im Falle der Zustimmung verpflichte ich mich, alle weiteren von mir erstellten Buchmanuskripte, Ihnen als Erster, exklusiv anzubieten.

                                                                 

                                                                Im Falle der Ablehnung ersuche ich, wie in Ihrem E-Mail (Gesendet: Mittwoch, 01. April 2020 um 08:45 Uhr- Von: "Tanja Ferscha" <[email protected]>Wir versichern Ihnen einen höchst vertrauensvollen Umgang mit Ihrem Manuskript und auf Wunsch eine verlässliche Rücksendung!) in Aussicht gestellt, meine Print-Manuskripte, für mich kostenpflichtig, zu retournieren.

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                Mit dem Ausdruck der vorzüglichsten Hochachtung,

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                 

                                                                • [Moderator]
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                                                                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                Fr, 01.05.2020 23:20

                                                                Lieber Paul,

                                                                ich hoffe, du hast deinen Brief nicht in diesem Zustand an den Verlag geschickt. Ernst wird ihn dort ohnehin niemand nehmen, noch weniger vermutlich aufgrund der zahlreichen Tippfehler und der überkandidelt bürokratischen Wortwahl. Der Novum-Verlag wird aufgrund dieses Schreibens kaum seine Geschäftspraktiken ändern.

                                                                Ich möchte dich allerdings bitten, die vielen unnötigen Leerzeilen aus dem Beitrag zu entfernen, da er so mehr Raum einnimmt, als ihn zustehen sollte.

                                                                Liebe Grüße
                                                                Dirk

                                                                  Status:
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                                                                  RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                  So, 03.05.2020 10:00

                                                                  Davon abgesehen, dass ich den Brief grundsätzlich kindisch finde, frage ich mich, was will der Autor uns (hier im Forum) damit sagen? Außerdem: Ist es nun ein offener Brief, oder ist es ein Einschreiben? Einen offenen Brief muss ich niemanden per Post, schon gar nicht als Einschreiben, zusenden.

                                                                   

                                                                  Gruß

                                                                  Ben

                                                                    Status:
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                                                                    RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                    So, 16.08.2020 12:23

                                                                    Da ich mich jetzt, während ich in einem Auftragstief gehangen bin, wenig erfolgreich mit Selfpublishing beschäftigt habe, bin ich gerade wie offensichtlich einige andere auch auf der Suche nach Alternativen. Ich muss sagen, dass mich der Diskussionsverlauf hier etwas verwirrt. Dass die Emotionen bei einem Thema hochgehen, an dem man mit seinem Herz hängt, kann ich nachempfinden. Mir fällt es hier jedoch schwer Meinungen und Fakten auseinanderhalten zu können.

                                                                    Zitat:
                                                                    Ein Verlag ist, wie der Autor auch, ein Dienstleister. Beide nehmen das unternehmerische Risiko auf sich, das da ist, der Verlag übernimmt das Manuskript und damit die gesamten mit Herstellung und Verbreitung verbundenen Kosten.

                                                                    Funktionieren denn die Geschäftsmodelle aller Verlage gleich? Aus der Forschung weiß ich, dass sich im Bereich des wissenschaftlichen Publizierens in den letzten Jahren oder eigentlich Jahrzehnten einiges geändert hat. Journals oder Fachverlage, in denen man etwas bezahlen muss, um veröffentlicht zu werden, gibt es durchaus. Inwiefern das unternehmerische Risiko verteilt wird, scheint ja durchaus einer gewissen Flexibilität zu unterliegen?

                                                                    Zitat:
                                                                    das stimmt schon, dass es verschiedene Modelle gibt, aus denen man das für sich beste heraussuchen sollte. Ein entscheidender Faktor bei dieser Wahl sind die Kosten. 

                                                                    Kosten sind mit Sicherheit ein Faktor, ja. Und ich bewundere jeden, der schreibt ein gut gemachtes Buch im Selfpublishing ohne Unterstützung durch externe Dienstleister auf den Markt gebracht zu haben. Ich habe meine Versuche gestartet und muss sagen, dass mir dazu eine Menge Kompetenz fehlt. Und jetzt, wo sich meine Auftragslage wieder erholt hat, leider auch die Zeit. Für mich ist das durchaus auch ein wesentlicher Faktor. 

                                                                    Was Kosten angeht... Die Hompage vom Novum Verlag habe ich mir noch nicht gründlich angeschaut, aber generell scheint es ja euren Erfahrungen nach möglich zu sein einen (Muster-) Vertrag zu bekommen, um anhand dieser Informationen entscheiden zu können, ob das Angebot für einen selbst passt oder nicht? 

                                                                     

                                                                      Status:
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                                                                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                      So, 16.08.2020 17:43

                                                                      Liebe Katharina,

                                                                      ich verstehe nicht, was dich verwirrt. (Meine Vermutung steht hinten.)

