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Autorinnen und Autoren können sich jetzt für das Stipendienprogramm der VG WORT von NEUSTART KULTUR bewerben

Branchen-News
Sandra Uschtrin
Autorinnen und Autoren können sich jetzt für das Stipendienprogramm der VG WORT von NEUSTART KULTUR bewerben

Am 27. August 2021, 10 Uhr, beginnt die Bewerbungsphase für das Stipendienprogramm 2021 der VG WORT im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR. Autorinnen und Autoren erhalten 15 Millionen Euro vom Staat. Die Stipendien sind mit je 5.000 Euro je Autor*in dotiert und haben eine Laufzeit von vier Monaten. Das Geld reicht für ca. 2.900 Bewerberinnen und Bewerber. Bearbeitung und Entscheidung erfolgen in der Reihenfolge des Antragseingangs bis zur vollständigen Ausschöpfung der Fördermittel.

Wie bereits angekündigt, schreibt die Verwertungsgesellschaft WORT (VG WORT) nun im Rahmen des Programms NEUSTART KULTUR ein Stipendienprogramm für Autorinnen und Autoren aus. Es umfasst ein Volumen von insgesamt 15 Millionen Euro. Die Stipendien sind mit je 5.000 Euro pro Person für eine Stipendiendauer von vier Monaten dotiert. Die VG WORT hat dafür extra eine eigene Website gebaut. Dort wird – besonders in den sehr ausführlichen FAQs [bitte genau lesen!] – alles genau erklärt.

Welche Autorinnen und Autoren werden gefördert?

In den FAQ auf der Website heißt es hierzu: »Das Stipendienprogramm richtet sich ausdrücklich an Autor*innen, die überwiegend von ihren Einnahmen aus freiberuflicher Autor*innen-Tätigkeit leben und durch die Corona-Krise in ihrer Berufsausübung erheblich eingeschränkt sind. [...] Menschen, die durch einen Hauptberuf finanziell abgesichert und sozialversichert und nur gelegentlich als Autor/innen tätig sind, sind nicht antragsberechtigt.«

In den FAQ heißt es hierzu außerdem: »Es können sich freiberuflich professionell tätige sowie arbeitnehmerähnliche Autorinnen und Autoren nach § 12a TVG [siehe unten] bewerben, die Wahrnehmungsberechtigte der Berufsgruppen 1 oder 2 [mehr dazu in den FAQ] sind. Journalistische Projekte sind jedoch nur förderfähig, wenn es sich um Recherche- oder Veröffentlichungsprojekte im Bereich Feuilleton/Kultur handelt. Die Antragstellerinnen und Antragsteller müssen ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und dürfen im Jahr 2020 das maximale Einkommen von EUR 60.000,- nicht überschreiten. Entsprechende Nachweise (siehe FAQs "Nachweise") müssen bei Antragstellung vorliegen. Sie können nur einen Antrag stellen, wenn Sie sich zuvor registriert haben (siehe FAQs "Registrierung").«

Sie haben noch keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT abgeschlossen?

Wer noch keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT abgeschlossen hat, sollte das SOFORT nachholen. In den FAQ heißt es hierzu unter dem Stichpunkt »Antragstellung«:
»Kann ich noch einen Wahrnehmungsvertrag abschließen, um mich bewerben zu können? – Ja, während der Ausschreibungsphase zwischen dem 13. und 27. August 2021 können Sie noch einen Wahrnehmungsvertrag abschließen. Dafür müssen Sie sich auf der Webseite der VG WORT im Online-Serviceportal T.O.M registrieren und den Vertrag downloaden (tom.vgwort.de/portal/registration/editNewRegistration).
Bitte kündigen Sie die Übersendung des Wahrnehmungsvertrags per E-Mail mit dem Betreff "NEUSTART KULTUR" an [email protected] an. Der Vertrag muss bis 27. August 2021 postalisch bei der VG WORT, Untere Weidenstraße 5, 81543 München eingegangen sein.
Sollten Sie bis zu Ihrer Antragstellung noch keine Karteinummer der VG WORT erhalten haben, tragen Sie bitte das Datum der Absendung Ihres Wahrnehmungsvertrags im Online-Portal ein. Bitte richten Sie sich darauf ein, dass wir ggf. Nachweise für Ihre Autorenschaft anfordern werden.«

Was wird gefördert?

Gefördert werden:

  • Veröffentlichungsprojekte
  • Rechercheprojekte für künftige Veröffentlichungen
  • Entwicklungs- und Veröffentlichungsprojekte in Online-Formaten, interaktiven Projekten, Online-Kooperationen

Ziel der Stipendien

In den FAQ heißt es hierzu: »Die Stipendien sollen erlauben, sich der beruflichen Weiterentwicklung ohne unmittelbaren Erwerbsdruck zu widmen. Das Geld ist für die Stipendiatinnen und Stipendiaten persönlich bestimmt und nicht für Dritte.«

Auszahlung der Stipendien

In den FAQ heißt es hierzu: »Die Stipendien werden in zwei Tranchen ausgezahlt. Die erste Tranche des Stipendiums in Höhe von EUR 4.500,- wird nach der Entscheidung der Jury ausgezahlt (voraussichtlichim Oktober 2021). Voraussetzung ist, dass Sie innerhalb von zwei Wochen nach einem positiven Bescheid den Fördervertrag unterschrieben zurücksenden. Hier gilt der Poststempel. Die zweite Tranche in Höhe von EUR 500,- wird nach Eingang und Prüfung Ihres Sachberichts über die Durchführung Ihres Vorhabens zum Abschluss des Stipendiums ausgezahlt.« Bei zweckmäßiger Verwendung müssen die Mittel nicht zurückgezahlt werden.

