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Bezugsberechtigt oder wahrnehmungsberechtigt???

Branchen-News
Sandra Uschtrin
VG Wort BezugsberechtigteR oder WahrnehmungsberechtigteR

Achtung! Wer nur »beszugsberechtigt« ist, geht bei der VG WORT bald leer aus!

AutorInnen, die bisher von der VG WORT Geld bekommen haben, sollten noch in diesen Tagen prüfen, ob sie bei der VG WORT als BezugsberechtigteR oder als WahrnehmungsberechtigeR geführt werden. Denn nur noch bis zum 31. Dezember 2016 ist es möglich, einen Wahrnehmungsvertrag abzuschließen. Einen solchen Wahrnehmungsvertrag braucht man in Zukunft aber zwingend, um Geld von der VG WORT zu erhalten.

Bei der VG WORT wird gegenwärtig zwischen zwei Arten von Vertragspartnern unterschieden: Viele – aber längst nicht alle – sind sogenannte »Wahrnehmungsberechtigte« und haben mit der VG WORT einen Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen. Dieser Wahrnehmungsvertrag beinhaltet im Grundsatz den Auftrag an die VG WORT, sämtliche Rechte und Ansprüche, die von der VG WORT verwaltet werden, für alle von einem Rechteinhaber geschaffenen Sprachwerke treuhänderisch wahrzunehmen (vgl. Ansichtsexemplar unter: http://www.vgwort.de/publikationen-dokumente/wahrnehmungsvertrag.html). Daneben gibt es auch noch sogenannte »Bezugsberechtigte«, die keinen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT abgeschlossen haben. Grundlage für die Rechtewahrnehmung durch die VG WORT ist in diesen Fällen zum Beispiel eine »Einzelmeldung Wissenschaft«, mit der Urheber der VG WORT bestimmte Rechte und Ansprüche für ein Einzelwerk eingeräumt haben. Sie haben in der Vergangenheit Ausschüttungen der VG WORT erhalten, ohne dass bislang ein Wahrnehmungsvertrag abgeschlossen wurde, und sind daher bei der VG WORT als »Bezugsberechtigter« erfasst.

Im Zusammenhang mit der Umsetzung des Verwertungsgesellschaftengesetzes (VGG) reicht das aber nicht mehr aus, um auch in Zukunft Geld von der VG WORT zu erhalten. Nur Wahrnehmungsberechtigte können dann von den Ausschüttungen profitieren.

Die VG WORT rät daher: »Wenn Sie weiterhin als Autor tätig sind und auch zukünftig Werke bei der VG WORT melden möchten, empfehlen wir Ihnen dringend, zeitnah einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG WORT abzuschließen.«

Relevant ist  dies insbesondere für Autorinnen und Autoren wissenschaftlicher Werke sowie für solche Berechtigte, die bislang lediglich Ausschüttungen im Bereich »Texte im Internet (METIS)« erhalten haben. »Wissenschaftliche Publikationen sind Fach- und Sachbücher [...] sowie Fachbeiträge und -artikel in Fach- und Sachbüchern oder Fachzeitschriften.« Auch die Beiträge in Magazinen wie der FEDERWELT oder dem SELFPUBLISHER zählen zum Beispiel zu solchen Fachbeirägen.

Über das Portal T.O.M. kann der Wahrnehmungsvertrag ausgedruckt werden. Die Unterlagen sind dann unterschrieben (!) in zweifacher Form (!) an die VG WORT mit der Post zu schicken!

Achtung: Einsendeschluss (per Post!) für den Abschluss des Wahrnehmungsvertrags ist der 31. Dezember 2016!

Weitere Informationen finden Sie hier:
> http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/11.11.2016_Brief_Bezugsberechtigte.pdf
> http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/30.11.2016_AI_Brief_Bezugsberechtigte.pdf
> http://www.vgwort.de/fileadmin/pdf/allgemeine_pdf/13.12.2016_Hinweis_f%C3%BCr_Bezugsberechtigte.pdf