                                                                      A: Verlag ist kein geschützer Bergriff, das heißt, jeder kann sich Verlag nennen - die "echten" Verlage, die Fachbuchverlage, die seriösen SP-Dienstleister und die Abzocker. Überstezt: Wenn Verlag draufsteht, kann alles drin sein. Von "echten Verlagen" reden wir, wenn der Verlag außer dem Schreiben des Buches alles macht und nur Geld von Verlag zum Autor fließt. Heißt: Ja klar gibt es massenweise "Verlagmodelle" (das ist schon eine merkwürdige Frage).

                                                                      B: Fachbücher sind was anderes als Belletristik. Sie sind in der Regel aufwändiger zu machen und die Zielgruppe ist von vornherein sehr viel kleiner- das führte dazu, dass Fachbuchverlage schon viel eher Duckkostenzuschüsse haben wollten - also eher zu Buch-Veröffentlichungs-Partnern der Wissenschaftler (statt "echter Verlag" zu sein) wurden. (PS: Die Intension der Wissenschafttler, etwas zu veröffentlichen, ist auch eine ganz andere - das geht es weniger um das Honorar als vielmehr um das Prestige als Wissenschaftler.)

                                                                      C: Selfpublishing heißt nicht, alles selbst zu machen. Man braucht immer Dienstleister und sei es (weil man ein guter Allrounder ist ist) nur die Druckerei. Die Frage ist: Wie viel bezahlt man für welche Leistung und was kommt am Ende (also nach dem Buchverkauf) raus? (Beispiel: Bei den Dienstleistern, die als seriös gelten, gibt es vom ersten verkauften Buch an Geld, bei Novum "spendest" du deinen Anteil an den ersten 500 erstmal dem "Verlag".)

                                                                      D: Ja natürlich kannst du dir ein Angebot machen lassen, wo steht denn, dass das nicht geht? Hier im Thread gibt es ja ein sehr konkretes Gegenbeispiel. (Ist das die neue Masche von Novum? Sich verwirrt geben und Fragen stellen, die eigentlich schon beantwortet wurden?)

                                                                       

                                                                       

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                                                                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                        So, 16.08.2020 18:40

                                                                        Naja, ich finde die Diskussion insofern verwirrend, als dass zum Beispiel vorgeschlagen wird einer Unternehmensberaterin allein für die Empfehlung einen Satz heißer Ohren zu verpassen. Dass der Vorschlag für Elke Große individuell nicht gepasst hat, kann ich verstehen. Bedürfnisse sind verschieden. Was an dem bloßen Vorschlag verwerflich sein sollte, erschließt sich mir nicht. Offensichtlich war das Angebot insofern klar genug, als dass gut überprüft werden konnte, ob man es als passend empfindet. Wenig später wird von einer Verbrecherbande und mafiösen Strukturen geschrieben. Ich habe ein wenig gegoogelt und dieser Dienstleistungsverlag existiert offensichtlich seit über 20 Jahren. Dass eine so lange Unternehmensgeschichte möglich wäre, wenn an den Angeboten und Verträgen generell was faul wäre, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Dass die Angebote für einige Autoren nicht passen, das allerdings schon.

                                                                        Zu A: Wenn Verlag kein geschützter Begriff ist, warum werden hier dann nur Publikumsverlage als seriös bezeichnet? Unseriös würde für mich bedeuten, dass im Vertrag festgehaltene Dinge nicht eingehalten werden. Ist das beim hier besprochenen Dienstleistungsverlag der Fall oder geht es, wenn von „hereingefallen“ geschrieben wird, eher darum, dass vor dem Unterzeichnen Verträge nicht vernünftig gelesen und geprüft wurden, und dann Frust entsteht, dass die im Kopf entstandene Erwartungshaltung und die Realität nicht absolut deckungsgleich sind?

                                                                        Zu B: Natürlich sind Fachbücher etwas anderes. Dass jedes Buch aus dem Bereich Belletristik aber per se eine riesengroße Zielgruppe ansprechen würde, glaube ich nicht. Da gibt es genauso Nischen wie überall. Und ja, je kleiner die potentielle Zielgruppe es ist, desto schwieriger scheint es mir einen Publikumsverlag zu finden, dem man überhaupt mal eine Rückmeldung wert ist. Dass es Fachbuchautoren nur um Prestige gehen würde und Belletristikautoren darum von ihrem Verdienst als Autor leben zu können, glaube ich beim besten Willen nicht.

                                                                        Hand auf’s Herz: Wie viele Autoren können tatsächlich rein vom Schreiben leben? Ich persönlich würde mein Buch aus unterschiedlichen Gründen gerne veröffentlicht sehen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es auch auf dem Markt gut ankommen würde. Aber so naiv zu glauben, dass ich meinen eigentlichen Beruf aufgeben könnte, bin ich nicht.

                                                                        Zu C: Nein, ein so guter Allrounder bin ich nicht. Covergestaltung würde mir mit Aufwand gelingen. Für Korrektorat, Lektorat und einiges mehr bräuchte ich durchaus Dienstleister.

                                                                        An diejenigen, die bereits Bücher im Eigenverlag rausgebracht haben: Wie viel Zeit und Geld musstet ihr in Summe nach dem Fertigstellen des Manuskripts noch investieren? Dazu habe ich schon Aufstellungen gesucht, bislang aber auch nichts Aussagekräftiges gefunden.