Stipendiendauer

Die Stipendiendauer beträgt vier Monate, voraussichtlich von Oktober 2021 bis Januar 2022.

Sondernewsletter NEUSTART KULTUR / Stipendienprogramm 2021 der VG WORT

In ihrem »Sondernewsletter NEUSTART KULTUR / Stipendienprogramm 2021 der VG WORT« schreibt die VG WORT:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Wahrnehmungsberechtigte und Mitglieder der VG WORT,

die VG WORT schreibt im Rahmen des von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) initiierten Programms NEUSTART KULTUR ein Stipendienprogramm 2021 aus. Es umfasst insgesamt ein Volumen von 15 Millionen Euro. Die Stipendien sind mit je 5.000 Euro pro Person für eine Stipendiendauer von vier Monaten dotiert.

Wer ist antragsberechtigt?

Das Förderprogramm richtet sich an freiberufliche, professionell tätige und arbeitnehmerähnliche Autorinnen und Autoren nach § 12a TVG, die einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT abgeschlossen haben.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Wahrnehmungsberechtigte der Berufsgruppe 1 und (mit Einschränkungen) der Berufsgruppe 2 der VG WORT. Journalistische Projekte sind nur förderfähig, wenn es sich um Recherche- oder Veröffentlichungsprojekte im Bereich Feuilleton oder Kultur handelt.

Den Autorinnen und Autoren sind durch die Corona-Pandemie wichtige Vermittlungs- und Kommunikationsorte weggebrochen. Es fanden keine Präsenzlesungen statt, was einen deutlichen Einnahmeverlust bedeutet. Buchmessen und andere Branchenveranstaltungen entfielen, so dass keine neuen Projekte angebahnt werden konnten. Verlage mussten teilweise ihre Programme verschieben oder einschränken. Auch die Medienberichterstattung ist stark reduziert worden, da Werbeeinnahmen ausfielen.

Dieses Stipendium soll deshalb Autorinnen und Autoren dabei unterstützen, ihre kulturell bedeutende Arbeit trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fortzusetzen. Gleichzeitig soll dadurch auch ermöglicht werden, dass Autorinnen und Autoren, soweit sie neue Werke schaffen, zusätzliche Urheberrechte erwerben.

Wie wird ein Antrag gestellt?

Wer einen Antrag stellen will, muss sich zunächst registrieren, um die persönlichen Zugangsdaten für die eigentliche Antragsstellung zu erhalten. Das Online-Portal ist seit heute, 13. August 2021, ab 10 Uhr, für die Registrierung geöffnet. Die Reihenfolge bei der Registrierung hat keine Auswirkung auf die Chancen, ein Stipendium zu erhalten.

Am 27. August 2021 beginnt die Bewerbungsphase. Die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Das Programm wird spätestens am 30. Juni 2022 geschlossen.

[...]

Tarifvertragsgesetz (TVG) § 12a Arbeitnehmerähnliche Personen

Das Tarifvertragsgesetz steht hierzu Folgendes:

(1) Die Vorschriften dieses Gesetzes gelten entsprechend
1. für Personen, die wirtschaftlich abhängig und vergleichbar einem Arbeitnehmer sozial schutzbedürftig sind (arbeitnehmerähnliche Personen), wenn sie auf Grund von Dienst- oder Werkverträgen für andere Personen tätig sind, die geschuldeten Leistungen persönlich und im wesentlichen ohne Mitarbeit von Arbeitnehmern erbringen und
a) überwiegend für eine Person tätig sind oder
b) ihnen von einer Person im Durchschnitt mehr als die Hälfte des Entgelts zusteht, das ihnen für ihre Erwerbstätigkeit insgesamt zusteht; ist dies nicht voraussehbar, so sind für die Berechnung, soweit im Tarifvertrag nichts anderes vereinbart ist, jeweils die letzten sechs Monate, bei kürzerer Dauer der Tätigkeit dieser Zeitraum, maßgebend,
2. für die in Nummer 1 genannten Personen, für die die arbeitnehmerähnlichen Personen tätig sind, sowie für die zwischen ihnen und den arbeitnehmerähnlichen Personen durch Dienst- oder Werkverträge begründeten Rechtsverhältnisse.

(2) Mehrere Personen, für die arbeitnehmerähnliche Personen tätig sind, gelten als eine Person, wenn diese mehreren Personen nach der Art eines Konzerns (§ 18 des Aktiengesetzes) zusammengefaßt sind oder zu einer zwischen ihnen bestehenden Organisationsgemeinschaft oder nicht nur vorübergehenden Arbeitsgemeinschaft gehören.

(3) Die Absätze 1 und 2 finden auf Personen, die künstlerische, schriftstellerische oder journalistische Leistungen erbringen, sowie auf Personen, die an der Erbringung, insbesondere der technischen Gestaltung solcher Leistungen unmittelbar mitwirken, auch dann Anwendung, wenn ihnen abweichend von Absatz 1 Nr. 1 Buchstabe b erster Halbsatz von einer Person im Durchschnitt mindestens ein Drittel des Entgelts zusteht, das ihnen für ihre Erwerbstätigkeit insgesamt zusteht.

(4) Die Vorschrift findet keine Anwendung auf Handelsvertreter im Sinne des § 84 des Handelsgesetzbuchs.

Blogbild: Logos von NEUSTART KULTUR und von der Verwertungsgesellschaft WORT