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Neue Felder im VLB für Herstellungsland und Zolltarifnummer

Branchen-News
Sandra Uschtrin
Felder für Herstellungsland und Zolltarifnummer Felder im VLB

Selfpublisher und Verlage, die ihre Werke dem VLB melden, müssen ab 2020 zwei weitere Felder mit Metadaten ausfüllen. Gefragt wird nach dem »Herstellungsland« und der »Zolltarifnummer«.

Das Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) weist darauf hin, dass ab 2020 zwei neue statusrelevante Felder auszufüllen sind. Dabei handelt es sich um die Felder »Herstellungsland« und »Zolltarifnummer«.

Auf Basis dieser beiden Felder können, so das VLB in seiner Mitteilung, »Zollbehörden weltweit feststellen, ob das Produkt in das jeweilige Land importiert werden darf und mit welchem Steuersatz es zu versteuern ist. Sie sind zum Beispiel notwendig für den Vertrieb in die Schweiz.“

Die Zolltarifnummer für »Bücher, Broschüren und ähnliche Drucke« ist 49019900.

»Das Herstellungsland ist das Land, in dem die finale Fertigstellung eines Produktes stattfindet und somit nicht zwingend das Land, in dem der Verlagssitz bzw. der angegebene Publikationsort liegt«, erklärt das VLB.

Neu ist ab 2020 außerdem, dass bei physischen Produkten wie Büchern und Kalendern nun die genaue Höhe und Breite angegeben werden muss.

Wer seine Bücher dem VLB meldet, zahlt dafür jährlich Geld. Wie viel das ist, hängt vom jeweiligen Status ab. Pflegt man die Daten sorgfältig und bestätigt regelmäßig die Lieferbarkeit, erhält man den Goldstatus und zahlt weniger. Für Bücher und E-Books, deren Daten man nicht so gut pflegt, gibt es nur den Silber- und Bronzestatus. Bücher und E-Books mit diesem Status kosten mehr. Das VLB möchte damit erreichen, dass Verlage und Selfpublisher die Metadaten ihrer Werke gut und regelmäßig pflegen.

Wer die beiden neuen Felder also nicht ausfüllt, wird abgestraft. Er erhält für das betreffende Werk einen schlechteren Status und zahlt somit mehr Geld.

> https://vlb.de/hilfe/vlb-onix-empfehlungen/zolltarifnummer-herstellungsland

Blogbild: Foto: Bill Oxford auf Unsplash