                                                                        Zu D: Wo stehen würde, dass man sich kein Angebot machen lassen können? Stimmt, steht so hier nirgendwo. Andererseits wird ständig so geschrieben, als würden unbedarfte Autoren übers Ohr gehauen werden. Scheint mir ein wenig konstruiert, wenn man vorab einen Vertrag zum Überprüfen bekommt, bei dem man ohne Zeitdruck überlegen kann, ob einem die Bedingungen passen oder nicht.

                                                                        Und dann seid ihr irritiert darüber, dass ich hier verwundert bin, dass offensichtlich ziemlich emotional und sehr wenig sachlich diskutiert wird? Ist auch ungut, wenn man versucht sich möglich faktenbasiert zu informieren.

                                                                          Status:
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                                                                          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                          Mo, 17.08.2020 10:02

                                                                          Das Problem ist, dass die "Verlage" mit den hohen Preisen darauf bauen, dass der Markt für Verlage/Dienstleister so unübersichtlich ist. Wenn ich neu in der Buchbubble bin, dann kenne ich nicht alle Alternativen. Deren Narrativ ist, dass deren Bedingungen mit den hohen Preisen und der geringen Autorenbeteiligung für die Buchbranche etwas völlig normales sind. 

                                                                          Die Realität sieht anders aus. Ein Buch als Selfpublisher zu veröffentlichen ist für sehr geringes Geld möglich, teilweise für lau, und das bei angemessener Beteiligung an den Buchverkäufen. Das weiß ich aber nur, wenn ich einen guten Überblick über den Markt habe. Was selten der Fall ist, wenn ich mit meinem ersten Buch hausieren gehe.

                                                                            Status:
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                                                                            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                            Mo, 17.08.2020 17:11

                                                                            Auf deine Versuche, das Image des Novum-Verlags zu retten, antworte ich mal nicht. Da ist zu viel Quatsch dabei (Beispiel: Unseriös und kriminell sind zwei verschiedene Sachen).

                                                                             

                                                                            Zu der anderen Frage:

                                                                            Es gibt keine Aufstellung dieser Art - das ist völlig individuell. Die Spanne reicht von 0,00 Euro (wer alles selbst macht und nur E-Book veröffentlicht) bis open End.
                                                                            Ich habe für meine Bücher nach dem Schreiben bezahlt: 550 Euro, 354 Euro, 0,00 Euro, 19 Euro, 480 Euro (inkl. Illustrationen durch jemand anderen), 150 Euro.
                                                                            Ich habe andererseits für Autoren Lektorate gemacht, die diese Bücher dann als SPler rausbrachten - 212 Euro, 116 Euro, 1500 Euro haben die allein an mich bezahlt.
                                                                            Es gibt Cover für 60 Euro, ich hatte mal ein Angebot für über 2000 auf dem Tisch, man kann sie selbst machen (einige Anbieter haben dafür auch kostenlose Cover-Baukästen) und also nichts zahlen.

                                                                            Neben dem, was man bezahlt, ist auch wichtig, was man bekommt. Wenn man vom ersten Buch an Geld bekommt, dann ist es schon ein Unterschied zu dem Fall, wenn du für die ersten 500 Bücher gar nichts bekommst. Du musst in der Bilanz dieses "nicht Bekommene" berücksichtigen - das ist ja Geld, das man quasi auch dem Dienstleister überlässt.

                                                                            Auch über diesen Kniff kannst du also nicht belegen, dass die Konditionen von Novum eigentlich nur die "normale Kostenstruktur" abbilden.

                                                                              Status:
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                                                                              RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                              Di, 25.08.2020 20:34

                                                                              Wie Manuel erwähnt hat, wenn man, wie ich, neu in der Buchbubble ist, kennt man schlicht nicht alle Alternativen. Ich habe keine Ahnung, was normal ist und ob es nur ein einziges normales Modell gibt. Für mich wirkt der Markt und seine unterschiedlichen Angebote eher komplex.

                                                                              Zitat:
                                                                              Es gibt keine Aufstellung dieser Art - das ist völlig individuell. Die Spanne reicht von 0,00 Euro (wer alles selbst macht und nur E-Book veröffentlicht) bis open End. Ich habe für meine Bücher nach dem Schreiben bezahlt: 550 Euro, 354 Euro, 0,00 Euro, 19 Euro, 480 Euro (inkl. Illustrationen durch jemand anderen), 150 Euro. Ich habe andererseits für Autoren Lektorate gemacht, die diese Bücher dann als SPler rausbrachten - 212 Euro, 116 Euro, 1500 Euro haben die allein an mich bezahlt. Es gibt Cover für 60 Euro, ich hatte mal ein Angebot für über 2000 auf dem Tisch, man kann sie selbst machen (einige Anbieter haben dafür auch kostenlose Cover-Baukästen) und also nichts zahlen.

