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Live-Onlinelesungen mit onleli

Branchen-News
Sandra Uschtrin
Logo von onleli

Schullesungen lassen sich auch online und das sogar live veranstalten. Dafür gibt es seit einem Jahr »onleli«, die Gemeinschaftsplattform von professionellen Autorinnen und Autoren aus dem deutschsprachigen Raum im Bereich Jugendbuch.

Wer und was ist »onleli«?

Hinter der Gemeinschaftsplattform onleli stehen zirka 50 Autorinnen und Autoren. Sie alle bieten Live-Onlinelesungen für Schulen aus ihren pädagogisch wertvollen Büchern an. Die Gemeinschaftsplattform ist verlagsunabhängig und agiert bundesweit. In ihren Live-Onlinelesungen berühren die Autor*innen lehrplanrelevante Themen. Von A wie Afrika über M wie Mauerfall, Mittelalter und Mobbing bis zu V wie Verschwörungstheorien – für alle Schülerinnen und Schüler ist etwas dabei. So ermöglichen die Autor*innen spannende Ausflüge in Wissenschaft, Kunst, Ethik, Umwelterziehung, Sozialkunde, Kultur und Sport.

Die meisten Autor*innen sind jeweils mit Foto auf der Homepage zu sehen. Es sind unter anderen: Karin Baron, Andrea Behnke, Julie Bender, Jörg Bernardy, Rüdiger Bertram, Kirsten Boie, Maria Braig, Juliane Breinl, Lisa Dickreiter, Martin Ebbertz, Karen-Susan Fessel, Christian Friedrich, Andreas Hartmann, Joachim Hecker, Diana Hillebrand, Nikola Huppertz, Barbara Iland-Olschewski, Anja Janotta, Andrea Karimé, Angelika Lauriel, Judith Le Huray, Sandra Lehmann, Dorit Linke, Christian Linker, Inés Maria Jiménez, Uticha Marmon, Annette Mierswa, Karin Müller, Julia Neuhaus, Jutta Nymphius, Rieke Patwardhan, Boris Pfeiffer, Susan Schädlich, Silke Schlichtmann, Hanna Schott, Nasrin Siege, Cally Stronk, Lutz van Dijk, Britta Vorbach, Kaija Voss, Silke Vry, Veronika Wiggert, Jutta Wilke, Tania Witte, Mehrnousch Zaeri-Esfahani und Katrin Zipse.

onleli bürgt für Qualität

Die Autorinnen und Autoren halten sich an strenge Qualitätsstandards. Fast alle sind Mitglieder im bundesweiten Friedrich-Bödecker-Kreis, den viele Lehrerinnen und Lehrer als Veranstalter von Schullesungen kennen. Die Autor*innen haben mindestens drei Bücher veröffentlicht (nicht in Selbstverlagen), die im Handel erhältlich und vorzugsweise bereits Schullektüre sind oder sich dazu eignen. Außerdem verfügen sie nachweisbar über Erfahrungen mit Lesungen an Schulen und sind in der Lage, Kindern oder Jugendlichen umfangreiche Kenntnisse zu vermitteln.

Schulen und andere Veranstalter

Schulen und andere Veranstalter können über die Homepage von onleli eine Anfrage zu einem gewünschten Themengebiet senden, onleli meldet sich mit passenden Autor*innen-Vorschlägen.

Die Schulen/Veranstalter garantieren der Autorin oder dem Autor das vom Schriftstellerverband empfohlene Mindesthonorar von 300 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer pro Lesung (maximal 90 Minuten inklusive Gespräch). Außerdem sollten sie über die Technik verfügen, die man für eine Live-Onlinelesung braucht. Als Organisatorinnen sind sie zudem für den Ablauf der Onlinelesung zuständig.

Motivation von onleli

In der Presseerklärung von onleli heißt es: »Wir Autor*innen möchten mit unseren Onlinelesungskonzepten Literatur in die Schulen und in die außerschulische Arbeit bringen, zusätzlich zu den analogen Lesungen, die wir bereits seit Jahren erfolgreich veranstalten. Dabei verstehen wir das Online-Format nicht als Konkurrenz zu herkömmlichen Lesungen, sondern als eine moderne, raum- und zeitübergreifende Ergänzung, welche die digitalen Mittel nutzt, mit denen Schulen mittlerweile ausgestattet sind.«

Vorteile von Live-Online-Lesungen

Die Vorteile von Live-Onlinelesungen liegen gerade in Zeiten von Corona auf der Hand:

  • Die interaktive Arbeit mit Schüler*innen ist gewährleistet. Inhalte werden durch den Einsatz unterschiedlichster Methoden und Medien vertieft: Fotos, Videos, Whiteboard, Umfrage, Quiz oder Chat.
  • Inklusion: Schüler*innen, die sich aufgrund von Beeinträchtigungen (Krankheit, lange Anfahrt) nicht vor Ort im Veranstaltungsraum befinden, können von zu Hause aus der Lesung beiwohnen. Unterschiedliche Klassenstufen können gemischt und Schüler*innen entsprechend ihrer Kompetenzen beteiligt werden.
  • Autor*innen, die aus gesundheitlichen oder organisatorischen Gründen keine analogen Lesungen durchführen können, halten mit Onlinelesungen den Kontakt zu ihrer Zielgruppe.
  • Flexibilität: Es kann zeitnah auf gesellschaftliche Ereignisse und themenbezogen reagiert werden, was bei analogen Lesungen aufgrund der langfristigen Planung schwieriger ist. Lesungen können zügig geplant und durchgeführt werden. Die Autor*innen bleiben an ihrem Schreibtisch, was eine flexible Terminplanung ermöglicht.
  • Aufhebung der Ortsgebundenheit: Autor*innen können mit dem passenden technischen Equipment von überall eine Onlinelesung veranstalten.
  • Kostenreduzierung: Anreisekosten und Unterbringungskosten für die Autorinnen und Autoren entfallen.
  • Nachhaltigkeit: Onlinelesungen schonen die Umwelt, denn Bahn-, Flug- oder Autoreisen entfallen.
  • Erweiterung des Wirkungskreises: Onlinelesungen an Schulen und Bibliotheken in Europa oder gar weltweit sind ohne Einschränkungen und kurzfristig planbar möglich, was vor allem interessant für Autor*innen ist, deren Bücher in andere Sprachen übersetzt worden sind.
  • Literatur, Leseförderung und politische Bildung gelangen auch zu Schulen in strukturschwachen Regionen Deutschlands. Ziel: gleichwertige Lebensverhältnisse

Dorit Linke – Gründerin der Plattform onleli

Dorit Linke erprobt das Format der Live-Onlinelesung und des Online-Fachgesprächs im Unterricht seit Anfang 2019. Sie kennt Bedenken, Vor- und Nachteile, aber auch das Potenzial. Sie hat preisgekrönte Bücher geschrieben und ist Gründungs- und Vorstandsmitglied von METIS e.V., einem Verein in Mecklenburg-Vorpommern, der sich mit Schulentwicklung und Vermittlungskonzepten in Zeiten der Digitalisierung befasst.

> https://onleli.de/

Blogbild: Logo von onleli