                                                                              Das freut mich richtig, dass du einen gut zu dir passenden Weg gefunden hast! Wenn man 0€ für ein Buch ausgibt, bedeutet das aber wohl auch, dass du in dem einen Fall auf ein Lektorat verzichtet hast? Ich muss sagen, dass ich mir das nicht zutrauen würde. Ich schreibe gerne und viel, aber mit Sicherheit leider nicht komplett fehlerfrei. Dass auch im Lektorat mal winzige Kleinigkeiten durchrutschen, ist bestimmt in allen Verlagen und Erstauflagen so. Aber man merkt es, finde ich, ja sogar Zeitungstexten an, ob sie nun lektoriert wurden oder nicht. Und Online-Medien sind da ja wesentlich schneller wieder in Vergessenheit geraten, als ein Buch.

                                                                               

                                                                              Die Preise, die du für Lektorat und zum Beispiel auch Cover-Design ansprichst, erscheinen mir teilweise sehr niedrig? Ich würde aus meiner Perspektive würde 20-30€ Stundenlohn als normal empfinden. Mindestens 15€. Ich bin selbst Selbständige und sehe Dumpinglöhne sehr kritisch. Für 116€ würde ich nicht mehr als maximal 6 Stunden ein Buch lektorieren. Ist der Lektoratsaufwand wirklich so gering? Oder war das ein Bilderbuch mit kaum Text?

                                                                              Was Cover angeht, kann man sicher auf Bausätze und lizenzfreie Bilder zurückgreifen und dadurch Geld sparen. Aber auch bei lizenzfreien Bildern und solchen, die von Profi-Fotografen aufgenommen wurden, sehe ich durchaus qualitative Unterschiede.

                                                                              Zitat:
                                                                              Neben dem, was man bezahlt, ist auch wichtig, was man bekommt. Wenn man vom ersten Buch an Geld bekommt, dann ist es schon ein Unterschied zu dem Fall, wenn du für die ersten 500 Bücher gar nichts bekommst. Du musst in der Bilanz dieses "nicht Bekommene" berücksichtigen - das ist ja Geld, das man quasi auch dem Dienstleister überlässt.

                                                                              Selbstverständlich. Wobei ich bei einem E-Book, das ich komplett in Eigenregie für 0€ rausgebracht habe, auch nicht wetten würde, dass das überhaupt jemand kauft. Was hilft mir ein Buch, von dem niemand weiß, dass es überhaupt existiert? Natürlich hätte jeder am liebsten die eierlegende Wollmilchsau, ich ja auch. Deshalb suche ich ja nach der für mich bestmöglichen Lösung. Aber wenn der Dienstleister am Werk auch etwas verdient, sollte meiner Meinung auch bei ihm ein Interesse gegeben sein, dass sich die angebotenen Bücher seiner Autoren möglichst gut verkaufen.

                                                                              Zitat:
                                                                              Ein Buch als Selfpublisher zu veröffentlichen ist für sehr geringes Geld möglich, teilweise für lau, und das bei angemessener Beteiligung an den Buchverkäufen. Das weiß ich aber nur, wenn ich einen guten Überblick über den Markt habe. Was selten der Fall ist, wenn ich mit meinem ersten Buch hausieren gehe.

                                                                              Dass es möglich ist ein Buch für geringes Geld oder für lau zu veröffentlichen, ist mir durchaus bewusst. Ich hatte bereits das „Vergnügen“ unlektorierte Bücher in Händen zu halten, die im Eigenverlag erschienen sind. Ob irgendjemand außer Freunden und Verwandten das Buch gekauft hat, wage ich aber sehr stark zu bezweifeln.

                                                                              Einen guten Überblick über den Markt versuche ich mir zu verschaffen. Nachdem mir selbst bislang sowohl Überblick, als auch Erfahrungen fehlen, würde ich mich bislang einfach mit kompetenter Unterstützung wohler fühlen. Eilt aber nicht, mein Manuskript wird mir nicht davonlaufen.

                                                                                Status:
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                                                                                RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                Di, 25.08.2020 21:17

                                                                                Damit hier Äpfel und Birnen nicht wie Kraut und Rüben durcheinander geworfen werden, mal kurz eine Bemerkung zum Beitrag von @Katharina Bauer.

                                                                                Du schreibst, Zitat: "Aber man merkt es, finde ich, ja sogar Zeitungstexten an, ob sie nun lektoriert wurden oder nicht." Zeitungstexte werden grundsätzlich nicht lektoriert. Zeitungstexte werden redigiert, das machen Redakteurskollegen. Das bedeutet, sie lesen auf Schlüssigkeit der Fakten, korrigieren orthographische, grammatikalische und Kommafehler, verlängern oder kürzen, um einen Artikel passend zum vorgegebenen Layout zu gestalten. In vielen (vor allem großen) Redaktionen gibt es inzwischen wieder Korrektorate, die die Texte ein weiteres Mal auf Fehler prüfen bevor sie in Druck gehen.

                                                                                Es gab auch eine Zeit vor allem in den späten 90er Jahren, als Korrektoren eingespart wurden. Oft war die Begründung der Verlage, man verfüge ja im verwendeten PC-Schreibprogramm über eine Rechtschreibkorrektur. Meist basierten seinerzeit die Schreibprogramme auf Word und so kann man sich vorstellen, wie die Korrektur aussah. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass man in einer Zeitungsredaktion - und ich spreche nur von Tageszeitungen und nicht von Magazinen oder Wochenzeitungen - tagtäglich unter enormen Zeitdruck arbeitete. Dadurch wurden oft Fehler übersehen, was im allwöchentlichen "Hohlspiegel" dann nachgelesen werden konnte.

                                                                                 

                                                                                Gruß

                                                                                Ben

                                                                                  Status:
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                                                                                  RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                  Di, 25.08.2020 21:20

                                                                                  Ja, ich habe die ersten Bücher ohne Lektorat (statt dessen Testlesen im Forum) und Korrektorat (statt dessen in den vielen Jahren Enstehungszeit sehr oft selbst gecheckt) rausgebracht; bei einem Buch habe ich Teile Korrekurlesen lassen, die erst in den Monaten vor der Veröffentlichung entstanden (weil's um Preise geht: Das machte etwas über 400 Euro.)

                                                                                   

                                                                                  Zitat:
                                                                                  Die Preise, die du für Lektorat und zum Beispiel auch Cover-Design ansprichst, erscheinen mir teilweise sehr niedrig? Ich würde aus meiner Perspektive würde 20-30€ Stundenlohn als normal empfinden. Mindestens 15€. Ich bin selbst Selbständige und sehe Dumpinglöhne sehr kritisch. Für 116€ würde ich nicht mehr als maximal 6 Stunden ein Buch lektorieren. Ist der Lektoratsaufwand wirklich so gering? Oder war das ein Bilderbuch mit kaum Text?

                                                                                  Ich setze 20-25 Euro pro Stunde an. Wenn es schnell geht (weil der Text schon okay ist) und das Buch/der Text nur wenige Seiten umfasst, dann kommen halt keine Super-Summen zusammen. Ich habe auch für einen Verlag gearbeitet - gute Texte, bereits durch ein Vorlektorat durch den Verlag gegangen, aber mehr Seiten - da kam mehr rüber. Ich habe auch einen Kunden gehabt, der im Lauf der Zeit so an die 4000 Euro bezahlt hat, das war fast ein Coaching 

                                                                                  Zitat:
                                                                                  Was hilft mir ein Buch, von dem niemand weiß, dass es überhaupt existiert?

                                                                                  Da spielst du auf das Marketing an. Keiner dieser Anbieter macht so viel/so effektives Marketing für dein Buch, dass du deshalb tausende Euro ausgeben musst. Die inklusiven Marketingmaßnahmen sind sehr überschaubar, die buchbaren Werbepakete sind nett, machen aber auch keinen Bestseller aus dem Buch. Selbst in Verlagen kommen Autoren (außer den Zugpferden des Verlags) nicht umhin, selbst die Werbetrommel zu rühren.

                                                                                  Zitat:
                                                                                   Aber wenn der Dienstleister am Werk auch etwas verdient, sollte meiner Meinung auch bei ihm ein Interesse gegeben sein, dass sich die angebotenen Bücher seiner Autoren möglichst gut verkaufen.

                                                                                  Das ist der Knackpunkt! WENN. Novum & Co verdienen schon an dem, was der Autor zahlt, so viel, dass sie aufs Verkaufen gar nicht mehr angewiesen sind.

                                                                                   

                                                                                    Status:
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                                                                                    RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                    Mi, 26.08.2020 21:45

                                                                                    Zitat:
                                                                                    Damit hier Äpfel und Birnen nicht wie Kraut und Rüben durcheinander geworfen werden, mal kurz eine Bemerkung zum Beitrag von @Katharina Bauer.

                                                                                    Danke dir, Ben. Dass das bei Zeitungstexten grundsätzlich etwas anders abläuft, war mir wirklich nicht bewusst!

                                                                                    Zitat:
                                                                                    Es gab auch eine Zeit vor allem in den späten 90er Jahren, als Korrektoren eingespart wurden. Oft war die Begründung der Verlage, man verfüge ja im verwendeten PC-Schreibprogramm über eine Rechtschreibkorrektur. Meist basierten seinerzeit die Schreibprogramme auf Word und so kann man sich vorstellen, wie die Korrektur aussah. Auch unter dem Gesichtspunkt, dass man in einer Zeitungsredaktion - und ich spreche nur von Tageszeitungen und nicht von Magazinen oder Wochenzeitungen - tagtäglich unter enormen Zeitdruck arbeitete. Dadurch wurden oft Fehler übersehen, was im allwöchentlichen "Hohlspiegel" dann nachgelesen werden konnte.

                                                                                    Das mit dem Zeitdruck ist sicher ein wichtiger Punkt, mit Sicherheit in der Zeitungsbranche auch noch immer. Ich lese zwar überwiegend online, aber es fällt schon auf, dass brandaktuelle Schlagzeilen fast überall gleichzeitig erscheinen.

                                                                                    Dass man da in der ersten Begeisterung über PC-Schreibprogramme etwas überschwänglich wurde, kann ich irgendwie nachvollziehen. Geht ja jetzt einigen, was KI angeht, nicht anders. Übersetzungstools wie DeepL sind mittlerweile echt brauchbar geworden. Aber ich glaube nicht, dass Maschinen in naher Zukunft an das Sprachgefühl von begabten Menschen herankommen werden.

                                                                                    Zitat:
                                                                                    Ich setze 20-25 Euro pro Stunde an. Wenn es schnell geht (weil der Text schon okay ist) und das Buch/der Text nur wenige Seiten umfasst, dann kommen halt keine Super-Summen zusammen. Ich habe auch für einen Verlag gearbeitet - gute Texte, bereits durch ein Vorlektorat durch den Verlag gegangen, aber mehr Seiten - da kam mehr rüber. Ich habe auch einen Kunden gehabt, der im Lauf der Zeit so an die 4000 Euro bezahlt hat, das war fast ein Coaching

                                                                                    Okay, das klingt nach einem realistischen und nicht unfairen Stundensatz, danke dir! Dass es bei manchen Kunden fast in ein Coaching ausartet und dann teuer wird, kann ich mir vorstellen. Damit haben Dienstleistungsverlage, die vorwiegend Neuautoren aufnehmen, wahrscheinlich auch gehäuft zu tun.

                                                                                    Zitat:
                                                                                    Da spielst du auf das Marketing an. Keiner dieser Anbieter macht so viel/so effektives Marketing für dein Buch, dass du deshalb tausende Euro ausgeben musst. Die inklusiven Marketingmaßnahmen sind sehr überschaubar, die buchbaren Werbepakete sind nett, machen aber auch keinen Bestseller aus dem Buch. Selbst in Verlagen kommen Autoren (außer den Zugpferden des Verlags) nicht umhin, selbst die Werbetrommel zu rühren.

                                                                                    Das wusste ich nicht, dass man, auch wenn man einen Vertrag bei einem Publikumsverlag hat, sich ein gutes Stück weit selbst um Werbung kümmern muss. Macht also wahrscheinlich wirklich Sinn sich auch mal intensiver damit selbst zu beschäftigen.

                                                                                    Zitat:
                                                                                    dass sie aufs Verkaufen gar nicht mehr angewiesen sind.

                                                                                    Wie die Kostenkalkulation unternehmensintern aussieht... keine Ahnung. Dass kein Unternehmen rote Zahlen schreiben möchte, ist aber auch klar. Gilt mit Sicherheit auch für Publikumsverlage. Ein zusätzlicher Anreiz sollte das aber doch für alle Beteiligten sein, um zu schauen, dass die Bücher sich verkaufen. Weil ein Minusgeschäft ist es für den Dienstleistungsverlag mit Sicherheit auch nicht.

                                                                                      Status:
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                                                                                      RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                      Di, 01.09.2020 16:40

                                                                                      Ich finde es toll, wenn Neuautoren die Chance gegeben wird, ihr Buch zu veröffentlichen. Leider wird man ja als Neuling, egal in welcher Branche, meist immer nur belächelt und es heißt, man sollte mal Erfahrungen sammeln. Ich frage mich dann immer nur, wie ich Erfahrungen sammeln solle, wenn doch alle immer nur nach jemandem suchen, der schon zig Jahre Erfahrungen und dies und das vorzuweisen hat…also generell finde ich die Idee super, wenn auch mal Neulinge gefördert werden.  Das sollte es deutlich öfter geben. Da sind wir uns doch alle einig, denke ich.

                                                                                      Ich habe ja nicht wirklich Erfahrungen mit dem Verlegen eines Buches, aber ich finde es spannend, hier auch mal ein wenig hinter die Kulissen blicken zu können. Und ich bin erstaunt, was alles so anfällt, wenn man ein Buch veröffentlichen möchte. Da steckt ja ein Haufen Arbeit dahinter! So war mir das nicht bewusst… Da muss man doch froh sein, wenn man überhaupt Hilfe angeboten bekommt? Und ein Buch erfolgreich zu verkaufen, liegt, glaube ich, im Interesse aller Beteiligten…

                                                                                        Status:
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                                                                                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                        Di, 01.09.2020 17:40

                                                                                        Zitat:
                                                                                        also generell finde ich die Idee super, wenn auch mal Neulinge gefördert werden.

                                                                                        Ja. Aber das hat nichts, aber auch gar nichts mit Novum zu tun. Die fördern nicht, die verkaufen Hoffnungen.
                                                                                         

                                                                                        • [Moderator]
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                                                                                        RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                        Mi, 02.09.2020 23:19

                                                                                        Zitat:
                                                                                        Ich habe ja nicht wirklich Erfahrungen mit dem Verlegen eines Buches, aber ich finde es spannend, hier auch mal ein wenig hinter die Kulissen blicken zu können. Und ich bin erstaunt, was alles so anfällt, wenn man ein Buch veröffentlichen möchte. Da steckt ja ein Haufen Arbeit dahinter! So war mir das nicht bewusst… Da muss man doch froh sein, wenn man überhaupt Hilfe angeboten bekommt? Und ein Buch erfolgreich zu verkaufen, liegt, glaube ich, im Interesse aller Beteiligten…

                                                                                        Du hast in einem Punkt recht; es fällt eine Menge Arbeit an, bevor ein Buch in den Buchladen kommt. Und in einem Punkt hast du leider nicht recht;  denn die Bücher, die bei Novum verlegt werden, verkaufen sich allemal nicht gut. Was am Geschäftsmodell dieses Unternehmens liegt. Dort bekommst du für unverschämt viel Geld die Möglichkeit, dein Werk zu veröffentlichen, aber Novum verdient sein Geld nicht mit am Markt erfolgreichen Büchern, sondern mit Büchern, die hauptsächlich die Autoren selbst kaufen und ihren Freunden und Bekannten sowie der Familie schenken. Und mit all den vielen kostenpflichtigen Leistungen, die sie erbringen. Die bei einem richtigen Publikumsverlag (z.B. Wilhelm Goldmann Verlag aus der Verlagsgruppe Random House) allein auf Kosten des Verlags erbracht werden. Dort wird die aktuelle Nr. 1 der Spiegel-Bestsellerliste Taschenbuch verlegt, einer Autorin aus England, die diesen Erfolg mit ihrem zweiten (veröffentlichten) Roman erreicht hat.

                                                                                        Novum ist ein teurer Bücherdienstleister, das ist nicht verboten und wer dort seinen Traum verwirklichen möchte, der soll das tun, aber bitte vorher den Vertrag ausgiebig studieren. Denn wer vor der Unterschrift ein armer Autor war, wird es danach ganz sicher auch noch sein.

                                                                                        Jungautoren oder Neulinge werden dort keineswegs gefördert, sie bekommen für sehr viel Geld eine Hoffnung verkauft. Und jetzt schau dir mal alle Bestsellerlisten an, die du finden kannst, und verrate mir, wie viele der Titel bei Novum verlegt wurden ...

                                                                                        Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Um ein Buch bei einem bekannten Publikumsverlag veröffentlichen zu können, muss man als Neuling nicht einen Cent bezahlen. Aber man muss ein sagenhaft gutes Werk geschaffen haben. In der Regel sollte man sich als Jungautor (ich ziehe diesen Begriff der Bezeichnung Neuling vor) im Klaren sein, dass man nie und nimmer mit dem ersten Roman, den man schreibt, veröffentlicht wird. Erst einmal muss man wirklich lernen, zu schreiben. Ich empfehle ein Fernstudium bei einem guten Anbieter für Prosa-Autoren, sehr, sehr viel in dem Genre zu lesen, in dem man auch schreibt und schreiben, schreiben, schreiben. Und nach einer ganzen Reihe von Jahren reift man als Autor dann so weit heran, dass man eines schönen Tages ein Verlagslektorat überzeugen kann.

                                                                                        Wer ernsthaft dem Schreiben verfallen ist, wird diese Geduld aufbringen. Wer einfach schnell Geld mit dem Schreiben verdienen will, wird dies auf Kosten der Qualität seiner Werke zuwege bringen und in den meisten Fällen mangels Erfolg irgendwann aufgeben.

                                                                                        Ausnahmen wird es sicher geben.

                                                                                        Liebe Grüße
                                                                                        Dirk

                                                                                          Status:
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                                                                                          RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                          So, 27.09.2020 13:12

                                                                                          Ulrike Jonack, wie gesagt, ich habe ja selbst keine Erfahrungen damit und kenne mich in der Verlagswelt nicht wirklich aus. Wieso denkst du, dass Neuautoren da nicht gefördert werden? Ansonsten gibt es ja für Neulinge kaum Alternativen, soweit ich das beurteilen kann? Und meistens achte ich sowieso eher auf den Autor als auf den Verlag an sich. Gute und schlechte Bücher gibt es in jedem Verlag. Ich kenne niemanden, der nur Bücher von gewissen Verlagen liest. Das Buch stammt ja von einem Autor – der Verlag ist ja eher nur „Mediator“ und „Helfer“, würde ich sagen. Es würde ja auch irgendwie ohne einem Verlag gehen, aber ich schätze mal, dass das Veröffentlichen eines Buches mithilfe eines Verlages deutlich einfacher, schneller und professioneller ist, als wenn man das auf eigene Faust erledigt. Kannst du ja eventuell sogar bestätigen? :-)

                                                                                           

                                                                                           

                                                                                          Dirk Eickenhorst, wie schon angedeutet, finde ich, dass man nicht alle Bücher eines Verlages in ein und dieselbe Schublade stecken darf / kann. Wie Verlage generell arbeiten, kann ich nicht beurteilen. Da gibt es sicherlich unterschiedliche Geschäftsmodelle, aber klar ist, dass Verlage am Ende des Tages auch etwas verdienen wollen. Sie bieten ihre Dienstleistungen ja nicht aus Wohlwollen den Autoren gegenüber an. Da finde ich es legitim, wenn man sich als Verlag irgendwie „absichert“ – also ich würde es genauso machen, wenn ich ein „Verlag“ wäre. Was Autoren wollen, ist dann wieder die andere Frage…gratis Dienstleistungen in Anspruch nehmen und hoffen, damit das große Geld zu machen, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen…schön wär’s! Manche Autoren sind halt kompromissbereiter, andere eher weniger…dementsprechend lange wird dann im Endeffekt auch das Veröffentlichungsprozedere dauern.

                                                                                          Und je nach Modell wird man als Autor bestimmt auch anders vergütet? Das würde mich ja sowieso mal interessieren, wie viel man als Autor dann noch für sein verkauftes Werk bekommt…hängt vermutlich auch von jedem einzelnen Verlag ab…?

                                                                                          Und dass man sich im Vorhinein sowieso immer seine Gedanken machen sollte, sollte meiner Meinung nach auch selbstverständlich sein. Also ich bin sowieso jemand, der Entscheidungen NIE voreilig trifft – ich mache mir immer meine Gedanken, „zerdenke“ alles bis ins kleinste Detail – und manchmal würde ich mir sogar wünschen, ich wäre ein bisschen freier und lockerer. Das stelle ich mir jedenfalls etwas aufregender und spannender vor. :-)

                                                                                          Und ganz ehrlich gesagt halte ich von Bestsellerlisten sowieso wenig…da haben ja die ganzen Medienimperien einen riesigen Einfluss drauf. Auch welches Buch als Buch des Jahres und so weiter ausgezeichnet wird. Ich achte auf solche „Auszeichnungen“ so gut wie gar nicht. Das ist ja alles hinter verschlossenen Türen abgemacht…die Verlage zahlen den Zeitungsunternehmen, diese wiederrum machen Autoren (die sehr viel Charisma ausstrahlen) bekannt und beliebt, profitieren dann im Anschluss von größerer Nachfrage und steigern so auch die Absatzzahlen. Eine Win-Win-Win-Situation für alle, würde ich sagen. ;-) Wie genau das abläuft, kann ich ja auch nicht sagen. Ich habe nur letztens auf Arte einen kleinen Beitrag gesehen, der erklärt, wie der französische Buchpreis des Jahres (oder ähnliches) verliehen wird…da gibt es so viele Bücher, die im Jahr rauskommen und die „Jury“ hätte nicht mal die Kapazitäten, all diese Bücher zu lesen…natürlich wählt man dann auch eines aus, wovon man sich selbst am meisten Gewinn verspricht ;-) Also das „beste Buch“ des Jahres (oder gar das meist verkaufte Buch des Jahres), ist sicherlich nicht auch gleich das von der Qualität her beste…so etwas kann man, finde ich, auch gar nicht sagen – alles ist ein Werk für sich, somit auch in einer gewissen Art und Weise Kunst. Das kann man doch nicht objektiv vergleichen!?

                                                                                           

                                                                                          Ich würde übrigens eher doch von Neuautoren sprechen – mit Jungautoren verbinde ich persönlich eher das Konzept von jungen, also nicht alten, Autoren (alles eben auf das Alter bezogen)…Neuautoren hätten dieses Alterskonzept, finde ich, nicht. Somit würden auch alle Altersklassen darunterfallen…gerade ältere Leute, etwa in der Rente, beginnen ja auch mit dem Schreiben, weil es für sie ein leidenschaftliches Hobby ist, dem sie lange nicht nachgehen konnten.

                                                                                           

                                                                                          In dem einen Punkt stimme ich dir aber vollkommen zu: Übung macht den Meister. Und ich finde es ja auch schön, wenn man sieht, wie viel man sich in den letzten Monaten und Jahre verbessert und entwickelt hat. Irgendwann ist halt dann der Zeitpunkt da, wo man für seine harte Arbeit auch ein wenig Feedback bekommen will – und wenn man sein Werk voller Stolz und Hoffnung an Verlage schickt, und dann nicht mal eine Antwort zurückkommt, dann hat das schon auch irgendwie negative „Vibes“ auf das Selbstbewusstsein. Zumindest mir würde es so gehen und ich würde den Spaß an der Sache verlieren. Selbst wenn Verlage ein Buch ablehnen würden, dann wäre das ja noch in Ordnung. Aber gar keine Antwort zu bekommen…das würde mich eher demotivieren. Ich weiß nicht, wie es euch damit geht…? Vielleicht habt ihr damit mehr Erfahrungen und lasst euch nicht so leicht unterkriegen?

                                                                                            Status:
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                                                                                            RE: Erfahrungen mit dem Novum-Verlag
                                                                                            So, 27.09.2020 14:12

                                                                                            Zitat:
                                                                                            Ulrike Jonack, wie gesagt, ich habe ja selbst keine Erfahrungen damit und kenne mich in der Verlagswelt nicht wirklich aus.
                                                                                            Nicht nur da, nicht nur da, Schnäuzelchen.

                                                                                            Seiten